Rei­se­re­por­ta­ge

3 von 1001 Fit­ness­an­ge­bo­ten –
die Tür­ki­sche Ri­vie­ra für Ak­ti­ve

Für die Neu­auf­la­ge des Tür­ki­sche-Ri­vie­ra-Gui­des (2. Auf­la­ge) hat unser Au­to­ren­team Micha­el Buss­mann und Gabi Trö­ger einen be­kann­ten Fern­wan­der­weg, die bes­ten Golf­plät­ze und die be­lieb­tes­ten Raf­ting­tou­ren ge­tes­tet.


Portrait Gabriele TrögerDie Tür­ki­sche Ri­vie­ra steht für Sonne, Strand und Meer – dazu für die ex­klu­sivs­ten Club­an­la­gen des Lan­des. Tau­chen, Sur­fen, Ten­nis, Ae­ro­bic am Strand, Beach­vol­ley­ball, Klet­ter­wän­de und 1001 an­de­re Fit­ness­an­ge­bo­te sor­gen dafür, dass man vom Rund-um-die-Uhr-Essen keine zu­sätz­li­che Speck­fal­te an­setzt. Doch sind wir ehr­lich: Des­we­gen muss man nicht an die Tür­ki­sche Ri­vie­ra fah­ren. Das wird an an­de­ren Strän­den rund ums Mit­tel­meer auch ge­bo­ten. Es gibt aber den­noch Grün­de, als Ak­tiv­ur­lau­ber der Tür­ki­schen Ri­vie­ra den Vor­zug zu geben: Denn in punc­to Wan­dern, Raf­ting und Gol­fen ist sie ein ganz hei­ßer Tipp:


Gute Kon­di­ti­on und eine an­ti­ke Stät­te im Lan­des­in­ne­ren: Wan­dern auf den Spu­ren des Apos­tels Pau­lus

Der rund 500 km lange St. Paul Trail, von der Bri­tin Kate Clow er­schlos­sen und mar­kiert, ist nach dem Ly­ki­an Way nun der zwei­te große Fern­wan­der­weg der Tür­kei. Doch Ach­tung: Gute Kon­di­ti­on (man star­tet auf Mee­res­hö­he und muss den Tau­rus über­win­den, dabei steigt man auf an­nä­hernd 2.000 m an!), viel Zeit und ein Mi­ni­mum an Kom­fort­an­sprü­chen sind nötig, um den Spu­ren des Apos­tels Pau­lus auf sei­ner Mis­si­ons­rei­se fol­gen zu kön­nen. Den Trail kann man in Perge oder Aspen­dos be­gin­nen. Er führt von dort über zwei ver­schie­de­nen Rou­ten nach Adada, einer klei­ne­ren an­ti­ken Stät­te im Lan­des­in­ne­ren ca. 70 km hin­ter der Küste. Hier tref­fen sich beide Wege und ver­lau­fen fort­an ge­mein­sam über Egir­dir im west­ana­to­li­schen Se­en­ge­biet zur Rui­nen­stät­te An­tio­chia in Pis­idi­en beim Land­städt­chen Yal­vaç. Am Stück dau­ert die Tour fünf Wo­chen, man kann je­doch auch nur ein­zel­ne Ab­schnit­te gehen. Un­ter­künf­te sind rar ge­säät, ein Zelt immer nötig. Die beste Wan­der­zeit ist das Früh­jahr. De­tail­lier­te Infos lie­fern die Web­sei­te www.stpaul­trail.com und das Hand­buch »St. Paul Trail« von Kate Clow und Terry Richard­son, Up­coun­try (Ver­lag), 2004, ISBN 0-9539218-1-6. Ach­tung: Wan­dern Sie auf dem St. Paul Trail nicht al­lei­ne, ins­be­son­de­re nicht als Frau!


Bälle bun­kern in Belek: sechs Golf­plät­ze für jeden An­spruch

Die ca. 35 km öst­lich von An­ta­lya ge­le­ge­ne Re­sort­an­la­ge Belek ist das Golf­zen­trum der Tür­kei. Hin­ter den schi­cken Club­an­la­gen am schö­nen lan­gen Strand lie­gen ins­ge­samt sechs Plät­ze, die jedem An­spruch ge­nü­gen. Auch Golfun­ter­richt ist mög­lich. Tipp: Er­kun­di­gen Sie sich bei den Tür­kei­spe­zia­lis­ten nach preis­wer­ten Pau­schal­pa­ke­ten. An­sons­ten muss man für ein Gre­en­fee je nach Sai­son und Loch­an­zahl 35-90 Euro be­rap­pen (für Gol­fer ist der Som­mer die Ne­ben­sai­son!). Nä­he­re Infos unter www.golf­be­lek.com.


Wild­was­ser­gau­di im Köprülü-Kan­yon-Na­tio­nal­park

Übe­rall an der Tür­ki­schen Ri­vie­ra wer­den Raf­ting­tou­ren an­ge­bo­ten. Ziel ist der 60 km nord­west­lich von Side ge­le­ge­ne, 360 km2 große Köprülü-Kan­yon-Na­tio­nal­park. Der tür­kis­grü­ne Köprü-Fluss schlän­gelt sich dort durch eine im­po­san­te, bis zu 100 m tiefe Schlucht, die er im Laufe der Jahr­mil­lio­nen selbst in die Karst­land­schaft des Tau­rus­ge­bir­ges ge­gra­ben hat. Raf­ting­tou­ren wer­den das ganze Jahr über an­ge­bo­ten und füh­ren über eine Stre­cke von bis zu 12 km. Doch Ach­tung: Im Som­mer jagen hier täg­lich bis zu 4.000 aben­teu­er­lus­ti­ge Ur­lau­ber den Fluss hinab – Staus blei­ben dann zu­wei­len nicht aus! Wer ein Schnäpp­chen ma­chen will, bucht di­rekt am Fluss, mit Glück gibt es das klitsch­nas­se Ver­gnü­gen dann be­reits ab 10 Euro. Ein se­riö­ser An­bie­ter ist Kano Raf­ting, www.kan­oraf­ting.com.