Top Ten

Teil 13: La Palma

oder Mehr als 1000 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege

Vor wenigen Monaten erschien die 9. (!) Auflage von »La Palma«, geschrieben von einer echten Inselkennerin: Irene Börjes, die seit 1988 auf dem Eiland lebt. In unserer Top Ten (und selbstverständlich im Reisebuch) erzählt sie von den Besonderheiten, die auf der kleinen Kanareninsel zu finden sind. Darunter ein von der UNESCO geadelter Nebelurwald, frühgeschichtliche Steinzeichnungen, schwarze Strände, die eine Kur für gestresste Rücken bieten, sowie eine sozialverträgliche und sanfte Gegenwehr gegen Massentourismus. Börjes kennt zudem den ersten und einzigen Tag, an dem La Palma auf den Titelseiten der Weltpresse erschien …


La Palma – Irene Börjes Top Ten

Vulkanbesteigung: Der Teneguía oder Der Tag, an dem die Lava kam

Der Teneguía ist La Palmas jüngster Vulkan (Foto: Ivan Jegorov)
Der Teneguía ist La Palmas jüngster Vulkan (Foto: Ivan Jegorov)

Das erste und einzige Mal, dass La Palma auf den Titelseiten der Weltpresse auftauchte, war der 27. Oktober 1971. Am Nachmittag des Vortages, exakt um 15.06 Uhr, war an der Südspitze der Insel ein neuer Vulkan ausgebrochen, später Teneguía genannt. Der Lavastrom ergoss sich aus sechs Eröffnungen, die sich später zu einem großen und einem kleinen Krater vereinigten, der erst zwei Tage später das nahe Meer erreichte. Durch Erdstöße gewarnt, evakuierte man die Bewohner des oberhalb liegenden Dorfs Fuencaliente; ein Einheimischer starb dennoch an einer Gasvergiftung.
In den Folgetagen schleuderte der Vulkan auch Aschewolken, die sich zu einem Kegel auftürmten – und schon nach 23 Tagen war der Spuk vorüber. Der Teneguía ist damit nicht nur der jüngste, sondern auch einer der kleinen Vulkane La Palmas. Genau in der Südspitze gelegen, verschüttete der Vulkanausbruch weder Bauten noch Felder, im Gegenteil: auf dem jungvulkanischen Boden entwickeln sich Weinstöcke prächtig. Die Bodegas Teneguía produzieren erfolgreich den gleichnamigen Rebensaft.
Noch was: Der Vulkan Teneguía bildet den vorläufigen Endpunkt der Cumbre Vieja, einer von Nord nach Süd verlaufenden Kette von 100 Vulkanen. Unterhalb des Dorfes Los Canarios/Fuencaliente lohnt sich der Besuch eines Besucherzentrums (tägl. 9-18 Uhr, Eintritt 5 €, Kinder bis 12 J. frei) und ein ebenerdiger Gang auf dem Kraterrand des Vulkans San Antonio, der 1676 ausbrach. Von dort hat man den besten Blick auf den Krater und Kegel des Teneguiá. Wer danach auf den Geschmack gekommen ist und Kondition hat, kann die komplette Cumbre Vieja an einem anderen Tag auf der »Route der Vulkane« erwandern.


Inselhauptstadt: Santa Cruz oder Ein Gang durch die Geschichte

Typische Balkonhäuser an der Uferstraße von Santa Cruz (Foto: Ivan Jegorov)
Typische Balkonhäuser an der Uferstraße von Santa Cruz (Foto: Ivan Jegorov)

