Reiseführer Nordspanien

Thomas Schröder

Unterwegs mit Thomas Schröder

Portrait Thomas Schröder»Bitte nicht noch mehr Regen!« – Doch lei­der sind die Aus­sich­ten auch für die nächs­ten Tage wei­ter­hin un­er­freu­lich. Die Bar in Bil­bao ist gut ge­füllt, alles starrt auf den Wet­ter­be­richt im Fern­se­her. Von der Mar­ki­se vor dem Lokal strömt das ab­lau­fen­de Was­ser auf den As­phalt, der immer mehr einem Ge­birgs­bach äh­nelt. Ein brauch­ba­res Paar Schu­he bleibt mir noch, die an­de­ren ruhen, in un­ter­schied­li­chen Näs­se­gra­den und säu­ber­lich mit Zei­tungs­pa­pier aus­ge­stopft, im hin­te­ren Fuß­raum mei­nes Autos, wo sie hof­fent­lich eines Tages trock­nen wer­den. Re­cher­chie­ren in Nord­spa­ni­en kann müh­sam sein …
Ein ge­naue­rer Blick auf das Sa­tel­li­ten­bild bringt dann die Ein­ge­bung. Die Re­gen­front reicht nur bis zum Kan­tab­ri­schen Ge­bir­ge. Jen­seits davon, ent­lang des Ja­kobs­wegs, herrscht eitel Son­nen­schein. Spon­tan wird die Re­cher­che­rou­te ge­än­dert: auf nach Bur­gos und León! Die Nord­küs­te kann bis zur Rück­fahrt war­ten. Eine Woche spä­ter liege ich nach ge­ta­ner Ar­beit abends am Strand von Baio­na. Jetzt im Juni steht hier in Ga­li­ci­en die Sonne auch um neun Uhr abends noch so hoch am Him­mel, dass man nach dem Baden kein Hand­tuch braucht. Die Schu­he sind alle längst wie­der tro­cken – und blei­ben es auch auf der ge­sam­ten Reise re­tour.
Ab­schlie­ßend mein Re­spekt und herz­li­cher Dank an die Kol­le­gin Ve­ro­ni­ca Fren­zel, die mit viel En­ga­ge­ment und Akri­bie die ak­tu­el­le Über­ar­bei­tung die­ses Rei­se­hand­buchs durch­ge­führt hat.