Reiseführer Wien MM-City

Annette Krus-Bonazza

Unterwegs mit Annette Krus-Bonazza

Portrait Annette Krus-BonazzaAuf jeder Re­cher­cher­ei­se gönne ich mir einen ar­beits­frei­en Tag, an dem ich die im­pe­ria­le Pracht von Hof­burg und Schloss Schön­brunn, die »Pa­laz­zi Proz­zi« am Ring, Ste­phans­dom, Gr­aben und Kohl­markt und die dort pul­sie­ren­den Tou­ris­ten­strö­me lie­ber meide.
Ich ver­brin­ge ihn bei einem ziel­lo­sen Bum­mel durch die Josef- oder die Leo­pold­stadt, das Frei­haus­vier­tel oder die Neu­bau­gas­se, wo ich in ori­gi­nel­len Ga­le­ri­en und Läden stö­be­re und in mei­nen Lieb­lings­kaf­fee­häu­sern ein­keh­re. Ich schlen­de­re in aller Ruhe und ohne No­tiz­block und Ka­me­ra über Nasch- und Brun­nen­markt oder halte mich stun­den­lang im Mu­se­ums­quar­tier auf, wo Alt und Neu eine be­son­ders ge­fäl­li­ge städ­te­bau­li­che Sym­bio­se ein­ge­hen. Dort schaue ich mir in Leo­pold Mu­se­um, Kunst­hal­le und MUMOK die ge­ra­de ak­tu­el­len Aus­stel­lun­gen zeit­ge­nös­si­scher Kunst an, ob­wohl oder viel­leicht sogar ge­ra­de weil sie für den Rei­se­füh­rer keine Re­le­vanz haben.
Wenn das Wet­ter schön ist, mache ich Spa­zier­gän­ge an der alten Donau, auf den Wie­ner Haus­ber­gen oder durch den Au­gar­ten, die ich mir durch einen Ma­ril­len­knö­del oder ein Ach­tel Wein in einer lau­schi­gen Gar­ten­wirt­schaft ver­sü­ße. Bei hoch-som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren er­fri­sche ich mich gern im Krap­fen­wald­bad und ge­nie­ße von dort oben die Aus­sicht auf Wien, das aber auch im tiefs­ten Win­ter mehr als eine Reise wert ist.