Reiseführer Fehmarn

Dieter Katz

Unterwegs mit Dieter Katz

Portrait Dieter KatzWas ist das Be­son­de­re an Feh­marn? Auf den ers­ten Blick scheint die Insel gar nicht so viel Groß­ar­ti­ges zu be­sit­zen, son­dern er­fri­schend »nor­mal« zu sein. Hat man sie aber ein­mal rich­tig er­lebt und ken­nen­ge­lernt, kommt man nicht mehr von ihr los – so zu­min­dest ist es mir er­gan­gen.
Der Feh­marn-Virus hatte mich schon als Kind be­fal­len. Da­mals er­leb­te ich zum ers­ten Mal die­ses ei­gent­lich un­be­schreib­li­che Ge­fühl, das einen über­kommt, wenn man über die Sund­brü­cke fährt und hin­un­ter auf die grüne In­sel­küs­te und das tief­blaue Meer mit den vie­len Se­gel­boo­ten blickt.
Als Er­wach­se­ner woll­te ich die Insel dann ir­gend­wann näher ken­nen­ler­nen und habe sie wie­der­holt von A bis Z er­kun­det. Dabei stell­te ich fest, dass Feh­marn mit sei­nen fla­chen, mal fein­san­di­gen, mal stei­ni­gen Strän­den, den Steil­küs­ten­ab­schnit­ten, den lan­gen Dei­chen und den ver­streut lie­gen­den Dör­fern ge­wis­ser­ma­ßen auf engs­tem Raum ein Ab­bild des ge­sam­ten Ost­see­küs­ten­ver­laufs lie­fert.
Nach wie vor fas­zi­niert mich das un­ver­wech­sel­ba­re Far­ben­spiel auf der im Kern land­wirt­schaft­lich ge­präg­ten Insel, und das nicht nur zur Raps­blü­te im Mai. Auch das satte Grün im Som­mer oder die be­ru­hi­gen­den Braun­tö­ne der rei­fen Fel­der im Spät­som­mer sind, ver­bun­den mit dem tie­fen Blau des Mee­res oder des Him­mels mit sei­nen strah­lend wei­ßen Wol­ken, immer wie­der ein groß­ar­ti­ger An­blick.