Reiseführer Languedoc-Roussillon

Ralf Nestmeyer

Unterwegs mit Ralf Nestmeyer

Portrait Ralf NestmeyerNoch immer gibt es sie, die ver­träum­ten klei­nen Dör­fer in den Cor­biè­res oder in den Ce­ven­nen, wo ein klapp­ri­ger R 4 um die Ecke biegt, wäh­rend man sich auf der Ter­ras­se eines Land­gast­hofs an einem bo­den­stän­di­gen Menü er­freut und das letz­te Stück­chen Käse mit einem Schluck Rosé ge­nießt. La Fran­ce pro­fon­de, die Seele des bäu­er­li­chen Frank­reichs, ist im Langue­doc-Rous­sil­lon noch ge­gen­wär­tig.
Die Land­schaft der spär­lich be­sie­del­ten Ce­ven­nen mit ihren Caus­ses und den Gor­ges du Tarn be­geis­ter­ten mich schon bei mei­ner ers­ten Reise auf An­hieb. An­de­re Re­gio­nen wie den Haut-Langue­doc und die Täler der Py­re­nä­en lern­te ich erst Jahre spä­ter ken­nen und lie­ben, eben­so die Ge­gen­sät­ze zwi­schen dem quir­li­gen Mont­pel­lier und der Kle­in­stadt­idyl­le von Som­miè­res.
Ich schät­ze die Spa­zier­gän­ge an den schier end­los lan­gen Sand­strän­den, doch zum Baden ziehe ich die Vis oder die Ar­dè­che vor – es gibt wohl keine an­de­re fran­zö­si­sche Re­gi­on, die mit so vie­len glas­kla­ren Flüs­sen auf­zu­war­ten weiß. Da träumt man dann schon mal unter den schat­ti­gen Ar­ka­den von Uzès, wie es wohl wäre, dau­er­haft in die­sem von Sonne und Kul­tur ver­wöhn­ten Land­strich zu leben … Bon voya­ge!