Land­gast­hof-Pen­si­on Fi­scher

Bet­zen­stein

Landgasthof-Pension Fischer, Betzenstein
Fa­mi­lie Schol­ze-Raum über­zeugt mit ge­sun­der Haus­manns­kost und le­cke­ren Spe­zia­li­tä­ten ihrer Streu­obst­wie­sen (Foto: Emil Be­zold).
Der Tag be­ginnt mit frisch ge­brüh­tem Kaf­fee, vit­amin­rei­chen Früch­ten und schmack­haf­tem Brot, für des­sen Ge­nuss dem gut ge­laun­ten Über­nach­tungs­gast etwa 24 Mar­me­la­desor­ten am gro­ßen Früh­stücks­buf­fet zur Ver­fü­gung ste­hen. Will­kom­men in der Land­gast­hof-Pen­si­on Fi­scher! Für die rie­si­ge Aus­wahl an fruch­ti­gen Brot­auf­stri­chen ist Se­ni­or­che­fin Ger­lin­de Raum ver­ant­wort­lich: Sie kocht aus dem, was die Natur und ihre Obst­bäu­me bie­ten, wun­der­ba­re Kon­fi­tü­ren. Aber nicht nur damit kann die Gast­ge­ber-Fa­mi­lie punk­ten: Ihr Haus, Werk von vier Ge­ne­ra­tio­nen (um 1900 hat­ten Maria und Baltha­sar Fi­scher mit einem Bier­aus­schank be­gon­nen), liegt idyl­lisch zwi­schen Wie­sen und Wald ganz fried­lich in Stier­berg, einem klei­nen Orts­teil von Bet­zen­stein.

Landgasthof-Pension Fischer, Betzenstein
Eine Spe­zia­li­tät des Hau­ses: Heu­bra­ten vom Ta­fel­spitz mit Bre­zen­knö­del (Foto: Emil Be­zold).
Die schö­ne Lage ist ein An­zie­hungs­punkt für Wan­der­freun­de, da hier in den letz­ten Jah­ren gut mar­kier­te Wege rund um die Or­chi­de­en- und Streu­obst­wie­sen ent­stan­den sind. Namen wie Fuchs- oder Ha­sen­weg wei­sen lie­be­voll auf die Ab­ge­schie­den­heit der Ge­gend hin. Bei der Gestal­tung der Wan­der­we­ge war Se­ni­or­chef Ger­hard Raum, der sich auch für den Bund Na­tur­schutz en­ga­giert, maß­geb­lich be­tei­ligt. Für den Se­ni­or­chef ist re­gio­na­les En­ga­ge­ment Eh­ren­sa­che – die Phi­lo­so­phie der kur­zen Lie­fer­we­ge ver­tritt er schon, seit er den Gast­hof im Jahr 2000 von sei­nem Schwie­ger­va­ter über­nom­men hat. Be­kannt ist der ge­lern­te Metz­ger­meis­ter und Koch für seine def­ti­gen Wurst­spe­zia­li­tä­ten. Sein Ge­heim­nis: »Warm­fleisch­ver­ar­bei­tung!«, bei der die äthe­ri­schen Aro­men der Ge­wür­ze sei­ner An­sicht nach viel bes­ser auf­ge­nom­men wer­den.

Landgasthof-Pension Fischer, Betzenstein
Kü­chen­chef Mar­tin Schol­ze (Foto: Emil Be­zold).
In der Küche des Land­gast­hofs ist Schwie­ger­sohn Mar­tin Schol­ze mit der Zu­be­rei­tung guter frän­ki­scher Haus­manns­kost be­schäf­tigt. Viele Stamm­gäs­te schät­zen des­sen bo­den­stän­di­ge Art zu ko­chen. Bei der Spei­sen­aus­wahl rich­tet er sich nach der ak­tu­el­len Sai­son: Im Früh­jahr gibt es saf­ti­gen Lamm­bra­ten mit Speck­boh­nen, im Herbst knusp­ri­ge Gän­se­brust mit Blau­kraut. An jedem Wo­chen­tag fin­det man ein le­cke­res Drei-Gänge-Menü auf der Karte, das nicht nur ge­schmack­lich, son­dern auch preis­lich über­zeugt. Ist der be­freun­de­te Jäger er­folg­reich ge­we­sen, gibt’s auch Wild. Eben­falls re­gio­na­ler Her­kunft ist eine der Som­mer-Spe­zia­li­tä­ten des Hau­ses: Heu­bra­ten vom Rin­der­ta­fel­spitz, der in fri­schem Heu ge­bra­ten wird und da­durch einen wun­der­ba­ren Ge­schmack an­nimmt.

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Selbst­ge­ba­cke­nes Brot und ve­ge­ta­ri­scher Brot­auf­strich sind die Spe­zia­li­tät von Ger­lin­de Raum (Foto: Emil Be­zold).
Im Herbst, wenn der letz­te Apfel von den Streu­obst­wie­sen zur Mos­te­rei ge­bracht wor­den ist und sich die Wäl­der bunt fär­ben, be­ginnt im Gast­hof Fi­scher die Ap­fel­saft-Zeit. Rund 800 l des aus ei­ge­nen Früch­ten ge­won­ne­nen Saf­tes wer­den im Gast­hof aus­ge­schenkt. Ste­fa­nie Schol­ze, die Toch­ter der Wirts­leu­te hat aber auch Wie­sen­li­mo­na­den im Re­per­toire, die aus Lab­kraut, Lö­wen­zahn oder Ho­lun­der ge­won­nen wer­den. Dann sitzt man im Bier­gar­ten zwi­schen bun­ten Blu­men, blickt auf die an­gren­zen­den Streu­obst­wie­sen und ge­nießt ein Glas des fri­schen gold­far­be­nen Ge­tränks.

Landgasthof-Pension Fischer, Betzenstein
Die Zi­bar­te – eine sel­te­ne Wild­pflau­men­art – wird hier zum einem köst­li­chen Des­sert ver­ar­bei­tet (Foto: Emil Be­zold).
Vi­el­leicht ge­sellt sich auch Se­ni­or­chef Ger­hard Raum dazu, der dann über die Viel­fäl­tig­keit sei­ner Wie­sen sin­niert, die Le­bens­raum bie­ten fürs gra­sen­de Ju­ral­amm, für sel­te­ne Or­chi­de­en, Bie­nen und nicht zu­letzt den wan­dern­den Men­schen, der hier ent­zü­cken­de Fo­to­mo­ti­ve vor­fin­det.
Auf den Wie­sen­flä­chen am Haus lässt es sich üb­ri­gens her­vor­ra­gend zel­ten. Wer es etwas ge­schütz­ter mag, hat die Wahl zwi­schen einer ein­fa­chen Ge­mein­schafts­un­ter­kunft (12 Bet­ten) oder acht länd­li­chen Gäs­te­zim­mern. Am Mor­gen war­tet dann be­reits das üp­pi­ge Früh­stücks­buf­fet, wäh­rend durch das ge­öff­ne­te Fens­ter der Duft der Blu­men­wie­se strömt. Himm­lisch!

Wan­der-Tipp

Die aben­teu­er­li­che Herbst­run­de von Bet­zen­stein über die Burg­rui­ne von Stier­berg: Von der kleins­ten ech­ten Stadt Fran­kens führt diese gut 7 km lange Tour durch den herr­li­chen Bu­chen­wald bis hin­auf zur aben­teu­er­li­chen Burg­rui­ne von Stier­berg. Auf dem Rück­weg ist Vor­sicht ge­bo­ten: In­dia­ner!