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Niederlande
Updates – 9. Auflage 2015
9. 2015 (73)
Seite 44
 Johannes Vermeer – Het Straatje (Straße von Delft)
Das Geheimnis um den Ort, der Vermeer einst als Vorlage für sein Meisterwerk Het Straatje (Straße in Delft) gedient hatte, ist seit wenigen Jahren gelüftet. Die Universität Amsterdam hatte mithilfe städtischer Archivstücke aus dem 17. Jahrhundert nachweisen können, dass das Gemälde zwei Häuser in der Vlamingstraat (Hausnummern 40/42) zeigt. Die Untersuchungen bestätigten, dass es sich bei dem Haus rechts auf dem Gemälde um das von Vermeers Tante Ariaentgen (Ariaantje) Claes van der Minne handelte. An der Gracht wohnten auch Vermeers Mutter und seine Schwestern, sodass der Maler die Gegend sehr gut kannte.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 55
 Niederländische Küste immer beliebter
Die niederländische Nordseeküste wird immer beliebter. Annähernd 1.5 Millionen Deutsche verbrachten 2016 ihren Urlaub an den Stränden irgendwo zwischen den Watteninseln und Zeeland. Sehr beliebt ist die Region zudem bei den belgischen Nachbarn, die mit 350.000 Urlaubern die zweitgrößte Fraktion stellten. Zusammen kurbelten sie die niederländische Wirtschaft mit gut 850 Millionen Euro an.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 57
 Maus im Pudding
Das niederländische Gesundheitsministerium teilte mit, dass sich Mäuse in Supermärkten immer wählerischer verhalten. Die Nager begnügen sich einer Studie zufolge nicht länger mit Milchtüten, sondern bevorzugen exklusive Desserts sowie Süßspeisen der gehobenen Preisklasse. Insbesondere habe es der landestypische Vla, eine Mixtur aus Joghurt und Pudding, den Mäusen angetan.

Auf ihrer Spurensuche hatten die Wissenschaftler leichtes Spiel, denn zahlreiche Tiere ließen bei der Nascherei ihr Leben. Der süße Brei, der den betroffenen Nagern keinerlei Halt bieten konnte, ließ viele versacken und ertrinken. Sprecher großer Supermarktketten erklärten ihre Bereitschaft zu kulantem Verhalten gegenüber den betroffenen Kunden. Die verunreinigten Produkte können jederzeit gegen Vorlage eines Kassenbons umgetauscht werden.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
 Michelin Sterne in den Niederlanden
Insgesamt tragen 2017 106 Restaurants (mindestens) einen Michelin-Stern: 85 dürfen sich mit einem Michelin-Stern schmücken, 19 mit zwei Sternen und zwei mit drei Sternen. Mit einer Rekordzahl von 19 Sternen, verteilt auf 15 Restaurants, ist Amsterdam Spitzenreiter bei der begehrten Auszeichnung. Rotterdam folgt mit zehn Sternen. Einzigartig für Europa ist, dass die Niederlande zuletzt keinen Stern verloren haben. Michelin selbst spricht von einer außergewöhnlichen Situation und lobt die Niederlande für die Stabilität in der Gastronomie.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 62
 Hunde am Strand: Leinen los für Vierbeiner
Im Herbst und Winter dürfen Hunde an vielen Stränden ohne Leinenzwang frei herumlaufen. Zahlreiche Urlaubsregionen verfügen über einen Hundestrand, der sich in der Regel etwas außerhalb der regulären Strandabschnitte befindet. Die genauen Bestimmungen, wann sich Hunde am Strand aufhalten dürfen, variieren von Gemeinde zu Gemeinde, sodass es sinnvoll ist sich im Vorfeld in den Informationsbüros zu erkundigen.

Die Niederlande präsentieren sich damit als hundefreundliches Reiseziel, zumal auch viele der typischen Strandpavillons bestens auf Vierbeiner eingestellt sind und (beispielsweise) Wassernäpfe zur Verfügung stellen.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 68
 Die Neue Wildnis – Große Natur in einem kleinen Land
Die Oostvaardersplassen in der Provinz Flevoland gehören zwar nicht zu den offiziellen Nationalparks der Niederlande, doch zählen sie zu den eindrucksvollsten Naturschutzgebieten des Landes. Sie waren eigentlich als Industrieareal geplant, wurden wegen des zu feuchten Bodens aber sich selbst überlassen und brachten mit der Zeit eine einzigartige Landschaft auf fast 6.0000 Hektar hervor: Dünen, Moore und Weiden mit einer großen Zahl an Rothirschen, Vögeln und Wildpferden (die größte Kolonie Europas).

Möchte man mehr darüber erfahren, ist die Dokumentation des niederländischen Regisseurs Mark Verkerk eine echte Empfehlung. Der Film, mit fast zwei Jahren Produktionszeit die aufwendigste niederländische Dokumentation aller Zeiten, ist als DVD (deutschsprachig) im Handel erhältlich.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 70
 Golf in den Niederlanden
Mehr als 120 Anlagen verteilen sich über das gesamte Land. Eine wesentliche Voraussetzung für die Spielerlaubnis ist die Mitgliedschaft in einem (deutschen) Golfclub. Die Dachorganisation des Golfsports in den Niederlanden hält detaillierte Informationen bereit.

Informationen: www.ngf.nl
(Dirk Sievers, 18.03.2017)
Seite 71
 Tennis in den Niederlanden
In nahezu allen Dörfern und Städten finden sich Tennisplätze, die ausländische Gästen nutzen können. Die Preise entsprechen in etwa den aus Deutschland bekannten. Auch zahlreiche Hotels verfügen über entsprechende Anlagen.

Informationen: www.knltb.nl
(Dirk Sievers, 18.03.2017)
Seite 90
 Winterswijk – Museum MORE
Das Museum voor Modern Realisme lädt 25 km nordwestlich von Winterswijk in ein sehenswertes Bilderbuchschloss aus dem 14. Jahrhundert ein. Kasteel Ruurlo, in reizvolle Wasserpartien eingebettet, gehört mit seiner prächtigen Orangerie inmitten eines Landschaftsgartens im englischen Stil zu den schönsten Schlössern der Niederlande. Die Ausstellung befasst sich mit dem Leben von Carel Willink (1900–1983) und zeigt 45 Werke des Meisters des niederländischen Neorealismus.

Vordenseweg 2, 7261 LZ Ruurlo, T 0575/760300, www.museummore-kasteelruurlo.nl. Di–So 11–17 Uhr. Erwachsene 12 EUR, Kinder 5 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
 Winterswijk – Villa Mondriaan
Der Maler Piet Mondriaan lebte von seinem achten bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr im gelderländischen Winterswijk. Im einstigen Wohnhaus seiner Eltern lernte er unter Anleitung seines Onkels, Frederik Hendrik (Frits) Mondriaan (1853–1932), und seines Vaters, Pieter Cornelis Mondriaan (1839–1915), der damals die örtliche Grundschule leitete, das Zeichnen. Das Museum zeigt eine Auswahl früher Gemälde und Zeichnungen und gibt Einblicke in das Leben der Künstlerfamilie.

