Top Ten

Teil 12: Aus­tra­li­en – Der Osten

oder Ban­ker, die vor dem Bu­si­ness sur­fen gehen

Portrait Armin TimaZwei­fels­oh­ne, Aus­tra­li­en ist ein Sehn­suchts­ort auf der an­de­ren Seite der Erd­halb­ku­gel. Doch wo lohnt es sich, einen Ge­län­de­wa­gen für rich­tig viel Geld zu mie­ten? Was hat das auf dem Reiß­brett ent­wor­fe­ne Can­ber­ra, was Syd­ney nicht hat? In wel­chem Na­tio­nal­park schrei­tet der schil­lern­de Helm­ka­su­ar? Und wie steht es ei­gent­lich um die Abori­gi­nal Art? Unser Aus­tra­li­en-Ex­per­te Armin Tima ver­rät seine Top 10 zum Osten des aus­tra­li­schen Kon­ti­nents.


Aus­tra­li­en – Der Osten – Armin Timas Top Ten

Essen & Trin­ken: Mo­dern Oz und Bush-Tu­cker

Lange Zeit stand es ku­li­na­risch nicht son­der­lich gut um Aus­tra­li­en. Als höchs­ter Ge­nuss galt das »meat & three veg«, der Sonn­tags­bra­ten mit drei – meist tot­ge­koch­ten – Ge­mü­se­sor­ten … Ob­wohl die Ein­wan­de­rer aus aller Welt schon früh ihre Koch­tra­di­tio­nen mit nach Down Under brach­ten, konn­ten le­dig­lich Pizza und Pasta so etwas wie einen Sie­ges­zug an­tre­ten.
Erst ab Mitte der 90er-Jahre mach­te sich eine un­ver­brauch­te Ge­ne­ra­ti­on von Kö­chen auf, etwas Neues zu schaf­fen. Sie kom­bi­nier­te meist me­di­ter­ra­ne, ara­bi­sche und asia­ti­sche Ein­flüs­se zu einer neuen Stil­rich­tung, die manch­mal als »Mo­dern Oz« be­zeich­net wird – eine leich­te, von lokal er­zeug­ten, fri­schen Zu­ta­ten ge­präg­te Küche.
Mitt­ler­wei­le ist auch klas­si­sches »Bush-Tu­cker« – die ur­sprüng­li­che, seit jeher wild­wach­sen­de Nah­rung der Abori­gi­nes – sehr an­ge­sagt. Neben ver­schie­dens­ten Früch­ten und Samen lan­det auch Fleisch von Kän­gu­rus, Emus und Kro­ko­di­len auf den Tel­lern. Wer es noch aben­teu­er­li­cher haben will, kann bei spe­zi­el­len Ver­kös­ti­gun­gen sogar Maden oder Lar­ven ver­su­chen …
Bush Tu­cker Talk & Tour: www.king­fis­her­bay.com


Wan­dern: Zum höchs­ten und zweit­höchs­ten Berg des Kon­ti­nents

Auf dem höchsten, okay, zweithöchsten Berg des Kontinents (Foto: Armin Tima)
Auf dem höchs­ten, okay, zweit­höchs­ten Berg des Kon­ti­nents (Foto: Armin Tima)
Aus­tra­li­en ist nicht un­be­dingt für seine Berge be­kannt, bie­tet aber trotz­dem eine ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit für Wan­de­rer. Warum? Nir­gends auf der Welt lässt sich der höchs­te Berg eines Kon­ti­nents ein­fa­cher be­stei­gen.
Der Gip­fel des Mount Ko­sci­usz­ko er­hebt sich ge­ra­de ein­mal 2228 Meter über dem Mee­res­spie­gel und ist auch ohne Er­fah­rung re­la­tiv be­quem über gut an­ge­leg­te Wege und Stege er­reich­bar. Dafür braucht es weder teure Aus­rüs­tung noch über­durch­schnitt­li­che Kon­di­ti­on, die Tour ist lo­cker an einem Tag zu schaf­fen und auch für Fa­mi­li­en gut ge­eig­net.
Zu­ge­ge­ben, ein klein wenig re­la­ti­vie­ren muss man dann doch … Denn zum aus­tra­li­schen Kon­ti­nent wird heute nicht mehr nur die Haupt­land­mas­se ge­zählt, son­dern auch die Insel Neu­gui­nea. So müs­sen Al­pi­nis­ten, die es auf dem Weg zu den »Seven Sum­mits« – den höchs­ten Gip­feln der sie­ben Kon­ti­nen­te – ganz genau neh­men, an­statt des Ko­sci­usz­ko die tech­nisch äu­ßerst an­spruchs­vol­len 4884 Meter auf die Cars­tensz-Py­ra­mi­de be­wäl­ti­gen.


