Rei­se­re­por­ta­ge

Die Weine des Fri­aul

In der Neu­er­schei­nung »Fri­aul-Ju­lisch Ve­ne­ti­en« (1. Auf­la­ge 2007) hat sich Autor Eber­hard Foh­rer na­tür­lich auch den be­rühm­ten Wein­ge­bie­ten im Nord­os­ten Ita­li­ens ge­wid­met. Er­fah­ren Sie hier ei­ni­ges über die fri­ula­ni­schen Weine: vom Anbau bis zur Ver­kos­tung – samt in­ter­es­san­ter Adres­sen zum Ein­kauf vor Ort!


Portrait Eberhard FohrerSeit den 1970er Jah­ren hat sich im Fri­aul ein wah­res »Wein­wun­der« er­eig­net. Die Namen der Win­zer, die dazu bei­ge­tra­gen haben, sind schon bei­na­he le­gen­där: Sil­vio Jer­mann, Livio Fel­lu­ga, Joško Grav­ner, Mario Schio­pet­to, Gi­ro­la­mo Do­ri­go u. a. Sie alle mach­ten aus dem rück­stän­di­gen Fri­aul eins der in­no­va­tivs­ten An­bau­ge­bie­te Ita­li­ens, in dem nun die kör­per­reichs­ten Weiß­wei­ne des Lan­des pro­du­ziert wer­den.
Tat­säch­lich sind die Be­din­gun­gen für den Wein­bau vor allem im öst­li­chen Fri­aul op­ti­mal, denn die dor­ti­gen Mo­rä­nen­hü­gel be­sit­zen wert­vol­le mi­ne­ral­rei­che Böden, es reg­net wenig und die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tu­ren sind hoch, da die nahe Adria aus­glei­chend wirkt. Schon die Römer hat­ten das er­kannt und kul­ti­vier­ten hier vor über 2000 Jah­ren Reben, wahr­schein­lich hat­ten aber schon lange vor­her die Kel­ten damit be­gon­nen. Heute sind ins­ge­samt acht DOC-Zonen in der klei­nen Re­gi­on aus­ge­wie­sen (siehe unten) – mit Ab­stand am wert­volls­ten ist je­doch die Erde in den Colli Ori­en­ta­li del Fri­uli süd­öst­lich von Udine und im Col­lio, dem Hü­gel­land an der slo­we­ni­schen Gren­ze. Sie wird hier »Ponca« ge­nannt. Es han­delt sich dabei um »Flysch«, eine Mi­schung aus Mer­gel- und Sand­stein­schich­ten, die im Eozän durch Mee­res­ab­la­ge­run­gen ent­stan­den sind (man fin­det auch Fos­si­li­en) und Kalk, Ka­li­um­kar­bo­nat und Phos­phor ent­hal­ten. Die cha­rak­ter­volls­ten und kom­ple­xes­ten Weine des Fri­aul ent­ste­hen hier aus den Rebs­or­ten (Tocai) Fri­ula­no, Ri­bol­la gi­al­la, Pi­co­lit, Re­fosco, Ver­duz­zo und Ra­man­do­lo, fast aus­schließ­lich sind sie weiß.


Erd­be­ben als Vor­aus­set­zung für die bes­ten Trop­fen Ita­li­ens

Im Keller des Castello della Spessa reift der Merlot
Im Kel­ler des Ca­stel­lo della Spes­sa reift der Mer­lot
Doch das war nicht immer so. Noch in den ers­ten Jahr­zehn­ten nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den in der armen und stark von Aus­wan­de­rung be­trof­fe­nen Re­gi­on fast aus­schließ­lich rote Mas­sen­wei­ne ohne be­son­de­re Cha­rak­te­ris­tik her­ge­stellt. Initi­al­zün­dung für die Ent­wick­lung zur Hoch­burg hoch­wer­ti­ger Weiß­wei­ne waren pa­ra­do­xer­wei­se die schlim­men Erd­be­ben von 1976 – da­mals flos­sen För­der­mit­tel in die schwer ge­trof­fe­ne Re­gi­on, neue In­fra­struk­tu­ren wur­den auf­ge­baut und so man­che in­no­va­ti­ve Idee konn­te jetzt um­ge­setzt wer­den. Viele Quer­ein­stei­ger be­ga­ben sich da­mals in die Wein­wirt­schaft (nur we­ni­ge der heu­ti­gen Pro­du­zen­ten ent­stam­men alten Win­zer­fa­mi­li­en), bau­ten hoch­mo­der­ne Pro­duk­ti­ons- und Kel­le­rei­tech­ni­ken auf (z. B. über­nah­men sie die Tech­nik der ge­kühl­ten Gä­rung aus Deutsch­land) und küm­mer­ten sich lie­be­voll und lei­den­schaft­lich um die zahl­rei­chen im­por­tier­ten, aber auch um die viel in­ter­es­san­te­ren au­to­chtho­nen (= hei­mi­schen) Rebs­or­ten. So man­cher Win­zer kam da­mals zur Er­kennt­nis, dass die Er­zeu­gung von Wei­nen aus in­ter­na­tio­na­len Rebs­or­ten wie Char­don­nay, Ca­ber­net und Mer­lot zu einem Wett­kampf mit der Kon­kur­renz auf dem Welt­markt führ­te, wäh­rend man bei der Er­zeu­gung aus au­to­chtho­nen Reben auf ein ein­ma­li­ges Pro­dukt bauen könne, das durch Rebs­or­te, Ge­schich­te und »Ter­ro­ir« (von franz. »terre« = Boden, Klein­kli­ma, re­gio­na­le Ei­gen­hei­ten etc.) ge­prägt ist. Mitt­ler­wei­le sind in den in­ter­na­tio­nal hoch an­ge­se­he­nen Gü­tern von Colli Ori­en­ta­li und Col­lio oft schon die Kin­der der Wein­pio­nie­re am Ruder und pro­du­zie­ren Trop­fen, die von Ken­nern zu den bes­ten Ita­li­ens ge­zählt wer­den und auch die ent­spre­chen­den Prei­se er­zie­len. Doch wenn das Salär für eine Fla­sche Wein in einer Trat­to­ria mitt­ler­wei­le den einer ge­sam­ten Abend­mahl­zeit über­steigt, ist auch Platz für klei­ne, un­be­kann­te Win­zer. Fast schon in­fla­tio­när ist mitt­ler­wei­le die Zahl der Wein­gü­ter, die jähr­lich neu ent­ste­hen, um von der Ent­wick­lung zu pro­fi­tie­ren. In den Wein­bau­ge­bie­ten wird nichts an­de­res mehr pro­du­ziert, ein Feld liegt am an­de­ren, denn jeder klei­ne Bauer stellt auf Wein­wirt­schaft um.