Zonnebrink 4, 7101 NC Winterswijk, T 0543/515400, www.villamondriaan.nl. Mär–Okt Di–So 11–17 Uhr; Nov–Feb Fr–So 11–17 Uhr. Erwachsene 9 EUR, Kinder frei.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
Seite 95
 Nijmegen – Restaurant Hoo Wah geschlossen
Das Restaurant Hoh Wah mit seiner (guten) asiatischen Küche ist seit einigen Monaten leider ge­schlos­sen.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 104
 Doorwerth – Stayokay geschlossen
Das Stayokay-Hostel in Doorwerth besteht nicht mehr. Es verbleiben landesweit 22 Herbergen (www.stayokay.com).
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 120
 Palais Het Loo – Renovierung der Barockgärten
König Willem III. hatte das Jagdschloss im 17. Jahrhundert mit prachtvollen Barockgärten im holländischen Stil errichten lassen. Mehr als 100 Jahre später ließ König Lodewijk Napoleon Teile des Areals mit seinen symmetrischen Linien zu einem romantischen Landschaftspark umgraben. In den vergangenen Jahren wurden die Blumengärten aufwendig renoviert, sodass ihre ursprüngliche Gestaltung wiederhergestellt ist.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 122
 Hoge Veluwe – Jachthuis Sint Hubertus
Ein Glanzstück des Nationalparks De Hoge Veluwe ist das Jagdhaus St. Hubertus (1920), das von Hendrikus Petrus Berlage (1856-1934) im Norden des Parks entworfen wurde, der auch die Amsterdamer Börse und das Haager Gemeentemuseum gestaltete. Es ist dem englischen Landhausstil nachempfunden und zugleich mit großer geometrischer Präzision geplant. Mit seinem charakteristischen Turm, ein Merkmal vieler Berlage-Bauten, und dem V-förmigen Grundriss zählt das Jagdhaus zu den bedeutendsten Gebäuden des Landes. Der Turm wurde auf Wunsch der Besitzer errichtet, des Ehepaars Kröller-Müller, das eine weite Aussicht auf die Umgebung zu genießen wünschte. Sie nutzten das Jagdhaus als Landsitz, ehe sie dort ihre letzten Lebensjahre verbrachten. Sehr lohnenswert sind Führungen insbesondere in der Nebensaison, wenn diese auch in sonst nicht zugängliche Bereiche führen.

Führungen: April-Oktober tägl. 12-15 Uhr, Zusatztermine im Hochsommer; November-März Di-Fr 14-15 Uhr, Sa/So 12-15 Uhr (jeweils stündl.). Dauer 45 Minuten. Erwachsene 4 EUR, Kinder 2 EUR. Kartenverkauf: Besucherzentrum, Parkeingänge und in der Theekoepel neben dem Jagdhaus.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 125
 Hühner-Leasing
Ein findiges Ehepaar bietet regionalen Interessenten die Möglichkeit, freilaufende Hennen für eine minimale Jahresgebühr zu leasen. Der Kunde erwirbt auf diese Weise das Recht, sein Patenhuhn regelmäßig zu besuchen und sämtliche Eier zum Eigenverzehr entgegenzunehmen. Ein umfangreiches Vertragswerk deckt alle Eventualitäten ab. Sollte das Huhn beispielsweise den Wunsch nach Sex verspüren, verpflichtet sich das Ehepaar, unverzüglich einen potenten Hahn bereitzustellen. Die Initiative »Hen for Rent« stößt auf erheblichen Anklang.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 126
 Utrecht – Fahrradstadt
In naher Zukunft plant Utrecht seine Investitionen in sichere und schnellere Radrouten und neue Fahrradparkplätze zu intensivieren. Neben dem Hauptbahnhof entsteht das weltweit größte Fahrradparkhaus mit Platz für 12.500 Fahrräder. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 33.000 neue Plätze für Fietsen entstehen.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 130
 Utrecht – Neues Hotel
Eye Hotel: Neueröffnung 2015, Boutique-Hotel in zentraler Lage in geschichtsträchtigem Herrenhaus (16. Jh.), das einst als Augenklinik fungierte, geschmackvolle Zimmer für Geschäftsleute auf Dienstreise und Touristen auf Städtetour, Nespresso-Maschine im Zimmer. Parkplätze in Fußnähe (Jansdam 4; kostenpflichtig). WiFi (gratis). 36 Zimmer. EZ/DZ ab 105 EUR.

Wijde Begijnestraat 1-3, 3512 AW Utrecht, T 030/3036303, www.eyehotel.nl.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 132
 Utrecht – Neues Stayokay-Hostel
Stayokay Utrecht: Neueröffnung 2016, modernes Hostel im ehemaligen Bürogebäude einer Bank, eine der (ganz) wenigen preiswerten Adressen im Zentrum, modern-praktische Einrichtung mit Stil, darunter Betten mit eingebautem (!) USB-Anschluss, alle Zimmer mit eigenem Bad, die schönsten mit Blick auf den pittoresken Neude-Platz oder den Utrechter Dom, WiFi (kostenlos), EU-Umweltlabel für nachhaltige Erholung, ganzjährig geöffnet. 258 Betten in 60 Zimmern. DZ ab 69 EUR. Mehrbettzimmer ab 29 EUR (je nach Saison).

Neude 5, 3512 AD Utrecht, T 030/7501830, www.stayokay.com/utrecht-centrum.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 135
 Utrecht – Nijntje Museum
Das Dick Bruna-Haus wurde 2016 in ein interaktives Museum für Kinder umgestaltet. Seither bietet es der kleinen weißen Kaninchendame Nijntje, in Deutschland besser als Miffy bekannt, ein neues Zuhause. Das Museum zu Ehren der berühmten Zeichenfigur besteht aus zehn Miniatur-Welten, die einladen die Welt zu entdecken – ein Besuch beim Arzt, ein Besuch im Zoo (und manches mehr). Miffy hatte Mitte der 1950er Jahre das Licht der Welt erblickt, nachdem ein echtes Kaninchen unermüdlich durch den Garten des Utrechter Illustrators Dick Bruna (1927-2017) gehoppelt und zum regelmäßigen Bestandteil der Gute-Nacht-Geschichten für seinen Sohn geworden war.

Mittlerweile wurden Miffys Geschichten (32 Bücher) mit einer Gesamtauflage von mehr als 80 Millionen Exemplaren in 50 Sprachen übersetzt. Eine beachtliche Zahl für ein simples Kaninchen, weiß mit schwarzen Knopfaugen, und einem Kreuzchen statt Mund und Nase. Dick Bruna, mehrfach für seine einfühlsamen Illustrationen ausgezeichnet, starb im Alter von 89 Jahren in seiner Geburtsstadt Utrecht.

Agnietenstraat 2, 3512 XB Utrecht, T 030/2362399, www.nijntjemuseum.nl und www.nijntjeartparade.nl. Di-So 10-17 Uhr. Erwachsene 4 EUR, Kinder 9.50 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 137
 Utrecht / Bunnik – Waterliniemuseum
Das Museum im Fort bij Vechten, 2016 eröffnet, dokumentiert die Geschichte der längsten Verteidigungslinie der Niederlande, die sich seit dem 16. Jahrhundert quer durch die Provinzen Gelderland, Noord-Brabant, Utrecht, Noord-Holland und Zuid-Holland zog. Sie sollte die Region durch gezielte Überschwemmungen vor Angriffen schützen sollte – aus heutiger Sicht ungewöhnlich, aber damals konnte man (noch) nicht fliegen. Das Museum dokumentiert in interaktiver Weise den Bau und die Geschichte der Verteidigungswerkes. Ein 50 Meter langes Modell erklärt die Funktionsweise der Anlage. Mittels 3D-Brillen kann der Besucher virtuell über die historische Wasserlinie fliegen.

