Reiseführer Chalkidiki

Andreas Neumeier

Unterwegs mit Andreas Neumeier

Portrait Andreas NeumeierMeine ers­ten Ein­drü­cke von der Chal­ki­di­kí hatte ich 1974 als Kind auf einer Ur­laubs­fahrt, als in Grie­chen­land ge­ra­de sie­ben Jahre Mi­li­tär­dik­ta­tur zu Ende gin­gen. Eine aben­teu­er­li­che Reise unter Men­schen, denen man die jah­re­lan­ge Ein­schüch­te­rung durch die Junta eben­so von den Ge­sich­tern ab­le­sen konn­te wie den un­be­ding­ten Re­form­wil­len für ihr »neues« Grie­chen­land. Be­rüh­rungs­ängs­te mit uns Deut­schen gab es dabei nie, im Ge­gen­teil: Um uns auf einer Schot­ter­stra­ße eine Zu­fahrt mit dem Auto zum Meer zu schaf­fen, pack­te der halbe Ort mit an, um mit Schau­feln die Stra­ße zu be­gra­di­gen. Zu gern er­in­ne­re ich mich an den alten Pa­na­gió­tis in Tris­tí­ni­ka, der uns, wenn wir auf Er­kun­di­gungs­tour mit den Ruck­sä­cken vor­bei­ka­men, so viele Trau­ben von sei­nem Feld zu­steck­te, dass wir sie kaum tra­gen konn­ten. Oder Stáv­ros von der Ta­ver­ne in Toró­ni, der immer einen guten Be­sich­ti­gungs­tipp parat hatte. Die schrul­li­ge Ta­ver­ne hat noch immer die alten Holz­ti­sche von da­mals, Pa­na­gió­tis’ Sohn ver­kauft heute mit sei­nem Pick-up das Obst an die Ur­lau­ber auf den Cam­ping­plät­zen, und die Stra­ße zu un­se­rem Strand ist längst ge­teert. Die lie­bens­wer­te Ein­stel­lung der Be­völ­ke­rung ge­gen­über Be­su­chern fin­den Sie hier vie­ler­orts noch genau wie vor vie­len Jah­ren. Ich wün­sche Ihnen viele per­sön­li­che »Aben­teu­er« auf der Chal­ki­di­kí!