Reiseführer Rumänien

Diana Stănescu

Unterwegs mit Diana Stănescu

Portrait Diana StănescuWer nach Ru­mä­ni­en in den Ur­laub fährt, muss hart im Neh­men sein: Vam­pir­wit­ze, Knob­lauch­wit­ze, Au­to­kna­cker­wit­ze. Grau sei es da und si­cher auch ver­dammt ge­fähr­lich, davon sind viele über­zeugt. Wer mal dort war, staunt: Dar­über, wie si­cher man sich fühlt. Wie freund­lich man emp­fan­gen wird. Wie gut man über­nach­ten kann. Wie bunt, viel­fäl­tig, kul­tur­träch­tig und land­schaft­lich reiz­voll Ru­mä­ni­en ist. Römer, Un­garn, Deut­sche, Os­ma­nen, Ös­ter­rei­cher haben ihre Spu­ren hin­ter­las­sen: in den Bau­ten, der Spra­che, der Küche …
Ich selbst bin als »Pro­me­na­den­mi­schung« (Vater Ru­mä­ne, Mut­ter halb Deut­sche, halb Un­ga­rin) im Ceaușescu-Re­gime auf­ge­wach­sen, mit elf Jah­ren nach Deutsch­land ge­kom­men und Zei­tungs­re­dak­teu­rin ge­wor­den. Nach Jah­ren der Funk­stil­le zog’s mich 2006 aus Neu­gier in die alte Hei­mat. Und seit­dem immer wie­der, wo­chen- und mo­na­te­lang, per Auto, Bus und Nacht­zug, mal al­lein, mal mit deut­schen oder ru­mä­ni­schen Freun­den.
Ein Land im Wan­del, das sich häu­tet, ver­än­dert – was kann es Span­nen­de­res geben? So viele Fa­cet­ten, so viele Über­ra­schun­gen, so viele Kon­tras­te: Städ­te mit tren­di­ger Ju­gend­kul­tur, glit­zern­den Clubs, ge­schmack­vol­len Lo­ka­len und präch­ti­gen Pa­läs­ten, zwi­schen­drin so­zia­lis­ti­sche Plat­ten­bau­ten. Und drum herum stil­le, tra­di­tio­nel­le Dor­fidyl­len.
Alles hat sei­nen Reiz. Eben­so der Ge­dan­ke, etwas von die­sen Ein­drü­cken und Ein­bli­cken wei­ter­zu­ge­ben.