Marsdijk 2, 3981 HE Bunnik, T 030/6565285, www.waterliniemuseum.nl. Di-Fr 11-17 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr. Erwachsene 7.50 EUR, Kinder 5 EUR, MK 5 EUR.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 144
 Amersfoort – Wiedereröffnung Mondriaanhuis
Das Mondriaanhuis wurde Anfang März 2017 nach langer Renovierung wiedereröffnet. Das Geburtshaus des genialen niederländischen Malers zeigt nun unter anderem einen originalgetreuen Nachbau seines Pariser Ateliers, wo in den 1920er Jahren viele seiner berühmten Werke entstanden.

Kortegracht 11, 3811 KG Amersfoort, T 033/4600170, www.mondriaanhuis.nl. Di-So 11-17 Uhr. Erwachsene 10 EUR, Kinder 8 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 155
 Woerden – Kaaspakhuis
Die Käsestadt 10 km nördlich von Oudewater bietet die Gelegenheit das Kaaspakhuis zu besuchen, eine der modernsten Käsefabriken des Landes. Auf dem Gelände lagern 70 Tonnen Käse. Die Führungen beinhalten einen Abstecher in den Reifekeller, was sonst nirgends in den Niederlanden angeboten wird! Der Besucher darf sich zudem in eine Virtual Reality Umgebung begeben, um die Produktionsprozesse noch besser zu verstehen. In der Saison findet derweil ein traditioneller Käsemarkt im alten Stadtzentrum statt (Kerkplein, Mai–Jul Sa 11–13 Uhr).

Emmakade 6a, 3441 AJ Woerden, T 0348/745492, www.boerenmarktstad.nl/kaaspakhuis. Mo–Sa 10–17 Uhr (freitags mit Käseherstellung). Erwachsene 5 EUR. Kinder 2.50 EUR (inkl. Führung).
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 160
 Den Haag – Hammam geschlossen
Das türkische Badehaus Hammam ist geschlossen, nachdem der Mietvertrag ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde. Aktuell läuft die Suche nach einer neuen Bleibe.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 162
 Den Haag – Maison De Bonneterie geschlossen
Das Maison De Bonneterie ist geschlossen. Die 100-jährige Erfolgsgeschichte hat (leider) ein Ende gefunden.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 165
 Den Haag – Strandhuisjes an der Nordseeküste
Am ruhigen Strand von Kijkduin wurde 2016 ein Ensemble moderner Strandhäuser errichtet, deren Architektur an das historische Belgisch Park Villenviertel im nahen Den Haag erinnert. Die 20 hellen Häuser stehen in großem Abstand zueinander, um der Dünenlandschaft nicht zu schaden und ein Mindestmaß an Individualität zu gewähren. Das Konzept soll Naturschutz und Tourismus miteinander verbinden. Die Perlen der Haager Küste, mit denen Den Haag sein Profil als Stadt am Meer schärfen möchte, verfügen über Platz für 4-5 Personen und verlocken mit einer schicken Terrasse mit Blick auf Strand und Meer. Kostenlose Parkplätze sind hinter den Dünen vorhanden. Die Häuser sind zu Fuß in gut fünf Minuten zu erreichen. WiFi vorhanden.

Machiel Vrijenhoeklaan 175, 2555 NW Den Haag, www.haagsestrandhuisjes.nl. Preis pro Woche ab 420 EUR. Wochenende ab 310 EUR. Wochenmitte ab 290 EUR.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 178
 Scheveningen – Grand Hotel Amrâth Kurhaus
Wiedereröffnung der Ikone an der Nordsee mit schönem Wellnessbereich nach aufwendiger Sanierung, Grand Hotel (ehemals Steigenberger) mit langer Tradition am Scheveninger Strand. 1818 ließen sich erste Gäste im Glauben an die Heilkraft des Meeres mit Pferdewagen durchs Wasser ziehen um Fettleibigkeit oder Rheuma zu kurieren, alternativ badeten sie in einem von vier Meerwasserbecken, ehe man sich im Badehaus gegen Gebühr abtrocknen ließ. 1885 eröffnete das Kurhaus als Nachfolger des Badehauses; das Goldene Buch enthält Namen wie Marlene Dietrich, Helmut Kohl oder Winston Churchill, selbst Kaiserin Sissy war unter den illustren Gästen; die Rolling Stones hatten bei ihrem Konzert 1964 leider keine Chance sich zu verewigen, da ihr Auftritt wegen ausflippender Fans nach 10 Minuten abgebrochen werden musste. Mittlerweile finden im renovierten Kursaal wieder regelmäßige Live-Konzerte statt. Hotelparkplatz (Parkdienst, Valet Parking; 35 EUR pro Tag). WiFi (gratis). 253 Zimmer. Landseite ab 129 EUR, Meerseite ab 169 EUR.

Gevers Deynootplein 30, 2586 CK Scheveningen, T 070/4162630, www.amrathkurhaus.com.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 180
 Scheveningen – Seebrücke (Pier)
Die Seebrücke im Haager Strandbad Scheveningen ist der Öffentlichkeit nach langem Dornröschenschlaf in renovierter Form wieder zugänglich. Auf dem Oberdeck und Unterdeck des 381 Meter langen Piers haben Bars, Geschäfte und Restaurants einen Platz gefunden. Zudem lockt ein Aussichtsturm mit einem 40 Meter hohen Riesenrad über dem Meer – einzigartig in Europa. Ein Tipp für den betuchten Urlauber sind die Pier Suiten und Pier Cabins, einzigartige Luxus-Unterkünfte 50 Meter über dem Wasser.

www.pierscheveningen.com
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 181
 Wassenaar – Museum Voorlinden
Das Kunstmuseum auf dem Gelände eines alten Landguts im Nobelort Wassenaar zeigt seit 2016 moderne und zeitgenössische Kunst aus der Privatsammlung von Joop van Caldenborgh. Der Gründer eines Rotterdamer Chemiekonzerns, einer der reichsten Männer des Landes, erfüllte sich mit dem Museum einen Lebenstraum. Der luftige Pavillon aus dünensandfarbenen Natursteinen und großen Glaswänden fügt sich sanft in die Gartenlandschaft mit ihrem alten Baumbestand ein. In den strahlend hellen Räumen lenkt nichts von den Kunstwerken ab. Das Tageslicht fällt durch mehr als 100.000 auf dem Dach montierte Röhren schräg hinunter in die Säle. Nur an dunklen Tagen werden LED-Spots zugeschaltet.

Die Kollektion mit mehreren tausend Objekten gilt als wichtigste Privatsammlung der Niederlande. Ein Höhepunkt ist das illusionistische Werk Swimming Pool des Argentiniers Leandro Erlich (geb. 1973). Man schaut von oben auf die Besucher, die unter dem Pool entlang laufen – ein Spaß nicht nur für Kinder. Wechselnde Ausstellungen ergänzen das Programm.