Un­ter­wegs: Of­froad-Fee­ling auf Fra­ser Is­land

Der Mietwagen ist teuer, doch eine Tour über Fraser Island lohnt sich (Foto: Armin Tima)
Der Miet­wa­gen ist teuer, doch eine Tour über Fra­ser Is­land lohnt sich (Foto: Armin Tima)
In Aus­tra­li­en gibt es zahl­rei­che – und teils auch durch­aus an­spruchs­vol­le – Of­froad-Stre­cken. Für den kom­plet­ten Ur­laub einen All­rad-Cam­per zu mie­ten ist aber teuer, au­ßer­dem ist das Platz­an­ge­bot in den um­ge­bau­ten Ge­län­de­wa­gen recht be­schränkt. Be­reist man haupt­säch­lich die Küs­ten­re­gio­nen, ist man mit einem re­gu­lä­ren Wohn­mo­bil also bes­ser be­dient.
Wer trotz­dem rei­nes Of­froad-Fee­ling spü­ren möch­te, der soll­te einen Aus­flug nach Fra­ser Is­land un­ter­neh­men, und für ei­ni­ge Tage die größ­te Sand­in­sel der Welt mit dem Ge­län­de­wa­gen er­kun­den. Dabei er­fährt man die Insel von ihrer schöns­ten Seite. Es gibt über­ra­schend grüne Wäl­der, zahl­rei­che Süß­was­ser­se­en, schnee­wei­ße Strän­de und eine ganz spe­zi­el­le Be­son­der­heit: Auf der Insel leben die letz­ten rein­ras­si­gen Din­gos Aus­tra­li­ens. Es ist nicht ganz un­pro­ble­ma­tisch, dass sich die Tiere an die zahl­rei­chen Men­schen ge­wöhnt haben, aber im­mer­hin kann man sie so – bei ge­bo­te­ner Vor­sicht – aus nächs­ter Nähe er­le­ben.
Ein fa­mi­li­en­taug­li­cher Ge­län­de­wa­gen kos­tet für drei Tage nicht ganz fa­mi­li­en­freund­li­che 1100 (!) Dol­lar. Dafür sind die In­sel­tracks auch für Of­froad-Neu­lin­ge gut zu be­wäl­ti­gen.
Ge­län­de­wa­gen mie­ten: www.fra­se­ris­lan­d4wd.com.au


Über­nach­ten: Mit dem Wohn­mo­bil über den Kon­ti­nent

Die sternklaren Nächte Australiens oder Schöner campen geht nirgends (Foto: Armin Tima)
Die stern­kla­ren Näch­te Aus­tra­li­ens oder Schö­ner cam­pen geht nir­gends (Foto: Armin Tima)
Aus­tra­li­en ist ein Land der Cam­per. Cam­ping­plät­ze gibt es von spar­ta­nisch bis lu­xu­ri­ös, auf den Stra­ßen kreu­zen ver­ros­te­te Mi­ni­vans, ex­trem ge­län­de­taug­li­che Ge­span­ne und re­gel­rech­te Pa­läs­te auf Rä­dern.
Man kann für viel Geld die bes­ten Stell­plät­ze in vor­ders­ter Strand­rei­he bu­chen oder für ein paar Dol­lar sein Zelt in ru­di­men­tä­ren Bush­cam­ping-Area­len ohne flie­ßend Was­ser auf­stel­len. Und na­tür­lich bie­ten die Wei­ten des Lan­des un­zäh­li­ge Mög­lich­kei­ten wild zu cam­pen. Egal ob Stu­dent oder Mil­lio­när – die Aus­tra­li­er lie­ben diese Art zu Rei­sen, denn im dünn be­sie­del­ten Land der rie­si­gen Dis­tan­zen be­deu­tet das Wohn­mo­bil ein­fach Frei­heit pur.
Trotz­dem ist es für Eu­ro­pä­er manch­mal etwas schwer zu ver­ste­hen, dass aus­tra­li­sche Se­nio­ren den si­chern Al­ters­wohn­sitz ver­kau­fen, in ein kom­for­ta­bles Wohn­mo­bil in­ves­tie­ren, um dann mit­un­ter jah­re­lang durch das Land zu tou­ren. Die Aus­tra­li­er haben ihnen sogar einen Namen ge­ge­ben und nen­nen sie lie­be­voll »grey no­mads« – die grau­en No­ma­den. Als Ur­lau­ber soll­te man es ihnen gleich tun, das Wohn­mo­bil ist zwei­fel­los die erste Wahl für eine Reise durch Down Under.


