Reiseführer
Ostseeküste – Von Lübeck bis Kiel

Dieter Katz

Unterwegs mit Dieter Katz

Portrait Dieter KatzKann sich die Liebe zu einer Re­gi­on ver­er­ben? In mei­nem Fall – glau­be ich – schon.
Alles be­gann in den Wir­ren der Nach­kriegs­zeit, als mein Vater einen Freund ken­nen­lern­te, der von einem Grömit­zer Bau­ern­hof stamm­te. Von da an je­den­falls ver­brach­te er dort, spä­ter mit Fa­mi­lie, jeden Som­mer­ur­laub. Und wir Kin­der lern­ten schnell die Vor­zü­ge der Küste ken­nen, ge­nos­sen ein un­be­schwer­tes Strand­le­ben, schlos­sen Freund­schaf­ten, lern­ten Wind­sur­fen und Se­geln und die Ost­see­küs­te lie­ben. Längst haben meine Frau und ich auch schon wie­der er­wach­se­ne Kin­der, denen ein ähn­li­ches Schick­sal be­schie­den war: Sie ver­brach­ten jeden Som­mer ihres Le­bens an der Küste.
Lei­den­schaft macht neu­gie­rig, und immer wie­der gibt es etwas Neu­ar­ti­ges zu ent­de­cken, sei es im wun­der­schö­nen Hin­ter­land mit sei­nen präch­ti­gen Guts­hö­fen oder an einem der ver­steckt ge­le­ge­nen und damit etwas ru­hi­ge­ren Strän­de.
Und das nicht nur im Som­mer. Ich per­sön­lich schät­ze v. a. auch die Früh­som­mer­zeit an der Küste, wenn wo­chen­lang das in­ten­si­ve Gelb der Raps­fel­der er­strahlt und einen in­ten­si­ven Kon­trast zum tie­fen Blau des Him­mels mit sei­nen wei­ßen Wol­ken bie­tet. Und am Ende der Sai­son, wenn die Laub­wäl­der über den Steil­küs­ten ihr ma­le­ri­sches Kleid an­le­gen, gibt es kaum etwas Schö­ne­res als stun­den­lan­ge Spa­zier­gän­ge an den nun fast men­schen­lee­ren Strän­den.