Buurtweg 90, 2244 AG Wassenaar, T 070/5121660, www.voorlinden.nl. Tägl. 11-17 Uhr. Erwachsene 15 EUR, Kinder (bis 18 Jahre) 7.50 EUR, Kinder (bis 12 Jahre) frei.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 191
 Bootpendelservice Leiden-Katwijk
Ein besonderer Tipp ist der Bootservice, der Leidener mit Katwijk an der Nordseeküste verbindet. In offenen Booten führt der Pendeldienst über den Oude Rijn entlang des Limes, der einstigen nördlichen Grenze des Römischen Reichs. Wer morgens startet, verlebt einen entspannten Strandtag und kann abends zurück in der Stadt stilvoll dinieren. Abfahrt in Leiden am Apothekersdijk 5 (Havenkantoor Stichting De Leidse Rederij). Abfahrt in Katwijk am Prins Hendrikkanaal, Zwaaikom 3, gegenüber dem Pfannkuchenrestaurant De Beslagkom.

Abfahrt Leiden: Juni-September Di/Mi/So 9.30 Uhr, 13 Uhr und 16.30 Uhr. Abfahrt Katwijk: Juni-September Di/Mi/So 11.15 Uhr, 14.45 Uhr und 18.15 Uhr. Fahrtdauer: 75 Minuten. www.venetievanhetwesten.nl. Rückfahrkarte Erwachsene 12.50 EUR, Kinder 10 EUR. Einfache Fahrt Erwachsene 10 EUR, Kinder 7.50 EUR.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 199
 Leiden – Rijksmuseum Boerhaave wegen Umbauarbeiten geschlossen
Das Rijksmuseum Boerhaave bleibt wegen Umbauarbeiten bis voraussichtlich Mitte Dezember 2017 geschlossen. Die aktuellen Planungen sehen vor, die Sammlung am 16. Dezember feierlich wiederzueröffnen.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 200
 Katwijk – Neuer Deich mit Dünenlandschaft und Tiefgarage
Der Küstenstreifen um den Strandboulevard wurde in den vergangenen Jahren aufwendig durch einen Deich mit aufgesetzten Dünen ergänzt – ein in den Niederlanden einzigartiges Projekt. Als Besucher kann man nach einem Bummel über den Boulevard nun auf einem zwei Kilometer langen Weg durch die Dünen wandern. Der Deich löst auch das Problem mit der Parkplatzsuche, denn er birgt eine Tiefgarage mit 650 Plätzen. Sie wurde vergleichsweise dezent an die Umgebung angepasst und fällt erst auf den zweiten Blick auf. Die Parkkosten sind vergleichsweise günstig.

Parken: 1.70 EUR (Stunde), 10 EUR (Tag), 25 EUR (Woche). Sonntags gratis.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 203
 Noordwijk – Hunde-Wanderroute am Strand
In Noordwijk existiert eine Hunde-Wanderroute (6 km), die hinüber ins benachbarte Katwijk führt. Die Tiere dürfen frei durch die Dünen und entlang der Strände tollen. Das Informationsbüro hält eine Karte bereit, auf der alle für Hunde geöffneten Strandabschnitte mit einer Pfote markiert sind.

Information: www.noordwijk.info
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 206
 Lisse – Kasteel Keukenhof
Das Schloss geht zurück auf Adriaen Maertenszoon Block (1582–1661), einen ehemaligen VOC-Kommandanten, der sich 1641 ein vornehmes Wohnhaus hatte errichten lassen. Das neogotische Schloss mit seinen diversen (sehr verschiedenen) Türmen entstand während der Erweiterungsarbeiten im 19. Jahrhundert. Das Interieur ist authentisch erhalten. Die Parkanlagen sind zugänglich. Am Wochenende nach Sinterklaas öffnet das Anwesen seine Pforten für seinen traditionellen Weihnachtsmarkt (Termin: Dezember).

Keukenhof 1, 2161 AN Lisse, T 0252/465587, www.kasteelkeukenhof.nl. Schlossführungen: So 13.30 Uhr. Erwachsene 10 EUR, Kinder 5 EUR, MK 5 EUR. Schlosspark: April–September tägl. 8.30–19.30 Uhr; Oktober–März tägl. 8.30–17 Uhr. Eintritt frei.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
 Lisse – Keukenhof
Der Keukenhof startete 2017 mit einer neuen Eingangshalle aus Stein, Kupfer und Holz in seine 68. Saison. Das markante Dach mit seiner diagonalen Holzkonstruktion und enormer Spannweite macht das transparent gehaltene Gebäude zu einem Hingucker abseits der Blumenpracht. Man hat in der Regel ausreichend Zeit, den Blick schweifen zu lassen, sobald man sich am Ende einer der Warteschlangen eingereiht hat. Die Information, dass der ebenfalls neugestaltete Parkplatz mittlerweile für 4.500 Autos und 1.000 (!) Reisebusse ausgelegt wurde, mag einen Eindruck von den Menschenmassen vermitteln, die bei der Wahl ihres Ausflugsziels die gleiche Idee hatten.

Mittlerweile verteilen sich sieben Millionen Blumenzwiebeln auf den größten Selfie-Garten des Landes. Sieben Inspirationsgärten präsentieren Ideen für den Verbraucher, während im Skulpturengarten 150 Kunstwerke auf ihre Betrachter warten. Die Gräfin Jacoba van Beieren dürfte sich wundern, was in ihrem einstigen Kräutergarten mittlerweile vor sich geht. Ihr kleines Gärtchen ist zu einer der wichtigsten Attraktion der Niederlande geworden und gilt als schönster (und meistfotografierter) Frühlingspark der Welt.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 207
 Lesestoff: Tulpenfieber
Amsterdam 1636 – eine Stadt im Tulpenfieber. Bürger, Händler und Halunken spekulieren mit der neuen Blumenart, die aus dem fernen Osten stammt. Die Preise steigen ins Unvorstellbare, und die kostbaren Zwiebeln sind bald mehr wert als Diamanten. In dieser fiebrigen Atmosphäre verliebt sich ein talentierter Maler in eine verheiratete Frau. Eine tragische Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf ...

Ein sehr interessantes Buch über die damalige Zeit und zudem eine wunderbare Liebesgeschichte.

Deborah Moggach. Insel Taschenbuch 2016.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
 Lesestoff: Tulpenwahn
Sie verhexte Kaiser und Könige, trieb reiche Kaufleute in den Ruin und vereinte ehrbare Bürger, Händler und Halunken in gemeinsamer leidenschaftlicher Obsession: Das Objekt der Begierde war die Tulpe, eine gärtnerische Novität aus dem Orient, die vor allem in den Niederlanden großen Anklang fand. Hier entbrannte bald ein intensiver Tulpenhandel, und die Blume, deren Wert schlagartig ins Unermeßliche stieg, wurde zum Anlage- und Prestigeobjekt Nummer eins.

Nicht nur professionelle Händler, sondern Angehörige aller Stände und Berufe beteiligten sich an dieser profitversprechenden Spekulation und verschuldeten sich bis über die Ohren mitunter für eine einzige Tulpenzwiebel. Doch als dann plötzlich 1637 im ganzen Land die Preise in den Keller fielen, folgte ein wirtschaftliches Desaster von ungeahntem Ausmaß, das zum ersten Börsenkrach in der Geschichte führte ... Ein kleines Juwel nicht nur für Blumenfreunde und kulturgeschichtlich Interessierte, sondern auch ein Buch, das sich Spieler, Banker und Börsianer unters Kopfkissen legen sollten!

