Berggasthof Hötzelein

Regensberg

Berggasthof Hötzelein, Regensberg
Die drit­te Ge­ne­ra­ti­on: Kü­chen­chef Flo­ri­an Höt­zelein
Un­über­seh­bar steht der idyl­li­sche Berg­gast­hof auf einem 500m hohen Fels­vor­sprung. Die Ex­pan­si­ons­lust des Groß­va­ters ver­half dem Fa­mi­li­en­be­trieb zu sei­ner im­po­san­ten Größe. Seit 1959 ver­grö­ßer­te sich der eins­ti­ge Bau­ern­hof der Fa­mi­lie Höt­zelein ste­tig wei­ter, heute fin­det der Gast nicht nur eine ge­müt­li­che und holz­ver­tä­fel­te Gast­stu­be vor, son­dern auch einen Som­mer­gar­ten mit über­dach­ter Pan­ora­ma­ter­ras­se. »So nach und nach baute mein Vater immer mehr an, wir muss­ten uns ir­gend­wann ent­schei­den zwi­schen Bau­ern­hof und Hotel. Heute haben wir 60 Bet­ten und mehr als 200 Sitz­plät­ze im Re­stau­rant«. Der In­ha­ber Georg Höt­zelein lässt sei­nen Blick über die weite Land­schaft vor ihm schwei­fen, vor ihm liegt das Dörf­chen Mai­gisch, bei gutem Wet­ter reicht die Sicht bis nach Forch­heim. An Sonn­ta­gen fin­det der Wan­de­rer hier kaum ein frei­es Plätz­chen, denn auch das Kaf­fee­trin­ken hat hier Kult­cha­rak­ter.

Neben den fri­schen Ku­chen und Tor­ten gibt es eine gi­gan­ti­sche Aus­ga­be des Wind­beu­tels: Ur­sprüng­lich durch einen klei­nen Ba­ckun­fall ent­stan­den, sind heute die »Sprüch­beu­tel« von der Karte nicht mehr weg zu den­ken. Ser­viert wer­den sie mit Sahne, fri­schem Obst der Sai­son und Va­nil­le­eis. Auch der Wech­sel in der Küche wird daran nichts än­dern, denn nun kocht schon die 3. Ge­ne­ra­ti­on. Sohn Flo­ri­an Höt­zelein lern­te zu­nächst die Ster­ne-Küche im Süden Deutsch­lands ken­nen und ver­bin­det nun rus­ti­ka­le frän­ki­sche Küche mit in­di­vi­du­el­len Ge­schmacks­krea­tio­nen. Spe­zia­li­siert sind die Höt­zel­eins vor allem auf Wild: »Das läuft di­rekt vor der Haus­tür, die Jäger lie­fern das Wild bei uns ab, nur auf Be­stel­lung geht halt nichts.«

Neben den klas­si­schen Wild­ge­rich­ten wie ge­schmor­ter Wild­ha­sen­keu­le mit Kloß und Blau­kraut, gibt es auch die be­rühm­ten Reh­brat­würs­te. Wurst wie Zwetsch­gen­bam­mes oder Sülze stel­len die Höt­zel­eins noch selbst her. Sogar eine ei­ge­ne Wein­sor­te, die dem Sher­ry äh­nelt, fin­det sich hier auf der Karte: in Würz­burg wird der »Würry« extra für den Gast­hof ge­ern­tet und ge­kel­tert. Flo­ri­an Höt­zelein macht es je­doch noch mehr Spaß, wenn er aus Le­bens­mit­teln Kunst­wer­ke schaf­fen kann. So fin­det re­gel­mä­ßig eine »Wein­pro­be für Ge­nie­ßer« statt, zu dem er ein 7-Gänge-Menü kre­iert. Neben Span­fer­kel­ra­vio­li oder Panna Cotta mit ka­ra­me­li­sier­ten Ha­sel­nüs­sen, gibt es dann auch Wein­creme­sup­pe oder ge­schmor­te Rin­der­bäck­chen – so rich­tig zum Ge­nie­ßen eben.

Wan­der-Tipp

Auf der Pan­ora­ma­run­de
Der knapp 15 km lange, gut aus­ge­bau­te Rund­weg von und nach Kun­reuth kann in fünf St­un­den gut ge­meis­tert wer­den. Mitt­le­rer An­spruch.

Durch den Obst­gar­ten des Forch­hei­mer Lan­des
Mit 31 km einer der längs­ten Wan­der­we­ge von Pinz­berg nach Wie­sent­hau, über Kun­reuth nach Ef­felt­rich und wie­der zu­rück nach Pinz­berg. Dauer etwa zehn St­un­den, Ni­veau sehr an­spruchs­voll.