Reiseführer Usedom

Sabine Becht, Sven Talaron

Unterwegs mit Sabine Becht und Sven Talaron

Portrait Sabine BechtPortrait Sven TalaronDamit ist es amt­lich: Die meis­ten Son­nen­stun­den ver­zeich­net das Ost­see­bad Zin­no­witz auf Use­dom. 1917,5 St­un­den Sonne pro Jahr ergab der Mit­tel­wert einer Lang­zeit­mes­sung des Deut­schen Wet­ter­diens­tes. Der Breis­gau hatte ge­nau­so das Nach­se­hen wie all die an­de­ren See­bä­der ent­lang der Nord- und Ost­see­küs­te. Da mag der Rest der Re­pu­blik – das Jah­res­mit­tel liegt üb­ri­gens bei düs­te­ren 1535 St­un­den mit di­rek­ter Son­nen­ein­strah­lung – ein wenig nei­disch auf die Son­nen­in­sel bli­cken und viel­leicht sogar den Spruch vom Teu­fel und dem größ­ten Hau­fen be­mü­hen: Da haben die Use­do­mer schon einen 40 Ki­lo­me­ter lan­gen, fein­san­di­gen, sanft ins Meer ab­fal­len­den, kurz­um: traum­haf­ten Ost­see­strand – und dann scheint auch noch stän­dig die Sonne drauf …
Gut, für das Jahr 2016 muss­te Zin­no­witz Platz eins an die Insel Rügen ab­ge­ben, und reg­nen kann es na­tür­lich auch schon mal. Sogar sint­flut­ar­tig, wie wir aus ei­ge­ner Er­fah­rung wis­sen. Ein­mal wurde un­se­re An­rei­se da­durch er­schwert, dass die som­mer­ver­wöhn­te Zin­no­wit­zer Ka­na­li­sa­ti­on von einem Wol­ken­bruch der­art über­for­dert war, dass sich die Neue Strand­stra­ße in ein ve­ri­ta­bles Bäch­lein ver­wan­del­te und ge­sperrt wer­den muss­te. Am nächs­ten Tag aber – Sie ahnen es – stand wie­der die strah­len­de Sonne un­ge­trübt am blau­en Him­mel über Zin­no­witz und dem herr­li­chen Strand von Use­dom.