Reiseführer
Altmühltal und Fränkisches Seenland

Johann Schrenk

Unterwegs mit Johann Schrenk

Portrait Johann SchrenkMit mei­nem Groß­va­ter bin ich in den Fünf­zi­ger­jah­ren oft schon mor­gens um sechs Uhr, wenn es noch rich­tig kalt war, zur Alt­mühl zum Baden ge­gan­gen und habe mich dann auf den hei­ßen Kakao zu Hause bei der Groß­mut­ter ge­freut. Der Weg war nicht weit. Da­mals floss die Alt­mühl noch un­mit­tel­bar am Alt­stadt­rand von Gun­zen­hau­sen vor­bei, und es dau­er­te keine fünf Mi­nu­ten, bis ich »an der Pro­me­na­de« am Ufer des Flus­ses war.
Noch heute liebe ich es (auch ohne Sechs Uhr-Bad), in einem guten Café eine heiße Scho­ko­la­de zu trin­ken. Am liebs­ten im »Café Ro­sen­rot« in Mer­ken­dorf nahe Gun­zen­hau­sen, wo man sich seine Trink­scho­ko­la­de noch selbst zu­be­rei­tet – mit einem Stück feins­ter Bour­bon-Va­nil­le-Scho­ko­la­de, das man in die warme Milch ein­quirlt …
Und auch meine Liebe zum Fluss ist ge­blie­ben. Einst, bei den Kel­ten, war die Alt­mühl noch der »hei­li­ge Fluss«, spä­ter hat man sie dann or­dent­lich ge­schun­den. Be­gra­digt wurde sie, Ufer wur­den ein­be­to­niert und zu schlech­ter Letzt hat man ihr den un­te­ren Lauf ge­kappt und zum Schiff­fahrts­ka­nal um­ge­baut. Doch of­fen­bar ist die Schön­heit der Alt­mühl un­ver­wüst­lich: Heute ist sie, gleich nach der Weser, Deutsch­lands be­lieb­tes­ter Frei­zeit­fluss – ein 225 Fluss­ki­lo­me­ter lan­ges El­do­ra­do für Wan­de­rer, Padd­ler und Rad­ler. Warum das so ist, er­fah­ren Sie in die­sem Buch.
Ich wün­sche Ihnen dabei viele schö­ne Ent­de­ckun­gen!