Auf den ersten Blick wirkt Santa Cruz wie eine kleine hübsche Stadt auf einer kleinen, nicht zu häufig besuchten Insel.
Vor 500 Jahren war das noch anders: Die Inselhauptstadt zählte zu den großen spanischen Städten und den bedeutendsten Hafenmetropolen Europas. Ihre Lage am westlichen Rand der Kanaren machte sie zum Tor zu einer neuen Welt, zur ersten Station der mit Gold und Silber beladenen Schiffe, die von den Kolonien zurückkehrten. Hier mussten die Abgaben entrichtet werden, hier befand sich das spanische Gericht für die Kolonien.
So entstanden in Santa Cruz bereits kurz nach der Eroberung -1492 nahmen sich die Spanier die kleine Insel – relativ große, staatliche und kirchliche Bauten. Im 17. Jahrhundert aber wurden Gericht und Zollinspektion nach Teneriffa verlegt, Santa Cruz verfiel in einen Dornröschenschlaf. Ihrer Schönheit hat das allerdings nie geschadet.
Heute ist Santa Cruz mit seinen rund 16.000 Einwohnern klein genug, damit man sich bei einem Bummel durch den historischen Stadtkern einen guten Eindruck von der charmanten Hauptstadt verschaffen kann. Dabei ist Santa Cruz keine langweilige Museumsstadt. Die Kapitale verführt dazu, länger als geplant zu bleiben, einen Cafécito zu schlürfen und ein Eis zu essen – und dabei den Menschen zuzuschauen, die ohne getriebene Hektik vorbeischlendern. Es geht über schattige Plazas und Fußgängerzonen mit Straßencafés, vorbei an blumengeschmückten, kunterbunt gestrichenen Balkonhäusern, Palästen, Kirchen und Klöstern. Hübsche Lädchen gibt es natürlich auch.


Im Nationalpark: Caldera de Taburiente oder La Palma hochalpin

Einige der Observatorien auf dem Roque de Los Muchachos (Foto: Ivan Jegorov)
Einige der Observatorien auf dem Roque de Los Muchachos (Foto: Ivan Jegorov)

Die Caldera de Taburiente ist die Attraktion und das Herzstück der Insel. In seinem Zentrum liegt ein gewaltiger, bewaldeter Kessel, durchzogen von Schluchten und Wasserläufen. Bis zu 1800 Meter hohe Felswände umschließen den neun Kilometer breiten Krater; hochalpin wirken sie, erinnern an die Dolomiten. Mit sage und schreibe 2426 Metern steht der Roque de los Muchachos als höchster Gipfel direkt auf dem Kraterrand – und verbirgt sich meist über den Wolken. Dort ist die Luft absolut klar, auch nachts gibt es keine störenden Lichter. Deshalb wurde der Platz für ein europäisches Gemeinschaftsprojekt ausgewählt, eines der größten der nördlichen Hemisphäre. Es besteht aus sechs Observatorien, das deutsche befasst sich mit der Beobachtung von sog. »air showers«, also mit hochenergetischen Strahlen im Weltall.
Auf dem Grund der Caldera sammelt sich das Wasser aus 100 Quellen, die sich von Bächen zu Bassins verbreitern, im Winter donnern Wasserfälle herab. Die Feuchtigkeit sorgt innerhalb des Kessels für ein üppiges Pflanzenreichtum und ist außerhalb die wichtigste Wasserquelle für Menschen und Felder.
Den besten Blick in den Kessel hat man von der Cumbrecita, einem natürlichen Aussichtsplateau oberhalb von El Paso. An der Zufahrt liegt das sehenswerte Informationszentrum des Nationalparks (tägl. 9-18 Uhr, Eintritt frei). Die Caldera de Taburiente ist auch eines der schönsten Wandergebiete der Insel. Ein herrlicher Spaziergang bietet sich an der Cumbrecita an. Sportliche Naturen machen die große Caldera-Runde im Inneren des Kraters.


Strände: Schwarze Strände und natürliche Badebecken oder Das besondere Badeerlebnis

Der Palmenstrand von Puerto Naos (Foto: Ivan Jegorov)
Der Palmenstrand von Puerto Naos (Foto: Ivan Jegorov)