Mike Dash. List Taschenbuch 2001.
(Dirk Sievers, 21.03.2017)
Seite 211
 Bodegraven – Kaasmuseum
Das ländliche Areal nahe Bodegraven, 15 km nördlich von Gouda gelegen, ist eines der wichtigsten Zentren der niederländischen Käseherstellung. Schon im 18. Jahrhundert wurde auf den Höfen der Region frischer Bauernkäse (Boerenkaas) in anstrengender Handarbeit hergestellt und einmal wöchentlich in Bodegraven auf einem der größten Käsemärkte des Landes verkauft. Mittlerweile ist dieser Markt zwar Geschichte, doch ist die wirtschaftliche Bedeutung der Käseherstellung weiter vorhanden. Ein kleines Kaasmuseum erläutert die lange Tradition der Käseherstellung anhand authentischer Dokumente, Fotos und Werkzeuge.

Julianastraat 4, 2411 CV Bodegraven, T 0172/650909, www.kaasmuseum.org. Sa 10–16 Uhr. Erwachsene 3.50 EUR, Kinder 1.50 EUR.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
Seite 216
 Schoonhoven – Nederlands Zilvermuseum
Das Museum vermittelt einen Abriss über 400 Jahre niederländischer Gold- und Silberschmiedekunst und zeigt eine Sammlung kostbarer Uhrwerke – Armbanduhren, Standuhren, Turmuhren. Ein wahres Kleinod ist der authentisch hergerichtete Arbeitsplatz eines Silberschmieds aus dem vorigen Jahrhundert, an dem alte Gerätschaften zu bestaunen sind.

Kazerneplein 4, 2871 CZ Schoonhoven, T 0182/385612, www.zilvermuseum.com. Di–So 11–17 Uhr. Erwachsene 9 EUR, Kinder 4 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 224
 Rotterdam – Altersheim für drogenabhängige Senioren
In Rotterdam eröffnete vor einigen Jahren eine auch für die Niederlande ungewöhnliche Institution, ein Seniorenheim für alternde Junkies, die alleine nicht mehr zurechtkommen. Das zunächst zeitlich befristete Projekt ging auf eine Initiative der Rotterdamer Selbsthilfeorganisation Junkiebond zurück. Eines der Ziele lag darin herauszufinden, wie sich die Betreuung älterer Drogenabhängiger sinnvoll in die reguläre Seniorenbetreuung integrieren lässt.

Die Betreuung ist nicht mit einer Entziehungskur gleichzusetzen, die nach jahrzehntelanger Abhängigkeit wenig sinnvoll wäre. Folgerichtig wird Drogenkonsum im Heim toleriert. Alle Betroffenen können am Methadonprogramm teilnehmen, alternativ aber auch »für einen guten Preis« Heroin erwerben (die Verantwortlichen versichern, dass das Projekt auf rechtlich soliden Füßen steht). Die außergewöhnliche Wohngemeinschaft, Teil des Seniorenkomplexes Sophiahof, hat sich nach Anlaufschwierigkeiten ein festes Plätzchen im Rotterdamer Stadtbild gesichert.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 229
 Rotterdam – Ontdekhoek mit neuer Adresse
Der Rotterdamer Ontdekhoek, der Kinder (mit ihren Eltern) zum Experimentieren einlädt, hat eine neue Adresse: Schuttersweg 76, 3034 RN Rotterdam, www.ontdekhoek.nl.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 231
 Rotterdam – Bags & The City geschlossen
Das kultige Rotterdamer Taschengeschäft Bags & The City ist geschlossen. Die Erfolgsgeschichte hat (leider) ein Ende gefunden.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 237
 Rotterdam – Fenix Food Factory
Die Streetfood Factory in einer alten Fabrikhalle auf der anderen Maasseite in Katendrecht ist die direkte Alternative zur populären Markthalle. Ein Abstecher (mit leerem Magen) lohnt!

Di–Do 10–19 Uhr, Fr 10–20 Uhr, Sa 10–18 Uhr, So 12–18 Uhr. Veerlaan 19d, 3072 AN Rotterdam, www.fenixfoodfactory.nl.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 240
 Rotterdam – Luchtsingel
Die hölzerne Fußgängerbrücke mit ihren markant-gelblichen Planken ist ein architektonisches Kleinod, das sich vom Vorfeld des Hauptbahnhofs über exakt 390 Meter in den eher unwirtlichen Bereich nahe des stillgelegten Hofplein-Bahnhofs erstreckt. Das Projekt soll zu einer Belebung eines lange vergessenen Stadtviertels führen, das von der befahrenen mehrspurigen Schiekade zerschnitten wird, und mehr und mehr von Leerstand geprägt war. Ein Paradebeispiel dieser langjährigen Negativentwicklung ist der Schieblock-Komplex, ein mehrstöckiges Gebäude aus den 1970er Jahren, das dem Verfall preisgegeben war. Die Brücke (Luftsingel; Luftgracht), die als Passage den Schieblock quert, ist ein Versuch, dieses Areal mit neuem Leben zu füllen und wieder in die Stadt einzubinden. Das Konzept könnte aufgehen: die Büros und Geschäfte füllen sich langsam. Auf dem Komplex wurde ein Dachgarten (Dakakker) eingerichtet. In der Umgebung eröffneten neue Cafés und Restaurants. Die öffentlich finanzierte Brücke wächst derweil weiter. Jedermann kann für 25 Euro, 125 Euro oder 1.250 Euro ein Brett (oder mehr) erstehen, das den Weiterbau ermöglicht, wobei die Namen der Spender im Gegenzug auf eben diesen Brettern verewigt werden.

Kostenloser Zutritt über einen von (derzeit) neun Eingängen (z. B. Schiekade 189). Schieblock-Passage: Mo–Fr 9–19 Uhr, Sa/So 9–17 Uhr (verlängerte Zeiten im Sommer). www.luchtsingel.org.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 250
 Schiedam – Stedelijk Museum
Das Museum besitzt eine der wichtigsten Kollektionen moderner und zeitgenössischer Kunst in den Niederlanden. Es verfügt über 250 Werke der CoBrA-Künstlergruppe, der Künstler wie Karel Appel, Eugène Brands, Constant Corneille, Jan Nieuwenhuys, Anton Rooskens oder Theo Wolvecamp angehörten. Sie alle sind im Museum vertreten. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Karel Appel, die in einer semi-permanenten Ausstellung auf dem Appelzolder in lockerer Folge und Komposition zu sehen sind.

Hoogstraat 112, 3111 HL Schiedam, T 010/2463666, www.stedelijkmuseumschiedam.nl. Di–So 11–17 Uhr. Erwachsene 10 EUR, Kinder frei, MK.
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 258
 Amsterdam – Amsterdam Lookout
Die Dachterrasse (85 m) des Amsterdam Toren bietet einen der besten Ausblicke auf Amsterdam. Sie reichen von der Nordseite des IJ über das historische Zentrum und die angrenzende Polderlandschaft (an klaren Tagen) bis hinüber ans Meer. Auf dem 360-Grad Sky Deck verlockt die Over-the-Edge-Schaukel Wagemutige aller Altersstufen ins gefühlte Nichts zu schaukeln. Tickets sind online (ohne Warteschlange) verfügbar.