Die acht DOC-Zonen des Fri­aul oder Der Vor­teil der Hü­gel­wei­ne

Der berühmte »Vino della Pace« wird alljährlich an alle Staatsoberhäupter der Welt verschickt
Der be­rühm­te »Vino della Pace« wird all­jähr­lich an alle Staats­ober­häup­ter der Welt ver­schickt
Mit Ab­stand am häu­figs­ten wird heute die ein­hei­mi­sche Rebe (Tocai) Fri­ula­no an­ge­baut, ge­folgt von den in­ter­na­tio­na­len Ge­wäch­sen Sau­vi­gnon Blanc, Char­don­nay, Pinot Bi­an­co, Ries­ling Ita­li­co, Ries­ling Ren­ano, Tra­mi­ner und Mül­ler-Thur­gau, da­nach kom­men die au­to­chtho­nen Sor­ten Ver­duz­zo Tre­vi­gia­no, Ri­bol­la und Mal­va­sia. Bei den roten Rebs­or­ten do­mi­niert Mer­lot, ge­folgt von Ca­ber­net Sau­vi­gnon, Pinot Nero, Ri­bol­la Nera, Pi­gno­lo und Re­fosco. Die Qua­li­tät ist ins­ge­samt hoch, denn rund 45 % der Pro­duk­ti­on ent­fal­len auf DOC-Weine. Trotz­dem sind noch immer zu viele Pro­du­zen­ten zu stark nach glo­ba­len Moden aus­ge­rich­tet, an­statt die Stär­ken der ein­hei­mi­schen Sor­ten en­ga­giert zu för­dern.

Wegen der deut­lich un­ter­schied­li­chen Bo­den­struk­tur gibt es im Fri­aul sehr ei­gen­stän­di­ge An­bau­ge­bie­te, die ent­spre­chend auch deut­lich un­ter­schied­li­che Weine ge­ne­rie­ren. Ge­ne­rell gilt über­all die Faust­re­gel, dass die Weine der Hügel denen der Ebe­nen über­le­gen sind.

Fri­uli Grave: Das große DOC-Ge­biet Fri­uli Grave liegt im zen­tra­len und west­li­chen Teil von Fri­aul-Ju­lisch Ve­ne­ti­en zwi­schen dem Fluss Taglia­men­to und der Gren­ze zur Re­gi­on Ve­ne­to. Die »al­lu­via­len« Böden sind durch die Abla­ge­run­gen der Flüs­se Me­du­na, Cel­li­na und Taglia­men­to ent­stan­den, die im Lauf von Jahr­tau­sen­den rie­si­ge Ma­te­ri­al­men­gen an­ge­schwemmt haben. Sie sind vor­wie­gend kie­sig, z. T. al­ler­dings auch lehm­hal­tig, so dass hier aus den Reben Mer­lot, Pinot Gri­gio und Tocai fri­ula­no eher ein­fa­che Weine ent­ste­hen. Höher ist die Qua­li­tät in den Hü­gel­ge­bie­ten.

Fri­uli Annia, Fri­uli Aqui­leia und Fri­uli La­tis­ana: Diese drei DOC-Zonen lie­gen im süd­li­chen küs­ten­na­hen Fri­aul und um die La­gu­nen. Die Böden sind haupt­säch­lich sand- und lehm­hal­tig sowie reich an Mi­ne­ral­sal­zen, das Klima ist kon­stant mild. Die leich­ten Weine trinkt man meist jung, sie pas­sen gut zu Fisch­ge­rich­ten.