Karibikflair mit weißem Sandstrand hat die hübsche Insel zwar nicht zu bieten. Dafür gedeihen am schwarzen Strand von Puerto Naos auf der Westseite des Eilandes extra angepflanzte Kokospalmen. Auch die ebenfalls westlich gelegenen Badebuchten von Puerto de Tazacorte, die Einstiege vor Santa Cruz im Osten und die vielen kleinen Badestellen rund um die Insel zeigen sich schwarzsandig, wie es sich für eine Vulkaninsel gehört.
Den dunklen Untergrund mag man zunächst etwas gewöhnungsbedürftig finden, doch wenn der Rücken zwickt, legt man sich mit Vergnügen in den warmen, von der Sonne noch stärker erhitzten Sand legen. Der Tipp dazu: Wer nicht mit einem unfreiwilligen Spurt das Wasser erreichen möchte, sollte Strandlatschen an den Füßen haben …
Wo Steilküsten keinen Platz für Strände lassen, haben Lavablasen und die anbrandenden Wogen natürliche Badebecken geformt. Die Wellen füllen sie regelmäßig mit frischem Meerwasser. Daraus sind im Nordosten schöne Badeanlagen mit Sonnenterrassen und Restaurants entstanden.
Noch was: Badesaison ist zu jeder Zeit. Selbst im Winter sinken die Temperaturen des klaren Atlantikwassers selten unter 18 Grad.


Essen & Trinken: Krustige Kartoffeln mit Tunke oder Aber bitte mit Schale!

Papas arrugadas – eine kanarische Spezialität (Foto: Eberhard Fohrer)
Papas arrugadas – eine kanarische Spezialität (Foto: Eberhard Fohrer)

Zu einem typisch kanarischen Essen gehören als Beilage papas arrugadas con mojo – runzlige Kartoffeln mit Tunke. Uninformierte Touristen erkennt man daran, dass sie zum Messer greifen, um die Kartoffelschalen zu pellen – was sehr schade ist … Diese Kartoffeln (es sollten kleine und feste sein) werden vor dem Kochen gründlich abgebürstet und mit der Schale in sehr stark gesalzenem Wasser gekocht. Nach dem Abgießen bestreut man sie noch einmal mit Salz, das sich auf der noch feuchten Schale absetzt, sie zusammenzieht (so entstehen die Runzeln) und zu einer feinen Kruste trocknet. Zu Fleischgerichten wird mojo rojo (eine scharfe, rote Tunke) gereicht, zu Fisch die würzig-milde und grüne mojo verde-Soße. Die Zubereitungsart hat man von den Fischern abgeguckt, die unterwegs auf Fang das Kochwasser aus dem Meer schöpften.
Die Kartoffeln selbst sind – trotz ihrer Besonderheit – nur die Beilage. Auf einer Insel mitten im Atlantik spielt frischer Fisch die Hauptrolle! Fangsaison für Thunfisch ist von Februar bis Juni, danach erscheint der Bonito, eine kleine Thunfischart, in den kanarischen Gewässern. Sehr empfehlenswert ist auch Cherne, eine Barschart, günstig ist Caballa, eine kleine Makrele. Wer gern Kochfisch isst, kann sich für Vieja entscheiden, einen Seepapagei mit tiefroten Flecken.
Mein Tipp: Die richtige Umgebung für ein solcherart gelungenes Mahl ist Puerto de Tazacorte an der Westküste. Bei einem kühlen Glas Weißwein lässt sich dort ganz entspannt der Sonnenuntergang genießen. In der ersten Reihe sitzt man sehr gut am preisgünstigen Kiosko Teneguía, tägl. 11-24 Uhr.


Wandern: Im Nebelurwald oder Erica wächst 15 Meter hoch

Der Wasserfall von Los Tilos (Foto: Irene Börjes)
Der Wasserfall von Los Tilos (Foto: Irene Börjes)