Heim­li­che Haupt­stadt: Syd­ney

Unbedingt sehenswert – Sydney vom Wasser aus (Foto: Armin Tima)
Un­be­dingt se­hens­wert – Syd­ney vom Was­ser aus (Foto: Armin Tima)
Syd­ney ist die äl­tes­te und be­völ­ke­rungs­reichs­te Stadt des Lan­des. Aus der ers­ten von Eu­ro­pä­ern ge­grün­de­ten Sied­lung in Aus­tra­li­en ist eine pul­sie­ren­de Me­tro­po­le ge­wor­den, die kaum Wün­sche offen lässt. Die Stadt ist Fi­nanz­zen­trum, Tou­ris­ten­ma­gnet und Tum­mel­platz der Rei­chen und Schö­nen.
Dabei punk­tet Syd­ney in ers­ter Linie mit einer enor­men Le­bens­qua­li­tät: ur­sprüng­li­che Na­tio­nal­parks im Nor­den und Süden, die Blue Moun­ta­ins im Wes­ten und eine ganze Reihe atem­be­rau­ben­der Strän­de di­rekt vor der Haus­tür. Hier geht der Ban­ker vor der Ar­beit noch schnell zum Sur­fen und wech­selt nach der mor­gend­li­chen Ses­si­on di­rekt vom Neo­pren- in den Bu­si­ness­an­zug.
Für Tou­ris­ten gibt es jede Menge zu sehen und zu er­le­ben. Meine Top 3 in Syd­ney sind: Der Har­bour Bridge Climb, der mit min­des­tens 250 Dol­lar pro Per­son nicht ge­ra­de bil­lig ist, aber ein un­ver­gess­li­ches Er­leb­nis bie­tet. Eine Tour durch die Rocks, das his­to­ri­sche Vier­tel Syd­neys, wo einem ge­schul­te Gui­des die aben­teu­er­li­chen Ge­schich­ten aus den An­fän­gen der Ko­lo­nie er­zäh­len. Der Manly to Spit Walk, der durch dich­tes Bu­sch­land am Ufer des Port Jack­son ent­lang­führt, vor­bei an his­to­ri­schen Fels­gra­vu­ren und Aus­sicht­punk­ten mit dem per­fek­ten Blick auf Stadt und Hafen.
Apro­pos Aus­sicht: Ab­so­lut zu emp­feh­len ist üb­ri­gens ein Per­spek­tiv­wech­sel. Wer sich auf eine der zahl­rei­chen Fäh­ren setzt, sieht die Stadt vom Was­ser aus – und wird be­geis­tert sein.
Har­bour Bridge Climb: www.bridge­climb.com, The Rocks Wal­king Tour: www.rocks­wal­king­tours.com.au