Overhoeksplein 5, 1031 KS Amsterdam, T 020/2420100, www.adamlookout.com. Tägl. 10–22 Uhr (Einlass bis 21 Uhr). Erwachsene 12.50 EUR, Kinder 6.50 EUR. Over the Edge 5 EUR.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 264
 Amsterdam – Noorderparkbad
Das Bad in Amsterdam-Noord mit seinem sanft geschwungenen Pavillon mit luftiger Architektur und schicker Holzstruktur zwischen Außen- und Innenbereich im Noorderpark wurde als schönstes öffentliches Schwimmbad der Welt ausgezeichnet!

Sneeuwbalweg 5, 1032 VS Amsterdam, T 020/4352120, www.amsterdam.nl/noorderparkbad.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
Seite 265
 Amsterdam – Cuyperspassage
Die Passage für Fußgänger und Radfahrer auf der Westseite des Hauptbahnhofs verbindet die Innenstadt mit dem IJ-Ufer. Mittlerweile nutzen täglich 15.000 Menschen den 100 Meter langen, 10 Meter breiten und 3 Meter hohen Tunnel. Er überrascht mit einem bemerkenswerten Fliesendekor aus Delfter Blau, das große Handelsschiffe und kleine Heringskutter in aufgewühlter See zeigt. Die Künstlerin Irma Boom entwarf das Werk auf Basis eines Gemäldes von Cornelis Boumeester (1652–1733).
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
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 Amsterdam – Fromagerie Abraham Kef
Abraham Kef, der Gründer dieses kleinen und urigen Paradieses für Käseliebhaber mit Tradition (seit 1953), hatte in den 1940ern seine Liebe zu französischem (!) Käse entdeckt und beschlossen, seiner Heimat die neue Esskultur näher zu bringen. Heute steht der Name für eine große Auswahl an französischem und niederländischem Käse. Hinzu kommen regionale Wurstspezialitäten.

Marnixstraat 192, 1016 TJ Amsterdam, T 020/4200097, www.abrahamkef.nl. Di 12–18 Uhr, Mi–Fr 10–18.30 Uhr, Sa 10–18 Uhr, So 12–18.30 Uhr.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 282
 Amsterdam – Papageien im Vondelpark
Die Papageien, die kreischend durch den Vondelpark und andere Parkanlagen fliegen, sind Halsbandsittiche. Im Einzugsgebiet Amsterdams leben schätzungsweise 10.000 dieser Vögel, die sich seit den 1970er Jahre zunehmend verbreiten. Sie stammen wahrscheinlich aus einer privaten Zucht, die in einer Fahrradfabrik auf dem Overtoom betrieben wurde. Nach Schließung des Betriebs wurden die Papageien freigelassen und ließen sich im Vondelpark nieder. Sie sind nicht sonderlich beliebt, weil sie heimische Vögel verdrängen und (insbesondere abends) viel Lärm machen, doch andererseits sind die knall-grünen Vögel ein Hingucker. Ausschau halten!
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 285
 Sint in Amsterdam
Die längste Nikolaus-Parade der Welt erlebte zuletzt einige Änderungen, nachdem zuvor über die politische Korrektheit seiner Begleiter, der Zwarte Pieten (Schwarze Peter), diskutiert worden war. Als die 600 Pieten 2017 in prachtvollen Wagen durch Amsterdam zogen und 5.000 kg Leckereien an 300.000 Kinder verteilten, hatten sie keine schwarzen, sondern bunte Gesichter! www.sintinamsterdam.nl.
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 292
 Amsterdam – Tijger & de Vis
Hering (Haring), Kabeljau (Kibbeling), Scholle (Lekkerbek) und viele andere Fischspezialitäten, Geschäft und Restaurant (Tagesgerichte, Dagschotels).

Di–Fr 12–20 Uhr, Sa 11–20 Uhr, So 12–20 Uhr. Lindengracht 158, 1015 KK Amsterdam, T 020/3311371, www.tijgerendevis.nl.
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 296
 Amsterdam – Restaurant Rose’s Cantina temporär geschlossen
Das Restaurant Rose’s Cantina mit seiner (guten) mexikanischen Küche ist derzeit leider (temporär) geschlossen. Die Wiedereröffnung ist zum Anfang des neuen Jahres geplant.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
Seite 303
 Amsterdam – Dansen bij Jansen geschlossen
Die alteingesessene Studentendiskothek in der Handboogstraat hat ihre Tore geschlossen. An gleicher Stelle aber lockt nun als Nachfolger die Diskothek Dolly. Sie bietet Musik unterschiedlicher Richtungen, Disco, House oder Pop.

Handboogstraat 11, 1012 XM Amsterdam, T 020/6201779, www.discodolly.nl.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
Seite 321
 Amsterdam – Moco Museum
Das Modern Contemporary Museum (Moco) bereichert seit 2016 die Amsterdamer Museenlandschaft. Die zwischen dem Rijksmuseum und Van Gogh Museum gelegene Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst befindet sich in der alten Alsberg-Stadtvilla am Museumplein. Die Initiative zu ihrer Gründung geht auf die Eigentümer der alteingesessenen Amsterdamer Lionel Gallery zurück – Kim und Lionel Logchies machen es nun möglich Sammlungen und Werke im Rahmen von Wechselausstellungen zu bewundern, die der Öffentlichkeit zuvor nur in begrenztem Maße zugänglich waren.

Honthorststraat 20, 1071 DE Amsterdam, T 020/3701997, www.mocomuseum.com. Tägl. 10-18 Uhr. Erwachsene 12.50 EUR, Kinder (bis 16 Jahre) 7.50 EUR.
(Dirk Sievers, 19.03.2017)
Seite 328
 Amsterdam – Nationaal Holocaust Museum
Die Leidensgeschichte der Juden der Amsterdamer Portugiesisch-Israelitischen Gemeinde steht im Mittelpunkt der Ausstellungen, die sich mit wechselnden Schwerpunkten darum bemühen, das endlose Grauen des nationalsozialistischen Völkermords nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Holocaust Museum bildet gemeinsam mit dem Jüdischen Museum und der nahen Synagoge das Joods Cultureel Kwartier.

Plantage Middenlaan 27, 1018 DB Amsterdam, T 020/5310380, www.jhm.nl. Tägl. 11–17 Uhr. Erwachsene 15 EUR, Kinder 7.50 EUR, MK (Tickets gültig für Joods Historisch Museum, JHM.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
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 Amsterdam – Artis Micropia
Neben dem Eingang zum städtischen Zoo (Dierentuin Artis) findet sich das einzige Mikroben-Museum der Niederlande, in dem sich die unsichtbare Welt der Bakterien und Mikroorganismen entdecken lässt. In hundertfacher Vergrößerung zeigt sich eine Schönheit, die man in dieser Form nicht erwartet hätte. Altersempfehlung: ab 8 Jahre.

Plantage Kerklaan 38-40, 1018 CZ Amsterdam, T 020/5233671, www.micropia.nl. So–Mi 9–18 Uhr, Do–Sa 9–20 Uhr. Erwachsene 14 EUR, Kinder 12 EUR, MK. Kombiticket (Micropia & Artis): Erwachsene 28.50 EUR, Kinder 24.50 EUR (Online-Rabatt: 1 EUR).
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
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 Hoorn – VOC-Schiff Halve Maen
Das Schiff, mit dem Henry Hudson (1565–1611) im Auftrag der Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) einst quer über den Atlantik an die amerikanische Ostküste segelte, wo 1609 die Stadt Nieuw Amsterdam gegründet wurde, das heutige New York, liegt bis 2020 im Hafen von Hoorn. Die rekonstruierte Halve Maen (Halbmond) kann (und sollte) in dieser Zeit als Teil des Westfries Museum besichtigt werden.

