Reiseführer Thassos & Samothraki

Antje Schwab, Gunther Schwab

Unterwegs mit Antje Schwab und Gunther Schwab

Portrait Antje SchwabPortrait Gunther SchwabJedes Mal, wenn wir un­se­ren Auf­ent­halt auf Thás­sos und Sa­mothráki pla­nen, über­le­gen wir hin und her, an wel­chen Orten und wie lange wir dort je­weils blei­ben, denn es gibt viele, in denen wir uns wohl­füh­len. Doch eines steht immer von vor­ne­her­ein fest: Ein paar Tage im thas­si­ti­schen Berg­dorf Pa­na­gía müs­sen sein.
Wir lie­ben es, dort den All­tag mit­zu­er­le­ben. Einen We­cker brau­chen wir nicht, diese Auf­ga­be über­nimmt sonn­tags zu­ver­läs­sig die Kir­chen­glo­cke, wäh­rend uns werk­tags die Me­ga­fon­ru­fe der fah­ren­den Händ­ler aus dem Schlaf rei­ßen: »Gáv­ros, Sar­dél­la, Ga­rí­des«, so der Fisch­ver­käu­fer, des­sen Worte in ihrer Laut­stär­ke oft noch vom Ge­mü­se­bau­ern mit sei­nem durch­drin­gen­den »Kar­puuusi«- oder »Ka­lam­booo­ki«-Ruf über­trof­fen wer­den – Was­ser­me­lo­nen und Mais sind mal wie­der be­son­ders güns­tig.
Also raus aus den Fe­dern! Vor­bei an den Ti­schen der Ka­fenía, an denen die alten Män­ner schon dar­auf war­ten, ge­grüßt zu wer­den, führt der erste Gang zum Bä­cker, aus des­sen Ofen ge­ra­de herr­lich duf­ten­des Ge­bäck kommt. Nach dem Früh­stück folgt das nächs­te Ri­tu­al: ein Be­such im Kaf­fee­haus bei un­se­rem Freund Alék­ko, von dem wir das Neu­es­te aus dem Dorf er­fah­ren. Nach einem kräf­ti­gen Mokka sind wir dann be­reit für die Re­cher­che. Und na­tür­lich freu­en wir uns dar­auf, am Abend wie­der­zu­keh­ren nach Pa­na­gía, das uns ein Stück Hei­mat in der Nor­dä­gä­is ge­wor­den ist.