Reiseführer Shanghai MM-City Michael Müller Verlag

Shanghai ― Reiseführer-Updates

Shanghai ― 07. März 2018

Ende eines Traditions-Hotels (Seite S. 75 und S. 230)

Seit 1858 befand sich das Nobelhotel am heutigen Standort im Süden des Stadtteils Hongkou. Gegründet von einer britischen Familie liegt das Gebäude malerisch an der nördlichen Seite der Garden Bridge nahe der historischen Flussufer-Promenade Bund. Unter Mao wurde das Astor House verstaatlicht und war zuletzt ein charmantes Mittelklasse-Haus.

Nach dem Umbau soll das Bauwerk den Plänen der Stadtregierung zufolge als Ausbildungseinrichtung für die Finanzwirtschaft dienen. Bereits zu Beginn der marktwirtschaflichen Öffnung Chinas waren die ersten Börsengeschäfte in Shanghai im Ballsaal des Astor House getätigt worden.

Der Umbau betrifft nun vor allem die Innenräume, die historische Fassade des Astor House soll nach einer Renovierung in altem Glanz erscheinen.
Shanghai ― 07. März 2018

80.000 Tonnen Kunst (Seite 90)

Das achstöckige Gebäude fasste einst 30 Silos und war damit angeblich der größte Schüttgut-Speicher Asiens. Kunstinteressierte können dort nun Werke zeitgenössischer Künstler sehen, die einen interessanten Kontrast zu dem kalten Industrie-Ambiente bilden. Den Umbau hat der chinesische Architekt Liu Yichun gestaltet, der das vielbeachtete Long Museum am West Bund (Mein Tipp S. 91) entworfen hat. Er soll sich beim Umbau des Silos am berühmten Berliner Berghain-Club orientiert haben, was beim Gang durch das Kunst-Silo glaubwürdig erscheint.

Auch die Umgebung des Museums ist industriell geprägt: Das mehr als 100 Jahre alte Minsheng-Pier mit seinen alten Lastkränen und Pollern ist ebenfalls ein Stück Shanghaier Geschichte.

Di-So 10.30 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr. 3 Minsheng Rd. nahe Binjiang Dadao. Am besten mit der Fähre zur benachbarten Fährstation Minsheng Rd. oder Metro 6 bis Minsheng Rd. und von dort 20 min zu Fuß.
Shanghai ― 19. Dezember 2017

Sightseeing vom Shanghai Tower (Seite 163)

Der Shanghai Tower ist das höchste Gebäude Chinas und nach dem Burj Khalifa (828 Meter) in Dubai das zweithöchste der Welt. Mit der kompletten Freigabe durch die Behörden konnte das Projekt im Stadtteil Pudong nun mit zweijähriger Verzögerung vollendet werden. Die Bauarbeiten hatten 2008 begonnen, insgesamt hat der Gigant aus Stahl und Beton rund 2,4 Milliarden US-Dollar gekostet.
Der Aufzug trägt Gäste in nur 55 Sekunden auf 561 Meter Höhe, von wo aus man an klaren Tagen angeblich bis zur Meeresmündung des Jangtse-Flusses blicken kann. Der Eintritt für dieses Vergnügen beträgt 180 Yuan (ca. 24 Euro), Kinder zahlen die Hälfte.