Colli Ori­en­ta­li di Fri­uli: Das Ge­biet der Colli Ori­en­ta­li er­streckt sich öst­lich von Udine ent­lang der grü­nen Hügel an der Gren­ze zu Slo­we­ni­en. Die ter­ras­sen­för­mig an­ge­leg­ten Böden sind ge­prägt durch den Wech­sel von Mer­gel und Sand­stein (Flysch), was für die Her­aus­bil­dung kost­ba­rer Weine be­son­ders för­der­lich ist. Und auch die kli­ma­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen sind her­vor­ra­gend: Die Ju­li­schen Voral­pen schüt­zen die Reben vor den kal­ten Nord­win­den, wäh­rend der Ein­fluss der nahen Adria die Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de ab­mil­dert.
In den Colli Ori­en­ta­li wer­den neben den in­ter­na­tio­na­len Sor­ten wie Ca­ber­net, Char­don­nay und Sau­vi­gnon die tra­di­tio­nel­len au­to­chtho­nen Rebs­or­ten Schiop­pet­ti­no, Pi­gno­lo und Re­fosco an­ge­baut, die nur in klei­nen Men­gen ge­kel­tert wer­den, es aber zu gro­ßer Re­pu­ta­ti­on ge­bracht haben. In die­sem DOC-Ge­biet gibt es drei be­son­ders wert­vol­le Un­ter­zo­nen, »Cru« ge­nannt: Ro­saz­zo, Ci­al­la und Ra­man­do­lo. Vor allem das Ge­biet um Ra­man­do­lo bei Nimis ist durch die Pro­duk­ti­on der Süß­wei­ne Ra­man­do­lo und Ver­duz­zo be­rühmt ge­wor­den.

Col­lio: So heißt das Hü­gel­land im Nor­den der Pro­vinz Go­ri­zia an der Gren­ze zu Slo­we­ni­en. Die Ju­li­schen Voral­pen schüt­zen es vor den kal­ten Win­den und durch die Nähe zum Mit­tel­meer ent­fal­tet sich ein be­son­ders mil­des und ge­mä­ßig­tes Klima. Da es viele nach Süden aus­ge­rich­te­te An­bau­flä­chen be­sitzt, ist es für den Wein­an­bau wie ge­schaf­fen. Der Boden be­steht auch hier aus Schich­ten von Mer­gel und Sand­stein. Grund­sätz­lich sind die Win­zer des Col­lio mehr nach Osten, also nach Slo­we­ni­en hin ori­en­tiert, denn an sei­ner West­gren­ze ver­lief jahr­hun­der­te­lang die Gren­ze zwi­schen dem ös­ter­rei­chi­schen und dem ve­ne­zia­ni­schen Herr­schafts­ge­biet. Kul­ti­viert wer­den hier be­son­ders fruch­ti­ge und kom­ple­xe Weiß­wei­ne, Joško Grav­ner ist der be­rühm­tes­te Pio­nier.

Fri­uli Ison­zo: Der Land­strich in der Pro­vinz von Go­ri­zia wird vom Fluss Ison­zo durch­zo­gen, im Nord­wes­ten ist er von den Hü­geln des Col­lio, im Osten vom Karst be­grenzt. Die cha­rak­te­ris­ti­schen Sand- und Schwemm­land­bö­den und das durch die Nähe zum Meer güns­ti­ge Mi­kro­kli­ma bil­den eine gute Grund­la­ge für den Wein­an­bau, be­son­ders für die wei­ßen Trau­ben. In letz­ter Zeit hat die Re­pu­ta­ti­on die­ses Ge­biets zu­ge­nom­men und man be­ginnt mit dem Col­lio zu kon­kur­rie­ren.

Carso: Der Tri­es­ti­ner Karst ist eine aus Kalk­fel­sen be­ste­hen­de Ho­ch­ebe­ne, die sich vor 30 Mil­lio­nen Jah­ren aus dem Meer em­por­hob. Sie ist tro­cken und schwie­rig zu be­bau­en, die star­ken Wind­bö­en der Bora fegen oft hin­durch. Der lo­ka­le Rot­wein Ter­ra­no zeich­net sich durch sei­nen aus­ge­präg­ten, stark tann­in­hal­ti­gen Cha­rak­ter und einen sehr her­ben, be­stim­men­den Ge­schmack aus, der meist nur er­fah­re­nen Trin­kern Ge­nuss be­rei­tet.


Die au­to­chtho­nen (= hei­mi­schen) fri­ula­ni­schen Weine

Mal­va­sia: Diese Trau­be kam im Mit­tel­al­ter aus Grie­chen­land ins Fri­aul (der Name stammt von der Ha­fen­stadt Mo­ne­va­sia am Pe­lo­pon­nes). Sie wird haupt­säch­lich in den Hü­geln an­ge­baut, hat sich dort den Böden aus­ge­zeich­net an­ge­passt und bringt in di­ver­sen Va­ri­an­ten gute Er­trä­ge sowie beste Qua­li­tät.