Of­fi­zi­el­le Haupt­stadt: Can­ber­ra

Die Haupt­stadt Can­ber­ra wird in der Rei­se­pla­nung oft nicht be­rück­sich­tigt – zu Un­recht!
Zu­ge­ge­ben, die City wurde ei­gens als Haupt­stadt ge­plant und auf dem Reiß­brett ent­wor­fen. Doch bei der Pla­nung haben die Ar­chi­tek­ten weit in die Zu­kunft ge­blickt. Auch heute noch wirkt hier nichts be­engt, und die Stadt liegt stra­te­gisch güns­tig zwi­schen Syd­ney und Mel­bourne.
Bei Tou­ris­ten punk­tet Can­ber­ra vor allem mit aus­ge­zeich­ne­ten Mu­se­en und einer po­li­ti­schen Wir­kungs­stät­te. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben sind des­halb die Na­tio­nal­ga­le­rie und das Na­tio­nal­mu­se­um. Ein ab­so­lu­tes Muss ist je­doch ein Be­such im New Par­lia­ment House: Das rie­si­ge Ge­bäu­de – bei Fer­tig­stel­lung 1988 eines der größ­ten auf der ge­sam­ten (!) Süd­halb­ku­gel – ist so raf­fi­niert in einen Hügel in­te­griert, dass es sich wun­der­bar in die Land­schaft ein­fügt.
Na­tio­nal Mu­se­um of Aus­tra­lia: www.nma.gov.au, Na­tio­nal Gal­le­ry of Aus­tra­lia: nga.gov.au, New Par­lia­ment House: www.aph.gov.au


Strän­de: Spots für Sur­fer und Tau­cher

Bells Beach, einer von vier legendären Stränden im Osten Australiens (Foto: Armin Tima)
Bells Beach, einer von vier le­gen­dä­ren Strän­den im Osten Aus­tra­li­ens (Foto: Armin Tima)
Aus­tra­li­en ver­fügt über satte 36.000 Ki­lo­me­ter Küs­ten­li­nie. Zählt man die zahl­rei­chen In­seln noch mit dazu, sind es sogar über 60.000 Ki­lo­me­ter. Da wun­dert es nicht, dass es schwer ist, so etwas wie den schöns­ten Strand, den sau­bers­ten Surf-Break oder den bes­ten Tauch-Spot zu nen­nen. Aber es gibt sie na­tür­lich: be­son­ders be­kann­te und be­lieb­te Ver­tre­ter die­ser drei Ka­te­go­ri­en.
Einer der be­kann­tes­ten Strän­de über­haupt ist si­cher­lich Syd­neys Bondi Beach – hier wur­den bei der Olym­pia­de im Jahr 2000 die Beach­vol­ley­ball-Wett­be­wer­be aus­ge­tra­gen. Am Hyams Beach an der Jer­vis Bay kann man sich laut Guin­ness Buch der Re­kor­de in den wei­ßes­ten Sand der Welt legen. Tau­cher und Schnorch­ler fin­den am mehr als 2000 Ki­lo­me­ter lan­gen Great-Bar­ri­er-Riff aus­ge­zeich­ne­te Be­din­gun­gen und eine ein­ma­li­ge Un­ter­was­ser­welt. Für den Wel­len­ritt am le­gen­dä­ren Bells Beach wie­der­um soll­te man auch ent­spre­chen­des Kön­nen mit­brin­gen – die Be­din­gun­gen sind hier sehr an­spruchs­voll.
Tau­chen am Great Bar­ri­er Reef: www.great­bar­rier­reef.org


Out­back: Weite Dis­tan­zen und stern­kla­re Näch­te

Man muss sie mögen, die karge, einsame und staubige Weite des Outback … (Foto: Armin Tima)
Man muss sie mögen, die karge, ein­sa­me und stau­bi­ge Weite des Out­back … (Foto: Armin Tima)
Man muss schon ein Fai­ble für ein­sa­me, karge Land­schaf­ten mit­brin­gen – nicht jeder Ur­lau­ber kann den tro­cke­nen und stau­bi­gen Wei­ten im Lan­des­in­ne­ren etwas ab­ge­win­nen. Die High­ways rei­chen schnur­ge­ra­de bis zum Ho­ri­zont und klei­ne, meist von Land­wirt­schaft ge­präg­te Sied­lun­gen rei­hen sich – oft weit über hun­dert Ki­lo­me­ter von­ein­an­der ent­fernt – ent­lang die­ser Ver­bin­dungs­stra­ßen.
Das Leben in die­sen Städt­chen und Dörf­chen ist durch die enor­men Dis­tan­zen ge­prägt: Kin­der wer­den in der »School of the Air« via In­ter­net un­ter­rich­tet (in vor­di­gi­ta­ler Zeit ver­stän­dig­te man sich per Funk­ge­rät), im Not­fall star­ten die Ärzte der »Fly­ing Doc­tors« ihre Pro­pel­ler­ma­schi­nen, und so man­cher Far­mer muss über eine St­un­de mit dem Auto fah­ren, um sei­nen nächs­ten Nach­barn zu be­su­chen …
Ein ech­tes High­light für Ur­lau­ber sind aber die Näch­te, die sich nir­gends in Aus­tra­li­en so ster­nen­klar zei­gen wie hier. By the way: Wo genau das Out­back be­ginnt, ist nicht wirk­lich de­fi­niert. Im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch wird damit in ers­ter Linie das rote Zen­trum des Lan­des be­zeich­net, die Ein­hei­mi­schen zie­hen die Gren­zen aber weit­aus flie­ßen­der.
Sleeping in a swag (= ro­bus­ter Schlaf­sack mit in­te­grier­ter Schlaf­mat­te) under the stars: www.ulu­ru­tours­aus­tra­lia.com.au


