Reiseführer Föhr & Amrum

Dieter Katz

Unterwegs mit Dieter Katz

Portrait Dieter KatzWarum fahre ich so gerne nach Föhr oder Amrum?
Nun, schon beim Ab­le­gen der Fähre in Da­ge­büll über­kommt mich trotz des Mo­to­ren­ge­räuschs ein ei­gen­tüm­li­ches Ge­fühl der Ruhe, fällt die Hek­tik des All­tags von mir ab. Und wäh­rend sich die Fähre lang­sam durch das Wat­ten­meer pflügt, atme ich tief durch mit dem Wis­sen, dass für die kom­men­den Tage nichts mehr schnell geht, ja gehen soll. Was mich er­war­tet, ist reine Er­ho­lung – In­sel­fee­ling eben, und das ge­wis­ser­ma­ßen in der Hei­mat, ohne stres­si­ge An­rei­se mit dem Flie­ger.
Beide In­seln sind nichts für Par­ty­lö­wen und legen auch kei­nen Wert dar­auf, zum Ziel der Rei­chen und Schö­nen zu wer­den. Dafür sind sie hun­dert­pro­zen­tig au­then­tisch: Föhr und Amrum, aber auch die be­nach­bar­ten Hal­li­gen leben viel mehr von einer be­nei­dens­wer­ten Un­auf­ge­regt­heit. Bei lan­gen Spa­zier­gän­gen kann ich zum Rau­schen der Wel­len und des Win­des die Seele bau­meln las­sen. Und wenn mich der Ta­ten­drang packt, dann setze ich mich aufs Fahr­rad und ra­de­le ein paar Ki­lo­me­ter durch die schö­ne Land­schaft oder steue­re in ver­träum­ten Dör­fern ein net­tes Café an.
Am spä­ten Nach­mit­tag, wenn sich die letz­te Fähre durch ein Hup­si­gnal ver­ab­schie­det, dann bli­cke ich ihr noch ein­mal nach und weiß, dass min­des­tens bis mor­gen früh die Welt da drü­ben auf dem Fest­land un­end­lich weit ent­fernt ist.