Pi­co­lit: Ein edler wei­ßer Süß­wein, der schon in rö­mi­scher Zeit be­kannt war, wegen sei­ner An­fäl­lig­keit (viele Blü­ten sind be­schä­digt und kön­nen nicht be­fruch­tet wer­den) aber nur nied­ri­ge Er­trä­ge bringt. Er wird spät und mit der Hand ge­le­sen und muss dann noch lange in Holz­fäs­sern gären, kann des­halb nur zu hohen Prei­sen ver­kauft wer­den – ein Wein für Spe­zia­lis­ten und Lieb­ha­ber.

Pi­gno­lo: Die rote Pi­gno­lo-Rebe wurde im Fri­aul schon seit Jahr­hun­der­ten an­ge­baut, war aber im 20. Jh. bei­na­he aus­ge­stor­ben. In der Abtei von Ro­saz­zo hat man sie vor ei­ni­gen Jahr­zehn­ten wie­der neu ent­deckt. Durch den Aus­bau in Bar­ri­que-Fäs­sern ge­winnt der Wein deut­lich an Qua­li­tät, sein Ge­schmack ist fruch­tig und leicht tann­in­hal­tig, er er­in­nert ein wenig an Him­bee­ren.

Ra­man­do­lo: Eine sehr alte Rebs­or­te, die be­reits in der An­ti­ke exis­tier­te und die heute in den Hü­geln von Nimis und Ra­man­do­lo an­ge­baut wird. Der süße, gold­gel­be Wein mit kräf­ti­gem Cha­rak­ter schmeckt voll und weit und ist der ein­zi­ge DOCG-Wein der Colli Ori­en­ta­li.

Re­fosco: Eben­falls eine an­ti­ke Rebs­or­te, sie ist im Fri­aul stark ver­brei­tet und gilt als eine der bes­ten fri­ula­ni­schen blau­en Trau­ben. Der Wein ist in­ten­siv rot, schmeckt nach Bee­ren und ist leicht bit­ter im Hin­ter­grund. Er passt her­vor­ra­gend zur re­gio­na­len Küche und zu Fleisch und Wild.

Ri­bol­la Gi­al­la: Einer der äl­tes­ten fri­ula­ni­schen Weiß­wei­ne und frü­her ge­ra­de­zu ein Sym­bol für die Weine des Fri­aul. Vor allem im Col­lio und in den Col­lio Ori­en­ta­li wird die Rebe an­ge­baut. Der Ge­schmack ist tro­cken und oft aus­ge­prägt zi­tro­nig.

Schiop­pet­ti­no: Sei­nen Ur­sprung hat die­ser ru­bin­ro­te Wein in Pre­pot­to in der Grenz­re­gi­on zu Slo­we­ni­en. Wie der Pi­gno­lo wäre er bei­na­he aus­ge­stor­ben. Er gilt als be­son­ders edler und in­ter­es­san­ter Wein.

Taz­zeleng­he: Ein rus­ti­ka­ler und her­ber Rot­wein mit hohem Tan­nin­ge­halt, die Trau­be hat einen stark »zun­gen­bei­ßen­den« Ge­schmack (ital.: »taz­za­lin­gua«). Er reift vor allem um Manz­ano, Bùt­trio und Ip­plis. Passt gut zu Wild und Schwei­ne­fleisch.

Ter­ra­no: Der Rot­wein vom tri­es­ti­ni­schen Karst ge­deiht in den Do­li­nen in roter Erde, daher sein Bei­na­me »Karst­blut«. Er ist herb, säu­er­lich und tann­in­hal­tig, kann jung kaum ge­trun­ken wer­den und passt her­vor­ra­gend zur def­ti­gen lo­ka­len Küche.

(Tocai) Fri­ula­no: Der (Tocai) Fri­ula­no ist die meist an­ge­bau­te Rebs­or­te im Fri­aul und wird hier seit jeher kul­ti­viert, davon sind die Wein­pro­du­zen­ten des Fri­aul fest über­zeugt. Mit dem To­ka­ji aus Un­garn hat er nichts zu tun – des­sen Name be­zeich­net eine geo­gra­fi­sche Re­gi­on und keine Rebs­or­te (der un­ga­ri­sche »To­ka­ji« wird vor­nehm­lich aus Fur­mint-Trau­ben ge­kel­tert). Nichts­des­to­trotz führ­ten die Un­garn wegen der Na­mens­gleich­heit einen hef­ti­gen Pro­zess, denn sie woll­ten den Namen ex­klu­siv für sich. Die­ser Kampf ist seit kur­zem ent­schie­den, zu Un­guns­ten der Fri­ula­ner: Der fri­ula­ni­sche Tocai darf nicht mehr so ge­nannt wer­den, son­dern nur noch »Fri­ula­no« – »Es ist, als dürf­ten wir un­se­re Pizza nicht mehr ›Pizza‹ nen­nen!« Der (Tocai) Fri­ula­no ist auf Grund sei­ner hohen Er­trä­ge sowie sei­nes freund­lich-fruch­ti­gen Ge­schmacks der Haus­wein des Fri­aul schlecht­hin, ein Trop­fen für zwi­schen­durch, zum Ape­ri­tif – ein »Tajut« (Gläs­chen Wein) für jede Ge­le­gen­heit. Er ist fruch­tig, aber auch de­li­kat und be­sitzt einen nied­ri­gen Säu­re­ge­halt mit Bit­ter­man­del­ge­schmack.

