Reiseführer London MM-City

Ralf Nestmeyer

Unterwegs mit Ralf Nestmeyer

Portrait Ralf NestmeyerSchlech­te Schul­no­ten kön­nen durch­aus das wei­te­re Leben be­ein­flus­sen – dies kann ich aus ei­ge­ner Er­fah­rung be­stä­ti­gen. Denn ich ge­hör­te zu jenen Ju­gend­li­chen, die von ihren El­tern wegen man­geln­der Eng­lisch­kennt­nis­se zu einer Sprach­rei­se »ver­pflich­tet wur­den«. Vier Wo­chen Sü­deng­land waren der Lohn dafür, dass mir nicht nur die er­füll­ba­ren und nicht­er­füll­ba­ren Be­din­gun­gen von If-Sät­zen ein Mys­te­ri­um ge­blie­ben waren. Auch wenn ich rück­bli­ckend be­fürch­te, dass sich mir die Fein­hei­ten der eng­li­schen Gram­ma­tik in jenem Au­gust 1978 noch immer nicht er­schlos­sen hat­ten, so hat diese En­gland­rei­se, zu der auch ein drei­tä­gi­ger Lon­don-Auf­ent­halt ge­hör­te, meine Be­geis­te­rung für die eng­li­sche Le­bens­art ge­weckt. Eine Lei­den­schaft, die ihren Nie­der­schlag nicht nur in zahl­rei­chen Rei­sen nach Eng­land fand, son­dern die schließ­lich auch in einen Lon­don-Rei­se­füh­rer mün­de­te.
Seit­her habe ich das Ver­gnü­gen, auf der Suche nach neuen Trends sowie hip­pen Re­stau­rants und Shops re­gel­mä­ßig durch Lon­don zu strei­fen. Und jedes Mal bin ich über­rascht, in welch kur­zer Zeit sich die Them­se­me­tro­po­le neu er­fin­det, ohne dabei aber ihre ehr­wür­di­gen Tra­di­tio­nen zu ver­leug­nen. Als ich zu­letzt vom Prim­ro­se Hill fas­zi­niert auf die Lon­do­ner Sky­line blick­te, habe ich mich ge­fragt, was wohl aus mir ge­wor­den wäre, wenn ich im Eng­lisch­un­ter­richt bes­ser auf­ge­passt hätte …
Viel Spaß an der Them­se!