Einer der letzten Lorbeerurwälder des Planeten liegt im Nordosten La Palmas zwischen Barlovento und Puntallana. Kein Wunder, dass er von der UNESCO als Biosphärenreservat geadelt wurde. Hier erreichen die Passatwinde und -wolken die Insel und stauen sich an den Wänden der Caldera de Taburiente. Sie sorgen für Nebel, Nässe und Fruchtbarkeit. In diesem besonderen Klima von Feuchtigkeit und beständig warmen Temperaturen überlebten die Pflanzen des Tertiärs, während Europa unter Eismassen begraben wurde und die Trockenheit Nordafrika weitgehend in eine Wüste verwandelte. Unter den 30 Meter hohen, riesigen Kronen der Lorbeerbäume gedeiht noch immer eine üppige Pflanzenwelt: Riesige Farne, urwüchsige Dickblattgewächse, nur hier vorkommende Sträucher und kleinere Bäume formen einen dichten Urwald. In den höheren Zonen sieht man Erica-Gewächse, die bis zu 15 Meter in den Himmel ragen.
Erkunden lässt sich der Wald bei La Galga und Los Tilos. Dort steht auch das Informationszentrum (tägl. 9-18 Uhr, Eintritt frei). Ein kurzer Spaziergang führt durch einen Tunnel (an Lichtquelle denken!) zu einem Wasserfall. Eine spektakuläre, ausführliche Tagestunneltour ist etwas für unerschrockene, sichere Wanderer.
Wenn Sie schon in Gegend sind, empfehle ich zusätzlich einen Abstecher nach San Andrés, einem besonders hübschen Dorf an der Küste.


Sport: Prima Klima oder Das Eiland der Wanderer und Marathonläufer

Wandern auf der Route der Vulkane (Foto: Irene Börjes)
Wandern auf der Route der Vulkane (Foto: Irene Börjes)

Selbstverständlich bietet der ewige Frühling der Kanaren, der ja eher ein Frühsommer ist, ideale Bedingungen für nahezu alle Freiluftsportarten. Speziell La Palma hat einen guten Namen bei Leuten, die zu Fuß unterwegs sind, darunter auch Extremsportler.
Den Anfang für sie machte 2009 der (seither jährlich stattfindende) Ultramarathon »Transvulcania«. Es geht über 73 Kilometer von der Südspitze über alle Gipfel nach Puerto de Tazacorte und hinauf zum Zieleinlauf in Los LLanos. Die Sieger bleiben unter 7 Stunden und überwinden einen Höhenunterschied von erstaunlichen 8407 Metern (etwa die Hälfte davon bergab).
Der Erfolg dieses Events produzierte Nachfolger. Seither schwingen sich Radfahrer zu Marathons in den Sattel, ein Triathlon findet Anmeldungen und viele Gemeinden ziehen mit und veranstalten eigene Sportereignisse. Die hervorragenden klimatischen Bedingungen machen es möglich.
www.transvulcania.info, www.senderosdelapalma.es


Frühgeschichte: Die Benahoaritas oder Auf den Spuren der Ureinwohner

Einige der Petroglyphen bei La Zarza (Foto: Ivan Jegorov)
Einige der Petroglyphen bei La Zarza (Foto: Ivan Jegorov)

Die Eroberung La Palmas gelang den spanischen Truppen nach mehreren Fehlschlägen erst 1492. Die Benahoaritas, die die Insel damals bevölkerten, befanden sich auf der Entwicklungsstufe der Jungsteinzeit – doch wussten sich durchaus zu wehren. Sie waren weißhäutig, über ihre Herkunft gibt es mehrere Thesen. Am dichtesten war der Norden besiedelt, wo die Benahoaritas überwiegend in Schluchten wohnten, in der Nähe von Quellen in Höhlen, die ein besseres Raumklima boten als Hütten. Wenig ist von ihrer Kultur geblieben: darunter bisher nicht gedeutete Steinzeichnungen, sog. Petroglyphen, Funde ihrer feinen Keramik und Ortsnamen wie Taburiente, Tazacorte, Time und Tijarafe.
Auf Ausflügen und Wanderungen lassen sich Wohnstätten und Zeugnisse ihres Lebens entdecken. Ein gutes Beispiel dafür ist der Parque Cultural La Zarza y La Zarcita im Norden an der Landstraße LP1. Ein kleines Museum (Di-So 10-17 Uhr, Eintritt 2 €) zeigt Fundstücke aus den umliegenden Höhlenkomplexen. Danach kann man auf ausgeschilderten Wegen in das Halbrund der Schlucht La Zarza laufen: ein schöner grüner Ort, an dem Farne und Veilchen aus den Felsspalten sprießen. Schon auf dem Weg dorthin liegen Felsbrocken mit Steingravuren. Die spannendsten aber befinden sich oberhalb in den Höhlen einer Galerie, die zu erklimmen ist. Trotz aller Verwitterung sind Spiralen und Wellenlinien zu erkennen. In einer Nebenschlucht, La Zarcita, ist eine Felswand mit Steinzeichnungen versehen, die als Figuren gewertet werden.
Nach der Besichtigung können Sie zu einer sehr interessanten und ausgeschilderten Wanderung in die Caldera de Agua starten. Währenddessen weisen Infotafeln auf weitere Zeugnisse der Benahoaritas hin.
www.garafia.es