Ver­duz­zo fri­ula­no: Die alte Rebs­or­te wird als »Ver­duz­zo verde« in der Ebene an­ge­baut und er­zeugt einen tro­cke­nen Wein, wäh­rend der »Ver­duz­zo gi­al­lo« in den Hü­geln der Colli Ori­en­ta­li an­ge­baut wird und ein lieb­li­cher Des­sert­wein ist.

Vi­tovs­ka: Die Vi­tovs­ka ist eine weiße Trau­be, die seit lan­gem in der Pro­vinz Triest an­ge­baut wird, im Karst und ent­lang des Küs­ten­strei­fens bis nach Is­tri­en. Tro­cken, fruch­tig und säu­er­lich-wür­zig passt der Wein gut zu Fleisch und Mee­res­früch­ten.

Cu­vées: Die vor­ste­hen­den Weine wer­den in vie­len Wein­gü­tern er­gänzt durch Mi­schun­gen ver­schie­de­ner Rebs­or­ten, die so ge­nann­ten Cu­vées – so wer­den z. B. im Wein­gut »Le Due Terre« in Pre­pot­to die Spit­zen­wei­ne Sa­cri­sas­si Rosso aus Re­fosco und Schiop­pet­ti­no und Sa­cri­sas­si Bi­an­co aus (Tocai) Fri­ula­no und Ri­bol­la Gi­al­la kre­iert. Der fass­ver­go­re­ne Col Di­so­re vom Wein­gut Rus­siz Su­pe­rio­re be­steht aus (Tocai) Fri­ula­no, Ri­bol­la Gi­al­la, Pinot Bi­an­co und Sau­vi­gnon.


Wein­ver­kos­tung im Fri­aul: »Eno­te­che« (= Pro­bier­stu­ben) und Wein­gü­ter

Jeder grö­ße­re Ort im Wein­ge­biet be­sitzt min­des­tens eine Wein­stu­be, meist »Os­te­ria« oder »Eno­te­ca« ge­nannt. Dort kön­nen Sie in an­ge­neh­mer At­mo­sphä­re die Weine der Re­gi­on ken­nen ler­nen, dazu oft auch die je­wei­li­gen ku­li­na­ri­schen Ei­gen­hei­ten ge­nie­ßen, wobei nicht sel­ten tra­di­tio­nel­le Re­zep­te sorg­fäl­tig ge­pflegt und fan­ta­sie­voll auf­be­rei­tet wer­den. Spe­zi­ell in den gut sor­tier­ten Eno­te­che des Wein­zen­trums Cor­mòns und in Gra­dis­ca d’Ison­zo (bei Go­ri­zia) fin­den Sie eine große und re­prä­sen­ta­ti­ve Aus­wahl an fri­ula­ni­schen Wei­nen.

Für den wah­ren Wein­lieb­ha­ber un­ver­zicht­bar ist je­doch na­tür­lich die Ver­kos­tung in den Wein­gü­tern sel­ber. Lei­der sind die gro­ßen, re­nom­mier­ten Adres­sen in der Regel gar nicht mehr an pri­va­ter Ver­kos­tung in­ter­es­siert, da sie ihre Pro­duk­te längst in alle Welt ex­por­tie­ren. Doch im Be­reich der vie­len klei­nen An­bie­ter wird man immer wie­der sehr er­freu­li­che Ent­de­ckun­gen ma­chen kön­nen. Ei­ni­ge Adres­sen und Hin­wei­se dazu im Fol­gen­den. Eine te­le­fo­ni­sche Vora­mel­dung ist im all­ge­mei­nen rat­sam.

Ach­tung: Ab etwa Mitte Sep­tem­ber bis in den Ok­to­ber hin­ein, sind die Wein­bau­ern ganz­tä­gig mit der Ernte be­schäf­tigt, in die­ser Zeit kann es also Pro­ble­me bei Be­su­chen der Wein­gü­ter geben.

Eno­te­ca di Cor­mòns, ganz zen­tral im Pa­laz­zo Lo­ca­tel­li am gro­ßen Haupt­platz von Cor­mòns. Die sym­pa­thi­sche Eno­te­ca bie­tet Weine von zwei Dut­zend Pro­du­zen­ten, die sich in der Ge­nos­sen­schaft »Can­ti­na Pro­dut­to­ri di Cor­mòns« zu­sam­men­ge­schlos­sen haben. Man kann ge­müt­lich in den In­nen­räu­men oder im schö­nen In­nen­hof sit­zen. Freund­li­che Be­die­nung. Hier er­hält man auch den be­rühm­ten »Vino della Pace«, der aus mitt­ler­wei­le fast 600 Rebs­or­ten aus aller Welt ge­kel­tert wird. Mi-So 10-13, 17-21 Uhr, Di geschl. Piaz­za XXIV Mag­gio 22, Tel 0481/630371, E-Mail: eno­te­ca­dic@vir­gi­lio.it.

