Reiseführer
Ostseeküste – Mecklenburg-Vorpommern

Sven Talaron, Sabine Becht

Unterwegs mit Sven Talaron und Sabine Becht

Portrait Sven TalaronPortrait Sabine BechtWarum es uns immer wie­der an die Ost­see­küs­te Meck­len­burg-Vor­pom­merns zieht?
Wegen der Ost­see na­tür­lich! Wegen des ein­sa­men, wil­den Dar­ßer Weststran­des. Wegen der Ni­ko­lai­kir­che in Stral­sund, der viel­leicht schöns­ten Kir­che zwi­schen Trond­heim und Rom. Wegen der Kra­ni­che auf dem Zingst und wegen des Far­ben­spiels, wenn im Na­tio­nal­park Jas­mund die Son­nen­strah­len in den Bu­chen­wald über den wei­ßen Krei­de­fel­sen schwär­men. Wegen des freund­li­chen, »klei­nen« Tou­ris­mus, der be­wahrt, statt zu tram­peln. Wegen eines Strand­tags im Strand­korb, wegen der Fisch­sup­pe im Smut­je und wegen Hid­den­see und, und, und …
Neben all den pro­mi­nen­ten und we­ni­ger be­kann­ten At­trak­tio­nen sind es auch zahl­rei­che ein­zig­ar­ti­ge Cafés, die wir mal für mal an­steu­ern, wenn wir die Küste be­rei­sen. Cafés, in denen man den gan­zen Som­mer ver­brin­gen möch­te. Klei­ne Oasen in­mit­ten oh­ne­hin traum­haf­ter Land­schaf­ten, mit viel En­ga­ge­ment be­trie­ben, die Ein­rich­tun­gen stil­voll, fan­ta­sie­voll, kunst­voll, der Kaf­fee hand­ge­brüht, die Ku­chen aus Omas Re­zep­te­fun­dus, die Gär­ten ma­le­ri­sche Re­fu­gi­en.
Das Café Frie­da auf der Insel Poel ist ein sol­cher zau­ber­haf­ter Ort. Oder auch das Café Glück­lich in Wis­mar. Sel­ten ver­pas­sen wir, auf ein Päu­schen in der Buhne 12 vor­bei­zu­schau­en, wenn wir auf dem Fisch­land sind (oder im Café Ton­art in Born auf dem Darß). Ähn­li­ches gilt für das Café Kelm in Stral­sund. Wer sich in den Rum­mel am Kap Ar­ko­na wirft und sich dann keine Rast im He­le­ne-Wei­gel-Haus gönnt, ist sel­ber schuld. Und auf Use­dom gerät die Wahl zwi­schen dem Gnit­zer Seel­chen, den Cafés in Krum­min und dem Café Fan­gel im Süden sehr, sehr schwie­rig.
Denn so viel Kaf­fee­pau­se hat man ei­gent­lich nie, nicht ein­mal im Ur­laub.