Schuitjeskade 22, 1621 DE Hoorn, T 0229/210205, www.halvemaenhoorn.nl. Mi–So 12–17 Uhr (Jul/Aug tägl. 12–17 Uhr). Erwachsene 8.50 EUR, Kinder 6 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 430
 Terschelling – Cranberries auf Terschelling
Die Moosbeere (oder Kraanbeere) stammt eigentlich aus den USA, wo sie insbesondere in Massachusetts und New Jersey weit verbreitet ist. Indianer nutzten sie zur Behandlung von Blasenentzündungen (Cranberries – good for Pissing), zur Desinfektion von Wunden und zum Färben von Federn und Stoffen. Im 17. Jahrhundert wurden Auswanderer aus Skandinavien auf die roten Beeren aufmerksam. Sie füllten die Beeren in Holzfässer und schickten sie auf dem Seeweg in ihre Heimatländer. Eines der Schiffe sank vor der Küste von Terschelling, sodass mehrere dieser Fässer am Strand angespült wurden. Die Insulaner freuten sich über den Fund, waren aber enttäuscht, dass die Fässer weder Wein noch Wodka enthielten. Sie entsorgten den merkwürdigen Inhalt in den Dünen und legten damit den Grundstein für die in Europe einzigartigen Cranberry-Kulturen. Sie sind auf Terschelling allgegenwärtig. Eine Empfehlung sind die Cranberry Taartjes, die in der Mühle in Formerum als selbstgemachte Leckereien angeboten werden, und die Cranberry Wijnen, die im Fachhandel, beispielsweise in West-Terschelling, verkauft werden.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
Seite 432
 West-Terschelling – West End Theater
Das Art-déco Filmtheater und Kino in West-Terschelling, das einzige Lichtspielhaus auf der Insel, zählt mit seinen 47 Sitzplätzen zu den schönsten des Landes. An einem Wochenende im November finden hier (und an anderen Plätzen der Insel) die Terschellinger Filmtage statt.

Raadhuisstraat 2, 8881 BM West-Terschelling, T 0562/443239, www.terschellingerfilmdagen.nl.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 442
 Ameland – Robbenboot
Die Bootstouren mit 100%iger Robbengarantie führen hinaus zur Robbenbank zwischen Ameland und Terschelling (im Sommer tägliche Fahrten).

Robbenboot, Smitteweg 1a, 9162 EC Ballum, T 06/21296437, www.robbenboot.nl. Termine auf Anfrage. Dauer: 120 Min. Erwachsene 13.50 EUR, Kinder 8.50 EUR.
(Dirk Sievers, 14.11.2017)
 Ballum – Nobels Nostalgisch Museum
Das Museum Tjeerd Nobel, das sich an der zentralen Dorfstraße hinter dem gleichnamigen Fahrradverleih versteckt, bemüht sich anhand eines (kleinen) Miniaturdorfs mit Apotheke, Fahrradwerkstatt und Tante-Emma-Laden um Einblicke in das Inselleben des frühen 20. Jahrhunderts. Hinzu kommt ein Sammelsurium alter Automobile, antiquierter Haushaltsartikel und historischer Spielzeuge.

Camminghastraat 20, 9162 EM Ballum, T 06/53757420, www.amelanderhistorie.nl. Mo–Sa 11–12.30 Uhr und 13.30–17 Uhr, So 13.30–16 Uhr (außerhalb der Saison eingeschränkte Öffnungszeiten). Erwachsene 5 EUR, Kinder 3.50 EUR.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
 Ameländer Likör Nobeltje – Made in Ballum
Alles begann im Winter 1902, als eine Gruppe durchgefrorener Männer das Ballumer Café von Barend Willem Nobel (1841–1934) betrat. Der Wirt bereitete ihnen zum Aufwärmen eine spezielle Mischung aus mehreren (alkoholischen) Getränken. Die Männer waren begeistert! Noch zwei Generationen später stellte die Familie ihren Sap van Nobel im Hinterzimmer selber her und verkaufte den »Saft« an ihre Gäste. Als 1982 ein Polizist die Vorzüge des Getränks in vollen Zügen genoss und am nächsten Morgen wegen Trunkenheit nicht zum Dienst erschien, wurde der nie genehmigte Verkauf kurzerhand untersagt. Die Nobels mussten sich verpflichten, das Getränk fortan offiziell abfüllen zu lassen und dem Kind einen Namen zu geben. Das Nobeltje, 70 % alkoholfrei, war geboren! Das Rezept ist seit vier Generationen ein Familiengeheimnis. Der Likör findet sich übrigens auch als fester Bestandteil im Ballumer Koffie (35 ml Nobeltje plus Kaffee plus Sahne).
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 511
 Roden – Havezate Mensinge
Ein Besuch im Havezate Mensinge (18. Jh.) in Roden, 20 km nordwestlich von Assen, vermittelt mit seiner Einrichtung, die in ausgezeichnetem Zustand erhalten ist, ein authentisches Bild vom Lebensstil seiner einstigen Bewohner. Porzellane aus chinesischer und japanischer Fertigung faszinieren als kostbare Insignien der besseren Gesellschaft. Das Museum Landskeuken im selben Landsitz erlaubt derweil inspirierende Blicke in alte Kochtraditionen und kulinarische Entwicklungen der Moderne.

Havezate Mensinge, Mensingheweg 1, 9301 KA Roden, T 050/5015030, www.mensinge.nl. Mi–So 13–16.30 Uhr. Erwachsene 6 EUR, Kinder 3 EUR.

Museum Landskeuken, Mensingheweg 1, 9301 KA Roden, T 050/5015030, www.mensinge.nl. Fr–So 13–16.30 Uhr. Erwachsene 2.50 EUR, Kinder 1 EUR.

Kombiticket (Museum & Landgut): 7.50 EUR.
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 520
 Emmen – Wildlands Adventure Zoo
Der Adventure Zoo, Nachfolger des früheren (sehr schönen) Emmener Tierparks, erstreckt sich auf die Bereiche Jungola, Nortica und Serenga. »Jungola« repräsentiert dabei den Dschungel (mit Affen, Elefanten und Schmetterlingen), »Nortica« die Arktis (mit Eisbären, Pinguinen und Seelöwen) und »Serenga« die Savanne (mit Erdmännchen, Giraffen und Wallabies). Das Areal (22 ha) wird auf Rundwegen erkundet. Ein Spielplatz für Kinder (Animazia) rundet das Angebot ab. In jeder Hinsicht – ein Abenteuer für Familien.