Eno­te­ca di Bùt­trio, neu er­öff­ne­te Eno­te­ca in Bùt­trio, am Orts­aus­gang nach Ci­vi­da­le, stil­vol­le Adres­se für die Ver­kos­tung re­gio­na­ler Weine, au­ßer­dem ty­pisch fri­ula­ni­sche Küche. Via Ci­vi­da­le 38, Tel 0432/673753, www.eno­te­ca­di­but­trio.it.

Eno­te­ca La Se­re­nis­si­ma, diese an­spre­chen­de Eno­te­ca in Gra­dis­ca d’Ison­zo ist ein be­son­ders schö­ner Platz, um die Weine des Col­lio zu tes­ten. Mo geschl. Via Cesa­re Bat­tis­ti/Ecke Via Dante Ali­ghie­ri (Alt­stadt). Tel 0481/99528.


Wein­gü­ter um Ci­vi­da­le del Fri­uli:

Azi­en­da Ag­ri­co­la Conte Luigi de Puppi, in Mo­imac­co, 3 km west­lich von Ci­vi­da­le. Val­fre­do und Ca­te­ri­na de Puppi sind die vor­erst letz­te Ge­ne­ra­ti­on einer alt ein­ge­ses­se­nen Win­zer­fa­mi­lie. 2006 haben sie die be­rühm­ten Weine von Rosa Bosco über­nom­men – die ehe­ma­li­ge Gat­tin von Gi­ro­la­mo Do­ri­go muss­te aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den auf­ge­ben und pro­du­zier­te jähr­lich nur ca. 11.000 Fla­schen mit zwei Eti­ket­ten, weiß (Bosco Sau­vi­gnon) und rot (Bo­scoros­so). Hohe Qua­li­tät zu ge­ho­be­nem Preis. Via Roma 5, Tel 0432/722461, Fax 722956, www.de­pup­pi.it.


Wein­gü­ter um Bùt­trio:

Gi­ro­la­mo Do­ri­go, Seit den 1970er Jah­ren hat die Kel­le­rei von Gi­ro­la­mo Do­ri­go ihren Sitz in Bùt­trio. Der frü­he­re Steu­er­be­ra­ter kul­ti­vier­te vor über drei­ßig Jah­ren den roten »Pi­gno­lo«, der im Fri­aul fast aus­ge­stor­ben war. Die re­nom­mier­te Kel­le­rei pro­du­ziert heute eine Viel­zahl her­vor­ra­gen­der Weine, dar­un­ter (Tocai) Fri­ula­no, Ri­bol­la Gi­al­la, Schiop­pe­ti­no und na­tür­lich den Pi­gno­lo. Be­such nach Ver­ein­ba­rung. Lo­ca­li­tà Vi­ci­na­le di Bùt­trio, Via del Pozzo 5. Tel 0432/674268, Fax 673373, www.monts­cla­pa­de.com.


Wein­gü­ter um Pre­pot­to:

Hier wird der rote »Schiop­pet­ti­no« an­ge­baut, des­sen Gä­rungs­pro­zess sich frü­her in der Fla­sche fort­setz­te und der des­we­gen leicht sprit­zig war, wor­aus sein hüb­scher, laut­ma­le­ri­scher Name ent­stan­den ist.

Eno­te­ca/Trat­to­ria dello Schiop­pet­ti­no da Mario, bei Marco (Sohn des Grün­ders der Trat­to­ria Mario) fin­det Ende April/An­fang Mai die Mos­tra De­gus­ta­zio­ne dello Schiop­pet­ti­no statt, ein gro­ßes Fest mit Ver­kos­tung aller Schiop­pet­ti­no-Weine der Re­gi­on. Mo/Di geschl. Piaz­za XXIV Mag­gio 16, Tel 0432/713004, Fax 713222, www.eno­te­ca­schiop­pet­ti­no.it.

Azi­en­da Ag­ri­co­la Le Due Terre, das Ehe­paar Sil­va­na Forte und Fla­vio Ba­si­li­ca­ta haben in ihrem Wein­gut (der Name be­zieht sich auf die zwei un­ter­schied­li­chen Bo­den­ar­ten ihrer Wein­ber­ge) mit dem »Sa­cri­sas­si Rosso« aus Re­fosco und Schiop­pet­ti­no einen gro­ßen Wein ge­schaf­fen. Ge­ho­be­ne Prei­se. Be­such Mo-Sa nach Vor­an­mel­dung. Via Roma 68/b. Tel/Fax 0432/713189.

Azi­en­da Ag­ri­co­la La Vi­ar­te, im Wein­gut zwi­schen Pre­pot­to und Corno di Ro­saz­zo kann man einen her­vor­ra­gen­den Ri­bol­la Gi­al­la sowie Re­fosco ver­kos­ten und er­wer­ben. Tägl. 9-12, 14-18 Uhr, es wird Deutsch ge­spro­chen. Via No­va­cuz­zo 51, Tel 0432/759458, Fax 753354, www.la­vi­ar­te.it.


