Reiseführer Dublin MM-City

Ralph Raymond Braun

Unterwegs mit Ralph Raymond Braun

Portrait Ralph Raymond BraunDu­blin und ich? Das ist zu­al­ler­erst: das Wet­ter und ich. Am liebs­ten fahre ich im Juni, da bleibt es lange hell und man hat gutes Fo­to­licht bis spät in den Abend. Zur Gr­und­aus­stat­tung jeder mei­ner Du­blin­rei­sen ge­hö­ren gute Schu­he, mit denen ich die im Buch be­schrie­be­nen Stadt­spa­zier­gän­ge und noch ein paar an­de­re schmerz­los ab­lau­fen kann. Be­quem müs­sen sie sein, die Schu­he, und re­gen­fest.
Nach dem Pflicht­pro­gramm der Tou­ren-Up­dates bleibt dann meis­tens noch etwas Zeit für die Kür. Für mich sind das Klip­pen­wan­de­run­gen mit Meer­blick, etwa um die Halb­in­sel Howth. Abends geht’s dann in den Pub, den Ort der un­ver­mu­te­ten Be­geg­nun­gen, der Ge­sprä­che und Witze, ge­prägt von der Schlag­fer­tig­keit und dem Charme der Gäste.
Mein ers­tes Ir­land­buch schrieb ich zu An­fang der Neun­zi­ger­jah­re. Da­mals waren die Du­bli­ner noch weiß, gut ka­tho­lisch und ziem­lich arm. Heute haben viele ihre Wur­zeln in Afri­ka, Asien oder Polen. Eine wohl­si­tu­ier­te Mit­tel­schicht ist ge­wach­sen und immer we­ni­ger Men­schen las­sen sich von der Kir­che in ihre Le­bens­ge­stal­tung rein­re­den. Und wie hat sich die Stadt seit un­se­rer ers­ten Be­geg­nung ver­än­dert! Kom­men Sie mit, ich zeig es Ihnen.