Na­tio­nal­parks: Der Dain­tree Na­tio­nal­park im nörd­li­chen Queens­land

Der Tarra-Bulga-Nationalpark – einer von Hunderten solcher Reservate auf dem australischen Kontinent (Foto: Armin Tima)
Der Tarra-Bulga-Na­tio­nal­park – einer von Hun­der­ten sol­cher Re­ser­va­te auf dem aus­tra­li­schen Kon­ti­nent (Foto: Armin Tima)
Es gibt hun­der­te Na­tio­nal­parks in ganz Aus­tra­li­en, die Ge­samt­flä­che ent­spricht mit rund 320.000 Qua­drat­ki­lo­me­tern etwa 90 Pro­zent (!) der Flä­che Deutsch­lands. Schon früh hat man er­kannt, dass es die fra­gi­le Natur Aus­tra­li­ens zu schüt­zen gilt. Des­halb ist der Royal Na­tio­nal Park süd­lich von Syd­ney nach dem Yel­lows­to­ne in den USA der zweit­äl­tes­te Na­tio­nal­park welt­weit.
Ei­ni­ge von Aus­tra­li­ens Na­tio­nal­parks prä­sen­tie­ren sich eher un­schein­bar, an­de­re be­ein­dru­cken mit einer au­ßer­ge­wöhn­li­chen Tier- und Pflan­zen­welt. Zu Letz­te­ren zählt si­cher­lich der Dain­tree Na­tio­nal­park im nörd­li­chen Queens­land, wo man durch einen der äl­tes­ten Re­gen­wäl­der un­se­res Plan­ten strei­fen kann. Einer der schil­lernds­ten Be­woh­ner – neben Kro­ko­di­len von be­acht­li­chem Aus­maß – ist si­cher­lich der Helm­ka­su­ar, ein Lauf­vo­gel, der im­mer­hin 70 Ki­lo­gramm schwer wer­den kann.
Dain­tree Wild­life Tours: www.da­in­tre­erain­fo­rest.com


Höh­len­ma­le­rei­en und Fels­gra­vu­ren: Abori­gi­nal Art

Jahr­tau­sen­de­al­te Spu­ren in Form von Höh­len­ma­le­rei­en und Fels­gra­vu­ren lie­fern um­fang­rei­che Er­kennt­nis­se über die Kunst der Abori­gi­nes, wobei es sich al­ler­dings mehr um spi­ri­tu­el­le Darstel­lun­gen han­del­te als um Kunst im eu­ro­päi­schen Sinn. Mit An­kunft der eu­ro­päi­schen Sied­ler gab es eine schnel­le Wei­ter­ent­wick­lung; die ty­pi­sche Punkt­ma­le­rei ent­stand aber erst in den 1970er-Jah­ren.
Die Kunst der Abori­gi­nes kommt mitt­ler­wei­le in den Ge­nuss hoher Auf­merk­sam­keit, Werke be­kann­ter Maler wer­den für Mil­lio­nen­be­trä­ge ge­han­delt. So viel muss man für ein au­then­ti­sches Sou­ve­nir zwar nicht in­ves­tie­ren, meh­re­re hun­dert Dol­lar sind aber schnell aus­ge­ge­ben.
Man soll­te beim Kauf un­be­dingt auf ent­spre­chen­de Zer­ti­fi­ka­te ach­ten. So wird si­cher­ge­stellt, dass nicht nur die Händ­ler, son­dern auch die Künst­ler für ihre Werke fair ent­lohnt wer­den.
Doon­gal Art in Cairns: www.doon­gal.com.au