Wein­gü­ter um Cor­mòns:

Im be­kann­tes­ten Wein­zen­trum des Col­lio gibt es sehr viele und sehr gute Wein­gü­ter – pro­bie­ren heißt hier die De­vi­se, zu­nächst na­tür­lich in der zen­tra­len Eno­te­ca, die fast alle Trop­fen der Um­ge­bung vor­rä­tig hat. Weit­hin be­kannt sind au­ßer­dem Edi Keber, Lo­ca­li­tà Zegla 17 (Tel/Fax 0481/61184) und Fran­co Toros, Lo­ca­li­tà No­va­li 12 (Tel 0481/61327, www.vini­to­ros.com).

Bei den fol­gen­den Wein­gü­tern ist man in der Regel auch ohne An­mel­dung will­kom­men:
Borgo San Da­nie­le, Via San Da­nie­le 16, die Kel­le­rei der Ge­brü­der Mauri liegt mit­ten im Zen­trum. Ihr Motto: we­ni­ger Pro­duk­ti­on, mehr Se­lek­ti­on. Ihre Weine (Cu­vées): Arbis Blanc und Arbis Ross. Tel 0481/60552, www.bor­go­san­da­nie­le.it.

Colle Duga, das Wein­gut von Da­mi­an Prin­cic liegt in der Lo­ca­li­tà Zegla 10, di­rekt an der slo­we­ni­schen Gren­ze. Auf den vier Wein­ber­gen ent­ste­hen dank der scho­nen­den Ar­beit im Kel­ler ein­zig­ar­ti­ge Weine: Char­don­nay, Fri­ula­no und Mer­lot. Tel 0481/61177.
Ronco dei Tassi, Fabio Coser und seine Söhne er­zeu­gen ihre un­ver­wech­sel­ba­ren Weine in der Lo­ca­li­tà Monte (Via Monte 38) – Pinot Gri­gio, Fri­ula­no, Sau­vi­gnon u.a. 2005 wurde einer ihre Weine zum »Weiß­wein des Jah­res« ge­wählt. Tel 0481/60155, www.ron­co­dei­tas­si.it.

Bran­ko, Lo­ca­li­tà Zegla, an der Gren­ze zu Slo­we­ni­en. Igor Er­ze­tic baut seine Weiß­wei­ne in fran­zö­si­schen Ton­ne­aus (Fäs­sern) aus, was den Wei­nen viel Po­ten­ti­al gibt. Tel 0481/639826.


Wein­gü­ter um Braz­za­no:

Azi­en­da Livio Fel­lu­ga, Livio Fel­lu­ga ist einer der Pio­nie­re der Colli Ori­en­ta­li und mitt­ler­wei­le hoch in den Acht­zi­gern ste­hend. Seine drei Söhne und Toch­ter Elda, ihres Zei­chens Vi­ze­prä­si­den­tin des »Mov­imen­to Tu­ris­mo del Vino«, pro­du­zie­ren Spit­zen­wei­ne mit un­ver­wech­sel­ba­ren Eti­ket­ten (alte Land­kar­ten von Reb­flä­chen), die sich im hoch­mo­der­nen Rah­men de­gus­tie­ren las­sen. Ge­ho­be­ne Prei­se. Mo-Fr 8-12, 14-18 Uhr. Via Ri­sor­gi­men­to 1, Tel 0481/60203, Fax 630126, www.li­vi­ofel­lu­ga.it.

Azi­en­da Tho­mas Kitz­mül­ler, Spaß macht eine Wein­pro­be in der Kel­le­rei von Tho­mas Kitz­mül­ler, bei dem man bio­lo­gisch an­ge­bau­te Weine er­wer­ben kann – Col­lio Ri­bol­la Gi­al­la, Col­lio Fri­ula­no, Col­lio Sau­vi­gnon u.a. Die Fa­mi­lie mit ös­ter­rei­chi­schen Vor­fah­ren ver­mie­tet auch hüb­sche Apart­ments. Via XXIV Mag­gio 56, 0481/60853, Fax 60853, Tho­mas.kitz­mu­el­ler@tin.it


Wein­gü­ter um Ca­pri­va del Fri­uli:

Gleich meh­re­re hoch­ka­rä­ti­ge Güter pro­du­zie­ren hier Spit­zen­wei­ne.

Ca­stel­lo di Spes­sa, das Schloss geht in sei­nen Ur­sprün­gen bis ins 13. Jh. zu­rück, wurde aber im 19. Jh. fast voll­stän­dig neu er­rich­tet. Lo­ret­to Pali pro­du­ziert hier nicht nur her­vor­ra­gen­de Weine, son­dern hat hier au­ßer­dem eine höchst kom­for­ta­ble Her­ber­ge ge­schaf­fen. Via Spes­sa 1, Tel 0481/808124, www.pa­li­wi­nes.com.

