Reiseführer Kalabrien & Basilikata

Annette Krus-Bonazza

Unterwegs mit Annette Krus-Bonazza

Portrait Annette Krus-BonazzaNicht erst seit ich in rei­se­jour­na­lis­ti­scher Mis­si­on un­ter­wegs bin, fahre ich re­gel­mä­ßig nach Ka­la­bri­en, wo ich im Som­mer 1980 auf dem Weg nach Si­zi­li­en zum ers­ten Mal ge­stran­det war. Zu­sam­men mit einem Dut­zend ita­lie­ni­scher Ruck­sack­rei­sen­der über­nach­te­te ich da­mals bei Mee­res­rau­schen und lei­sen Gi­tar­ren­klän­gen unter dem Ster­nen­him­mel am Strand von Tro­pea. Weil mir das so gut ge­fal­len hatte, kam ich in den nächs­ten Jah­ren mehr­mals wie­der – schon in Be­glei­tung mei­nes (da­ma­li­gen) Ehe­manns, der – glück­li­che Fü­gung – ge­bür­ti­ger Ka­la­bre­se war.
Beim ge­mein­sa­men »Hei­mat­ur­laub« wohn­ten wir in Ross­ano, be­reis­ten von dort im Laufe der Zeit fast ganz Ka­la­bri­en und mach­ten immer wie­der Ab­ste­cher in die Ba­si­li­ka­ta. Das Fest­land­sen­de Ita­li­ens war zu jener Zeit noch ein wei­ßer Fleck auf der »Micha­el-Mül­ler-Rei­se­kar­te«, so­dass ich mich im Herbst 1999 als »schrei­ben­de Bot­schaf­te­rin« für meine (tem­po­rä­re) Wahl­hei­mat be­warb und schließ­lich auch den Zu­schlag bekam.
Seit­dem reise ich in Dop­pel­funk­ti­on: als Jour­na­lis­tin, um Sie von Auf­la­ge zu Auf­la­ge auf den neu­es­ten Stand zu brin­gen, und ganz pri­vat, um all die guten Freun­de zu be­su­chen, die auf mei­nen be­ruf­li­chen Rei­sen stets viel zu kurz kom­men. Meist mit dabei ist mein (jet­zi­ger) Ehe­mann, der – glück­li­che Fü­gung – meine Liebe zum süd­li­chen Mez­zo­gior­no teilt.
Das galt üb­ri­gens auch für mei­nen jüngst ver­stor­be­nen Freund Franz Kor­zus, der bei mei­ner al­ler­ers­ten Re­cher­cher­ei­se und man­chem pri­va­ten Ka­la­bri­en­ur­laub mit von der Par­tie war, wes­halb ihm diese Auf­la­ge mei­nes Rei­se­bu­ches ge­wid­met sei.