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Everything happens for a Riesling
Eine Buchvorstellung in der Reisebuchhandlung Schropp in Berlin

Lektorinnen lieben Bücher! Neulich in Berlin hatte unsere Lektorin Ute Fuchs Gelegenheit, einige Menschen zu treffen, die dem Medium Buch genauso zugetan sind wie sie. Anlass war die Vorstellung des neu im Michael Müller Verlag erschienenen Reiseführers »Mosel«. Dessen umtriebige Autorin Peggy Leiverkus hatte die Veranstaltung organisiert und in der Reisebuchhandlung Schropp den passenden Rahmen dafür gefunden – inklusive eines ebenso treffenden wie witzigen Mottos. 

Zwei lächelnde Frauen vor einer Buchhandlung mit rotem Banner „BILDUNG SCHROPP SEIT 1742“.
Autorin Peggy Leiverkus und Lektorin Ute Fuchs. – Foto: Peggy Leiverkus

Als Lektorin liebe ich Bücher. Und es freut mich immer wieder, festzustellen, dass andere Menschen Bücher ebenfalls lieben. Die Gelegenheit, Menschen zu treffen, die genauso gerne (Reiseführer) lesen wie ich, hatte ich kürzlich in der Reisebuchhandlung Schropp in Berlin: Unsere Autorin Peggy Leiverkus hatte für den 16. Juni 2026 eine Buchvorstellung ihres neu bei uns erschienenen Mosel-Reiseführers organisiert – und ich durfte mitwirken. An vorderster Front sozusagen. Als Lektorin arbeitet man schließlich meist hinter den Kulissen und steht eher selten vor Publikum. Zum Glück war meine Aufgabe relativ einfach und genau richtig für mich: Ich durfte lesen – genauer gesagt vorlesen!

Frau mit Brille hockt neben einem Dackel vor einem Plakat mit der Aufschrift „Everything happens for a Riesling“.
Everything happens for a Riesling: Buchvorstellung mit Autorin Peggy und Dackel Lotti. – Foto: Peggy Leiverkus

Unter dem Motto »Everything happens for a Riesling« fanden sich rund 20 Gäste in den gemütlichen Räumen der auf Reiseliteratur spezialisierten Buchhandlung ein. Das Ambiente hätte passender kaum sein können: Zwischen Globen, Landkarten in allen Formaten und natürlich unzähligen Reiseführern entstand sofort die richtige Atmosphäre für einen Abend rund ums Reisen und Schreiben.

Mehrere gestapelte Reiseführer „Mosel vom Dreiländereck bis Koblenz“ und „Ganz Berlin“ auf einem Tisch vor Bücherregalen.
Der neue Reiseführer »Mosel« wird präsentiert. – Foto: Ute Fuchs

Wie aus Erlebnissen ein Reiseführer wird

Da ich für das Lektorat des Mosel-Reiseführers verantwortlich war, bin ich mit dem Buch bestens vertraut. Monatelang habe ich mich intensiv mit Texten, Fakten und Formulierungen beschäftigt. Was man als Lektorin jedoch nur am Rande mitbekommt, ist die eigentliche Recherche: Wie erkundet eine Autorin ihr Reiseziel? Welche Wege legt sie zurück? Was unternimmt sie alles, bevor ihr Manuskript auf meinem Schreibtisch landet?

Zwei Frauen sitzen in einer Buchhandlung vor Regalen mit Reiseführern und einer Projektionsleinwand, daneben stehen Globusse und eine Spanienkarte.
Peggy Leiverkus berichtet von ihren Recherchereisen an die Mosel. – Foto: Ute Fuchs

Genau davon erzählte Peggy an diesem Abend: In den vergangenen zwei Jahren hat sie die Mosel mehrfach bereist, zahlreiche Orte besucht und unzählige Eindrücke gesammelt. Sie berichtete von besonderen Begegnungen, Lieblingsplätzen und unvergesslichen Momenten. Fotos machten ihre Geschichten lebendig und weckten sofort die Reiselust.

Mit Dackel Lotti auf Recherche-Tour

Sogar Audioaufnahmen hatte sie mitgebracht. Sie machten eindrucksvoll deutlich, dass die Recherche für einen Reiseführer mit Urlaub wenig zu tun hat. Im Gegenteil: Sie bedeutet richtig viel Arbeit. Etwa dann, wenn zwölf Wanderungen zusammengestellt und inklusive detaillierter Wegbeschreibungen und GPS-Tracks dokumentiert werden müssen. Und wenn nach dreizehn Kilometern der Weg noch mal richtig steil wird, während man gleichzeitig die Wegbeschreibung in die Diktiergerät-App spricht.

Kleiner Hund liegt in einem grauen, runden Kuschelbett vor weißen Regalen mit Globusmodellen.
Dackel Lotti macht lieber ein Nickerchen. – Foto: Peggy Leiverkus

Natürlich durfte auch Zwergdackel Lotti nicht fehlen, Peggys treue Begleiterin auf all ihren Recherchereisen. Nach anfänglicher Aufregung verschlief sie einen Großteil der rund anderthalbstündigen Veranstaltung. Wer im Mosel-Reiseführer blättert, begegnet ihr immer wieder. Kein Wunder: Lotti ist einfach wahnsinnig fotogen und längst ein kleiner Star auf Peggys Instagram-Kanal.

Von der Buchentstehung bis zum Kult-Wein von der Mosel

Zwischendurch las ich passende Passagen aus dem Reiseführer vor. Zum Abschluss gab ich noch ein paar Einblicke in die Arbeitsabläufe im Verlag. Denn mit der Abgabe eines Manuskripts ist ein Buch längst nicht fertig. Es folgen noch mehrere Monate intensiver Arbeit – vom Lektorat über Korrekturen bis hin zur Gestaltung –, bis es schließlich in die Druckerei geht.

Frau mit Weinglas vor Bücherregalen, auf dem Tisch mehrere Weinflaschen, Gläser und Mosel-Reiseführer.
Der Moselwein »Kröver Nacktarsch« mundete hervorragend. – Foto: Ute Fuchs

Danach blieb Zeit für Fragen aus dem Publikum – und selbstverständlich für ein Glas Wein! Mehrere Flaschen »Kröver Nacktarsch«, freundlicherweise vom Weinhaus Beth gesponsert, sorgten dafür, dass der Abend nach dem offiziellen Teil in geselliger Runde ausklang. Bei Wein und guten Gesprächen wurde einmal mehr deutlich: Bücher bringen Menschen zusammen.

Text: Ute Fuchs, Michael Müller Verlag

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