Reiseführer
Costa de la Luz – inkl. Sevilla

Thomas Schröder

Unterwegs mit Thomas Schröder

Portrait Thomas SchröderWas be­stel­le ich nur? Die Viel­falt an Mee­res­früch­ten und Fisch­spe­zia­li­tä­ten ist an der Costa de Luz ein­fach über­wäl­ti­gend. Cho­cos, Chip­iro­nes, Ca­la­ma­res, Sepia – al­lein für Tin­ten­fi­sche un­ter­schei­det man hier je nach Art und Größe eine ganze Reihe von Namen. Bei den Krus­ten­tie­ren das glei­che Bild: Ci­gal­las, Lan­go­sti­nos, rote oder weiße Gam­bas, Cama­ro­nes … Nicht zu reden von den schier zahl­lo­sen Fi­sch­ar­ten, die der At­lan­tik be­reit­hält. Und erst die vie­len ver­schie­de­nen For­men der Zu­be­rei­tung! Frit­tiert wie in Cádiz, ak­ku­rat auf den Punkt ge­kocht nach der Art von El Pu­er­to de Santa María, als Salz­kon­ser­ve wie in Bar­ba­te, a la plan­cha (vom hei­ßen Blech), en­ce­bol­la­do (»ein­ge­zwie­belt«), ahu­ma­do (ge­räu­chert), a la pa­ril­la (vom Grill), al horno (aus dem Ofen) oder gu­isa­do, also als Ein­topf: Die Liste ist fast end­los. Und wer hätte ge­dacht, dass man sogar frit­tier­te See-Ane­mo­nen (Or­ti­guil­las) ver­zeh­ren kann?
Schon als Kind hatte es mich im Ur­laub immer fas­zi­niert, dass an der Costa de la Luz die Ca­la­ma­res oder Gam­bas ein­fach aus der Pa­pier­tü­te ge­ges­sen wer­den, ganz wie Pom­mes fri­tes. Und auch heute noch hole ich mir in der Frei­du­ría Las Flo­res in Cádiz gerne mal eine Tüte Ma­ris­cos und setze mich damit an die Playa de la Ca­leta. Oder ver­su­che es zu­min­dest, denn bis ich am Strand an­ge­kom­men bin, ist die Tüte meist schon leer …