Reiseführer Costa Brava

Thomas Schröder

Unterwegs mit Thomas Schröder

Portrait Thomas Schröder»Puck, puck, puck«, macht der klei­ne Motor un­se­res »Inca S«-Schlauch­boots und geht dann aus. Wir sind vom Strand von Sant Pere Pe­sca­dor den Riu Flu­vià hin­auf­ge­fah­ren, jetzt las­sen wir uns hier im Fluss nur noch trei­ben und wer­fen die An­geln aus.
Ob das wirk­lich er­laubt ist, in­ter­es­siert an­schei­nend weder mei­nen Vater noch des­sen Kum­pel Hel­muth so recht, mich klei­nen Jun­gen oh­ne­hin nicht. Lei­der beißt rein gar nichts. Also geht es nach ei­ni­gen St­un­den, ohne Fang und von Mü­cken zer­sto­chen, dabei aber trotz­dem ganz zu­frie­den, wie­der zu­rück zum Cam­ping­platz. Fisch vom Grill fällt aus, des­halb gön­nen wir uns heute Abend den Luxus, essen zu gehen. Nach Roses, L’Es­ca­la oder gar L’Est­ar­tit? Egal, die Fe­ri­en sind noch lang, ir­gend­wann wer­den wir alle diese Orte ge­se­hen haben. Und eines Tages wol­len wir sogar, so hat es mein Vater mei­ner Mut­ter ver­spro­chen, über die Berge nach Ca­daqués fah­ren, wo die­ser ver­rück­te Maler lebt.
Es war ein herr­li­cher Ur­laub da­mals an der Costa Brava, vor nun über vier Jahr­zehn­ten. Mich hat diese Küste seit­dem nicht mehr los­ge­las­sen, und Ca­daqués, be­rühmt ge­wor­den durch Sal­va­dor Dalí, ist mein Lieb­lings­ort hier ge­wor­den. Unser Cam­ping­platz von da­mals, Cam­ping Aqua­ri­us, exis­tiert üb­ri­gens immer noch.
Ohne Li­zenz im Riu Flu­vià zu an­geln, das al­ler­dings ist heute ganz si­cher nicht mehr er­laubt.