Feste: Fröhliche Fiestas oder Statt Bonbons fliegen Kartoffeln

Zur Romeria tragen alle Tracht (Foto: Magrit Zepf)
Zur Romeria tragen alle Tracht (Foto: Magrit Zepf)

Ob Karneval oder Patronatsfeste, La Palmas Fiestas sind bunt, fröhlich und voller Musik zum Mittanzen. Sieht man vom Karneval ab, der in allen Orten gefeiert wird, ist der Sommer die Saison der Fiestas. Irgendwo ist immer etwas los. Die allermeisten Schutzpatrone der Orte und der Berufsgruppen haben geschafft, ihren Día del Santo, also ihren Namenstag, der den Anlass für die meisten Fiestas bietet, zwischen Anfang Juni und Mitte September zu legen.
Der Ablauf der Feiern gleicht sich. Eine Fiesta die etwas auf sich hält, dauert mindestens neun Tage, zwei Wochenenden und die Wochentage dazwischen. Eröffnet wird sie mit einer kirchlichen Zeremonie, dann folgt die Wallfahrt, Romeria genannt, bei der die Schutzpatronin (oder der Schutzpatron) in einem Umzug durch die Straßen getragen wird. Begleitet wird der Zug von Trachten-, Tanz- und Musikgruppen und geschmückten Wagen, von denen statt Bonbons Kartoffelchen fliegen. Wein wird in Bechern gereicht.
Die Romerias sind wie die gesamten Fiestas eine fröhliche Selbstdarstellung der Palmeros und ihrer Traditionen. Während der Festivität gibt es täglich Programme, Konzerte, Kinderfeste, Sportprogramme, Theateraufführungen und, ganz wichtig: An den Wochenenden wird bis in die Morgenstunden getanzt. Gäste sind willkommen.
Die mit Abstand größte Patronatsfeier ist die Bajada de la Virgen de las Nieves, zu Ehren der Inselpatronin »Schneejungfrau« in Santa Cruz. Sie dauert den ganzen Sommer und kann deshalb auch nur alle 5 Jahre stattfinden, das nächste Mal 2020.


Übernachten: Turismo rural oder Urlaub inmitten der Landschaft

Eine sanfte Gegenwehr gegen Massentourismus (Foto: Irene Börjes)
Eine sanfte Gegenwehr gegen Massentourismus (Foto: Irene Börjes)

Nach dem Aufwachen erst einmal auf die Terrasse gehen und den Rundblick in die Landschaft genießen. Später genau dort auch frühstücken und am Abend den Absacker, als Alternative am knisternden Feuer im Kamin.
Diesen Luxus kann man auf La Palma an vielen Orten und für relativ wenig Geld haben: zwei Personen zahlen zwischen 45 und 75 € pro Tag. Die Zauberformel heißt Turismo rural. Mit Hilfe der EU wurden in den ländlichen Gemeinden mehr als 60 stilvoll-alte Bauernhäuser renoviert. Ziel des Projektes war es, die alte Bausubstanz vor dem Verfall zu bewahren und gleichzeitig Landflucht zu bremsen. Die Häuser werden von ihren Besitzern geführt, die gerne vorbeikommen, um eigenen Wein und Früchte anzubieten. Zu kaum einem Ort passt der Landtourismus so gut wie zu La Palma, deren erklärtes Ziel nicht der Massentourismus ist, sondern der Turismo verde, der grüne Turismo.
www.islabonita.es

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