Reiseführer Latium mit Rom

Florian Fritz

Unterwegs mit Florian Fritz

Portrait Florian Fritz»Len­ti­cchie del Al­to­pi­ano di Ra­sci­no«? Selbst weit­ge­reis­ten Ita­li­en­ken­nern dürf­te dazu nicht viel ein­fal­len. Die Ho­ch­ebe­ne von Ra­sci­no liegt ab­seits der gro­ßen Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen nörd­lich des Valle del Salto bei Rieti.
Man fährt erst mal eine halbe St­un­de ab dem letz­ten Ort, bis man über­haupt da ist. Ir­gend­wann endet der Teer und es geht auf einem stau­bi­gen Feld­weg, einer »stra­da bi­an­ca«, wei­ter. Oben er­war­ten einen, je nach Jah­res­zeit, far­ben­präch­ti­ge Blu­men­tep­pi­che, der Duft von Heu­bal­len, blö­ken­de Schaf­her­den und ei­ni­ge Ang­ler samt Wohn­wa­gen am Lago di Ra­sci­no, die dort große Fi­sche fan­gen.
Auf einer klei­nen Flä­che im öst­li­chen Be­reich der Ho­ch­ebe­ne ge­dei­hen Lin­sen, die ein­gangs er­wähn­ten »len­ti­cchie«. Klein, fest, dun­kel­braun. Zu kau­fen gibt es sie in den Ort­schaf­ten rund um den Lago di Salto, wenn über­haupt. Ge­kocht, ein biss­chen Oli­ven­öl drauf­ge­träu­felt, etwas Salz. Bes­se­re Lin­sen haben wir nie ge­ges­sen.
Des­halb ste­hen sie stell­ver­tre­tend für das, was man im La­ti­um an Schät­zen für sich ent­de­cken kann. Wir wün­schen Ihnen viel Spaß dabei!