Der Lingekopf zählt zu den Schlachtfeldern, auf denen im Ersten Weltkrieg die meisten Menschen starben. Die Deutschen hatten hier vom 20. Juli bis zum 15. Oktober 1915 ihre Verteidigung organisiert, um das Vordringen der französischen Truppen Richtung Colmar zu stoppen. Die heftigen Kämpfe führten zu großen Verlusten: Insgesamt 17.000 deutsche und französische Soldaten fielen. Es wurden auch Gasgranaten und Flammenwerfer verwendet. Das Schlachtfeld, das sich auf einer felsigen Bergkuppe befindet, ist mit einzelnen Bäumen bewachsen und von in den Sandstein gehauenen Gräben durchzogen. Die Bunker und die Stacheldrähte, die den Bereich absperrten, sind bis heute erhalten. Zu einem wahren Erinnerungsort wird der Lingekopf durch die vielen weißen und schwarzen Kreuze, unter denen noch französische und deutsche Soldaten ruhen. In einem Museum werden die zahlreichen Gegenstände ausgestellt, die hier gefunden wurden: Waffen, persönliche Gegenstände, Munition und Reliquien. Modelle vom Schlachtfeld, Videomontagen und Fotos bereichern den Besuch.
www.linge1915.com(Andreas Bechmann, 09.07.2012) |