Schio­pet­to, Carlo, Gior­gio und Maria Schio­pet­to ver­wal­ten das Erbe ihres Va­ters, der das Wein­gut aus kleins­ten An­fän­gen in den sech­zi­ger Jah­ren zu gro­ßem Er­folg führ­te. Be­such nach Vor­an­mel­dung tägl. 9-11 und 14-16 Uhr. Via Pa­laz­zo Ar­cive­sco­vi­le 1, Tel 0481/80332, Fax 808073, www.schio­pet­to.it.

Villa Rus­siz, das Wein­gut wird vom staat­li­chen In­sti­tut Adele Cer­ru­ti ver­wal­tet, das sich gleich­zei­tig auch der So­zi­al­ar­beit ver­pflich­tet hat. Gi­an­ni Me­not­ti war »Win­zer des Jah­res« 2006, seine Trop­fen sind also ein be­son­de­rer Ge­nuss, aber trotz­dem noch be­zahl­bar. Mo-Do 8.30-12.30, 15-18 Uhr, Fr 8.30-12.30, 15-17 Uhr. Via Rus­siz 6, Tel 0481/80047, Fax 809657, www.vil­larus­siz.it.

Rus­siz Su­pe­rio­re, die be­kann­te Win­zer­fa­mi­lie Marco Fel­lu­ga be­sitzt ein gro­ßes Wein­gut in Ca­pri­va, das in sei­nen Ur­sprün­gen bis ins Mit­tel­al­ter zu­rück­geht und heute von Ro­ber­to Fel­lu­ga ge­führt wird. Seine Weine be­ste­chen vor allem durch ihre herr­li­che Aro­men­fül­le. Be­such nach Ver­ein­ba­rung. Via Rus­siz 7, Tel 0481/99164, Fax 960270, www.mar­co­fel­lu­ga.com.


Wein­gü­ter bei Go­ri­zia:

An den Hän­gen nörd­lich von Go­ri­zia, wo die Gren­ze zu Slo­we­ni­en ver­läuft, lie­gen zahl­rei­che be­kann­te Wein­gü­ter.

Joško Grav­ner, im Jahr 2000 reis­te der ge­bür­ti­ge Slo­we­ne ins ferne Ge­or­gi­en, um das ur­al­te Wein­wis­sen des Os­tens zu stu­die­ren. Dort lern­te er eine in Ita­li­en bis dato völ­lig un­be­kann­te Me­tho­de der Wein­her­stel­lung ken­nen – die Ver­gä­rung in tö­ner­nen Am­pho­ren, die den Wein quasi wie ein or­ga­ni­sches Wesen be­han­deln. Grav­ner ließ sich also mäch­ti­ge Am­pho­ren lie­fern, die 3000 Liter fass­ten, ver­grub sie im Boden sei­nes Kel­lers und ver­gor seine Weiß­wei­ne darin. Damit stell­te er sich in fun­da­men­ta­len Ge­gen­satz zu allen an­de­ren fri­ula­ni­schen Win­zern, die seit den sieb­zi­ger Jah­ren auf hoch­tech­ni­sche In­no­va­tio­nen setz­ten, um Weine mit höchs­ter Fruch­tig­keit zu er­zeu­gen. Er­zürnt lie­ßen die Wein­päps­te ihn fal­len, doch Grav­ner blieb un­be­irrt und der Er­folg gab ihm schließ­lich Recht. Mit sei­ner un­or­tho­do­xen Art der Ver­gä­rung (keine Zu­ga­be von Schwe­fel, Ver­gä­rung nur mit wil­der Wein­he­fe) schuf er höchst ei­gen­wil­li­ge Weine mit wun­der­ba­rer Sam­tig­keit, die sich nach dem Öff­nen der Fla­schen stän­dig ver­än­dern. Ri­bol­la Col­lio, Breg (Cuvée) und Rosso Grav­ner sind seine be­kann­tes­ten Pro­duk­te und er­zie­len seit­dem stol­ze Prei­se (ab ca. 40 Euro). Lei­der emp­fängt er keine Gäste. Lo­ca­li­tà Len­zuo­lo Bi­an­co 9, Tel 0481/30882, Fax 548871, www.grav­ner.it.


Eine gute Adres­se in Deutsch­land

Haben Sie Ge­schmack an den Wei­nen des Fri­aul ge­fun­den? Eine gute Adres­se in Deutsch­land, die ex­klu­siv fri­ula­ni­sche Weine ver­treibt, ist Col­lio & Co. Sig­frid Ba­cker und Tho­mas Schie­rer sind lang­jäh­ri­ge und lei­den­schaft­li­che Fri­aul-Lieb­ha­ber. Bei ihnen sind Sie in guten Hän­den, ihre klei­ne, aber feine Aus­wahl ist sorg­fäl­tig ge­trof­fen und sie freu­en sich dar­auf, ihre Über­zeu­gung mit Ihnen tei­len zu kön­nen.

Col­lio & Co, Adel­hards­gas­se 6, 91325 Adels­dorf, Tel 09195/998314, E-Mail: col­lio-co@arcor.de