Wuss­ten Sie, dass …?

Teil 2: Mont­pel­liers schö­ne Frau­en.

Ein (film)his­to­ri­sches Kom­pli­ment von Ralf Nest­mey­er.

Der Micha­el Mül­ler Ver­lag ist be­kannt für seine rei­se­prak­ti­schen Hand­bü­cher. Neben Tipps von A bis Z gibt es auch wit­zi­ge und skur­ri­le The­men, die wäh­rend der Nie­der­schrift eines Rei­se­füh­rers ins Zen­trum rü­cken. In jeder Aus­ga­be des News­let­ters stel­len wir Ihnen einen die­ser klei­nen Texte vor. Nach dem Leib- und Ma­gen­ge­richt der Ber­li­ner, der Cur­ry­wurst, soll es heute um die Wür­di­gung einer fran­zö­si­schen Stadt gehen.


Portrait Ralf NestmeyerMän­ner soll­ten mit of­fe­nen Augen durch die Stra­ßen von Mont­pel­lier gehen, denn der fran­zö­si­sche Kult­re­gis­seur François Truf­faut soll be­haup­tet haben, Mont­pel­lier sei die Stadt mit den schöns­ten Frau­en Frank­reichs, wes­halb er hier auch 1975 sei­nen Ki­no­film »Der Mann, der die Frau­en lieb­te« dreh­te. Truf­fauts Haupt­dar­stel­ler Charles Den­ner ver­bringt in der Rolle als Bertrand Morand seine Zeit damit, durch die Stra­ßen und Gas­sen von Mont­pel­lier zu wan­dern, Frau­en zu be­ob­ach­ten, sich ihnen zu nä­hern und sie schließ­lich zu er­obern.
Dass Truf­faut Jo­hann Hein­rich Zeid­lers »Gros­ses voll­stän­di­ges Uni­ver­sal-Le­xi­con Aller Wis­sen­schaf­ten und Küns­te« aus dem Jahre 1739 ge­kannt hat, ist un­wahr­schein­lich, doch hätte er dort im 21. Band nach­le­sen kön­nen, dass Mont­pel­lier »schert­zwei­se« auch »Mahomeds Pa­ra­dies« ge­nannt wird, »weil da selbst vor allen an­dern Orten Franck­reichs, ja in gantz Eu­ro­pa eine gros­se Menge von schö­nen, ge­schick­ten, ver­stän­di­gen und ge­schwät­zi­gen Frau­en­zim­mern an­ge­trof­fen wird«.

Wuss­ten Sie, dass die Ar­dè­che-Re­gi­on eines der größ­ten zu­sam­men­hän­gen­den Höh­len­ge­bie­te Eu­ro­pas ist (S. 134), im 18. Jahr­hun­dert eine grau­sa­me Bes­tie fast 100 Men­schen in den Ce­ven­nen ge­tö­tet hat (S. 231), As­te­rix einen le­gi­ti­men Nach­fah­ren in den Ce­ven­nen ge­fun­den hat (S. 256), der ein­zi­ge eu­ro­päi­sche Bam­bus­wald im Langue­doc zu fin­den ist (S. 273), die größ­te Nu­dis­ten­ko­lo­nie der Welt im Dé­par­te­ment Hé­rault liegt (S. 320), der Kult­film »Betty Blue« in einem Küs­ten­ort un­weit von Nar­bon­ne ge­dreht wor­den ist (S. 388), in den Py­re­nä­en zahl­rei­che warme Qu­el­len spru­deln, in denen man auch im Win­ter im Frei­en baden kann (S. 449) oder dass in Céret ein wun­der­schö­nes Mu­se­um der mo­der­nen Kunst den Be­su­cher er­freut (S. 484)?


Ant­wor­ten und jede Menge rei­se­prak­ti­sche Tipps fin­den Sie im Rei­se­füh­rer »Langue­doc-Rous­sil­lon« von Ralf Nest­mey­er.