Raadhuisplein 99, 7811 AP Emmen, T 0591/850855, www.wildlands.nl. Mai/Jun Mo–Fr 10–17 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr, Jul/Aug tägl. 10–18 Uhr; Sep–Apr tägl. 10–17 Uhr. Erwachsene 30 EUR, Kinder 27.50 EUR (Online-Rabatt: 1 EUR).
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
 Emmen – Restaurant Dal Baffo geschlossen
Das Restaurant Dal Baffo mit seinen Spezialitäten aus Italien ist nach einem Brand geschlossen. Erfreulicherweise gab es keine Verletzten, allerdings entstand ein hoher Sachschaden. Ein Termin für die Wiedereröffnung ist nicht bekannt.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 557
 Goor – Goors Historisch Museum
Die Gemeinde zählte einst gemeinsam mit dem 15 km westlich gelegenen Hengelo zu den wichtigsten Zentren der Twenter Textilindustrie, die bis ins 20. Jahrhundert die bedeutendste Erwerbsquelle der lokalen Bevölkerung repräsentierte. Das Goors Historisch Museum würdigt die Initiative des Engländers Thomas Ainsworth (1795–1841), der 1833 mit der Gründung der ersten Weberei in Goor den Aufschwung eingeleitet hatte.

Stationslaan 3, 7471 AP Goor, T 0547/263519, www.historischgoor.nl. Di–Fr 13.30–16 Uhr (Di/Do auch 10–12 Uhr). Eintritt frei.
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 589
 Heerlen – Thermenmuseum
Im Kreuzungsbereich der wichtigen römischen Heeresstraßen von Boulogne-sur-Mer nach Köln und von Trier nach Xanten entstand im ersten Jahrhundert der Ort Coriovallum. Im Mittelpunkt der Ansiedlung, die alsbald zu einem florierenden Handelszentrum aufstieg, standen Badehäuser und Thermen, deren keineswegs spärliche Überreste eine der Attraktionen der heutigen Industriestadt Heerlen bilden. Im Thermenmuseum verdient das ausgeklügelte unterirdische Heizungssystem des erstaunlich gut erhaltenen Badehauses besondere Beachtung. Offenbar wussten schon die alten Römer einen warmen Fußboden zu schätzen!

Coriovallumstraat 9, 6411 CA Heerlen, T 045/5605100, www.thermenmuseum.nl. Di–Fr 10–17 Uhr, Sa/So 12–17 Uhr. Erwachsene 7.75 EUR, Kinder 6.75 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
Seite 613
 Overloon – Oorlogsmuseum
Der kleine Ort wenige Kilometer nördlich von Venray birgt ein Kriegs- und Widerstandsmuseum zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Das Museum präsentiert auf seinem Freilichtgelände militärisches Gerät als Mahnmal für eine friedlichere Welt. Im Informationszentrum befasst sich eine eigenständige Abteilung mit der Vernichtungsmaschinerie der deutschen Konzentrationslager.

Museumpark 1, 5825 AM Overloon, T 0478/641250, www.oorlogsmuseum.nl. Mo–Fr 10–17 Uhr, Sa/So 11–17 Uhr. Erwachsene 15 EUR, Kinder 9 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 626
 ›s-Hertogenbosch / Vught – Nationaal Monument Kamp Vught
Das größte Konzentrationslager westlich des Deutschen Reichs lag nur wenige Kilometer südlich von ›s-Hertogenbosch in der Gemeinde Vught. Als die ersten Gefangenen im Januar 1943 eintrafen, war das Lager mit seiner Gesamtfläche von 35 ha noch nicht fertiggestellt, sodass die erbärmlichen Bedingungen schon in den ersten Monaten Hunderte Opfer forderten.

Mehr als 30.000 Menschen sollten bis September 1944 interniert werden, darunter neben 12.000 Juden Sinti und Roma sowie Homosexuelle, Landstreicher und Widerstandskämpfer. Insgesamt verloren über 750 Menschen ihr Leben; einige wurden auf dem Hinrichtungsplatz vor dem Lager exekutiert, andere starben an Hunger, Krankheiten oder Misshandlungen.

Annähernd 12.000 Juden wurden zudem von Kamp Vught in die mörderischen Vernichtungslager im Osten transportiert, darunter im Rahmen zweier »Kindertransporte« im Juni 1943 insgesamt 1.269 jüdische Kinder. Sie kamen über Westerbork nach Sobibor, wo sie kurz nach ihrer Ankunft ermordet wurden.

Auf dem ehemaligen Lagergelände befindet sich heute eine Gedenkstätte, deren multimediale Ausstellung mit Briefen, Filmfragmenten, Fotografien und Tagebüchern der Opfer gedenkt. Eine rekonstruierte Häftlingsbaracke und mehrere Wachtürme sowie das Krematorium sind zu sehen. Ein Natursteinmodell vermittelt Eindrücke vom Aufbau und der Größe des Lagers. Auf dem ehemaligen Hinrichtungsplatz (etwa 20 Fußminuten entfernt) steht ein Mahnmal für die ermordeten Gefangenen.

Lunettenlaan 600, 5263 NT Vught, T 073/6566764, www.nmkampvught.nl. Di-Fr 10-17 Uhr, Sa/So 12–17 Uhr, April-September auch Mo 10–17 Uhr. Erwachsene 6 EUR, Kinder 3 EUR, MK.
(Dirk Sievers, 20.03.2017)
Seite 632
 Valkenswaard
Das Stayokay-Hostel in Valkenswaard besteht nicht mehr. Es verbleiben landesweit 22 Herbergen (www.stayokay.com).
(Dirk Sievers, 13.12.2017)
Seite 635
 Oirschot – Museum Kruysenhuis
Das Museum Kruysenhuis in Oirschot, auf halber Strecke zwischen Eindhoven und Tilburg, widmet seine Sammlung dem Expressionisten Jan Kruysen (1874-1938) und seinen Kinder Anton und Maria. Der Vater zählte in den 1930er Jahren zu den populärsten Malern in Brabant.

De Moriaan 9a, 5688 ER Oirschot, T 0499/570210, www.kruysenhuis.nl. Sa/So 13–17 Uhr. Erwachsene 3.50 EUR, Kinder 2.50 EUR.
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 697
 Domburg – SPA Domburg
Im Badhotel direkt am Strand lockt eine Sauna & Wellness Landschaft mit Algenbehandlungen, Austern-Fußbädern und Erlebnisduschen, deren Wände mit Muscheln verkleidet einen tosenden Nordseesturm imitieren. Der Pool bietet einen Panoramablick auf Dünen und Meer. Im SPA-Café werden regionale Bioprodukte serviert.

Domburgseweg 1a, 4357 BA Domburg, T 0118/588800, www.spadomburg.nl. Tägl. 10–22 Uhr. Tageskarte 25 EUR (Mo–Do) bzw. 29.50 EUR (Fr–So). Abendkarte (ab 17 Uhr) 17.50 EUR (Mo–Do) bzw. 25 EUR (Fr–So).
(Dirk Sievers, 08.10.2017)
Seite 708
 Breskens – Visserijmuseum Breskens
Das Museum beleuchtet die regionale Bedeutung des Fischfangs in allen erdenklichen Facetten. Ein angeschlossenes Meeresaquarium entführt den Besucher zudem in die Vielfalt der Unterwasserwelt. An Wochentagen lockt derweil die in der Mittagszeit einlaufende Fischerflotte zahlreiche Neugierige in den Hafen. Der Tagesablauf erlebt seinen Höhepunkt ...

Kaai 1-103, 4511 RC Breskens, T 0117/383656, www.museumbreskens.nl. April–Oktober Di–Sa 10–17 Uhr, So 14–17 Uhr (Juli/August auch Mo 10–17 Uhr). Erwachsene 5.50 EUR, Kinder 4.50 EUR.
(Dirk Sievers, 18.09.2017)
9. 2015 (73)
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